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Geschichte der Englischen Revolution bis zum Tode Karls des Ersten : mit dem Portrait Karl's I / von Franz Guizot
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5. Buch.

Oxforder Parlament.

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alle redlichen Leute wünschen, zur Wiederherstellung eines guten Einver-nehmens zwischen Sr. Majestät und ihrem treuen und einzigen Rathe,dem Parlament, beizutragen."

Karl freute sich, seine Gegner so unfügsam zu finden und seinePartei endlich dazu gezwungen zu sehen, alle ihre Hoffnung auf denKrieg zu setzen, aber die Oxforder Versammlung war nicht übermüthig,sie fühlte, daß sie wenig Kraft besitze, zweifelte an ihrem Rechte, hatteden Namen eines Parlaments nicht anzunehmen gewagt und bedauerteim Grunde, daß der König, indem er ihn den Kammern in Westminsterversagte, dem Frieden ein solches Hinderniß in den Weg gelegt habe.Sie bestand darauf, daß er noch einen Schritt thun und ein Zugeständ-niß mache» solle, wodurch sich die Gemüther besänftigen könnten. Karlverstand sich dazu, an die Häuser zu schreiben, um ihnen Unterhandlun-gen vorzuschlagen und adressirte sein Schreibenan die in Westminsterals Parlament versammelten Lords und Gemeinen", sprach aber darinvon denzu Oxford als Parlament versammelten Lords und Gemeinen"wie von ihres Gleichen (3. März). Die Antwort der beide» Häuserwurde bald durch einen von Essex gesendeten Trompeter übelbracht.Das Schreiben Eurer Majestät", sagten sie,flößt uns die traurigstenGedanken in Bezug aus den Frieden ein. Die gegenwärtig in Oxfordversammelten Personen, welche gegen ihre Pflicht Euer Parlament ver-lassen haben, sind darin auf gleiche Rangstufe mit ihm gestellt, und die-ses Parlament selbst, das nach den bekannten Grundgesetzen des Reicheseinberufen und noch durch ein von Cw. Majestät sanktionirtes Special-gesetz autorisirt ist, sieht sich sogar seinen Namen verweigern. Wir kön-nen die unserer Obhut anvertraute Ehre des Landes nicht auf diese Artverrathen und es ist unsere Pflicht, Ew.Majesiät zu wissen zu thun, daßwir fest entschlossen find, die gesetzlichen Rechte und die Vollmacht desParlaments aus Gefahr unsers Vermögens und Lebens zu vertheidigenund zu behaupten."

Die Oxforder Versammlung verlor jede Hoffnung auf Aussöh-nung und hielt sich von nun an für zwecklos. Sie fuhr noch bis zum16. April fort, Sitzungen zu halten, veröffentlichte lange trübselige Er-klärungen, bewilligte einige Steuern oder Anleiten, richtete bittere Vor-würfe an die Häuser in Westminster und gab dem Könige eine Mengevon Beweisen der Treue, war aber furchtsam, thatloS, über ihre Ohn-macht verlegen und, um wenigstens einige Würde zu bewahren, daraufbedacht, dem Hofe gegenüber ihren lebhaften Wunsch nach gesetzlicherOrdnung und Frieden kundzugeben. Der König, der die Herrschaftsolcher Rathgcber gefürchtet hatte, fand sie bald eben so lästig als nutz-los und sie selbst wurden es müde, feierliche Sitzungen ohne Zweck und