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Cromwell's Aussöhnung mit den Agitatoren. 8. Buch.
Officiere, Agitatoren und Prediger brachten zehn Stunden zusammenin Unterredungen und Gebeten zu. Die Gesammt-Interessen siegtenüber den Groll und das Mißtrauen, ohne sie zu vernichten. Man be-schloß die Freiheit der Gefangenen, die Rückkehr Capitän Bray's zu sei-nem Regimente und ein Gesuch an das Parlament, RainSborough deneben erst abgenommenen Rang eines Viceadmirals zurückzugeben, undein feierliches Mahl besiegelte die Versöhnung, Leren Preis der Unter-gang des Königs war.
Mittlerweile traf Sir John Berkley, der von Karl auf die Nach-richt von dem Ausgange der Versammlung in Ware, aufs Schleunigstean die Generale abgesendet worden, um ihnen zu ihrem Siege Glück zuwünschen und ihnen ihre Versprechungen zurückzurufen, im Hauptquar-tiere ein. Als Bringer von Briesen nicht nur des Königs, sondern auchHammond's an Fairfax, Jreton und Cromwell, war Berkley nicht ohneBesorgnisse. Unterwegs war er aus den Cornet Joyce gestoßen, derüberfeine Sicherheiterstaunt war und ihm gesagt hatte, daß die Agita-toren, weit entfernt etwas zu fürchten, die Generale mit sich fortgerissenhätte» und sich bereit hielten dem Könige den Prozeß zu machen. Beiseiner Ankunft zu Windsor war eben der Rath der Officiere beisammen;er begab sich zu ihnen und überreichte seinen Brief. Man gebot ihmsogleich aus dem Zimmer zu gehen, nach einer halben Stunde ließ manihn zurückrufen: „Wir sind die Armee des Parlaments," sagte Fairfaxin strengem Tone; wir haben keine Antwort auf die Vorschläge desKönigs; dem Parlament allein steht das Urtheil darüber zu." Berk-ley's Augen suchte» Cromwell und Jreton; sie grüßten ihn kaum miteinem geringschätzigen Lächeln. Er entfernte sich in der größten Be-stürzung. Der Tag verging ohne ihm eine Erklärung oder nähernAusschluß zu verschaffen; gegen Abend endlich ließ ihm der CommandantWatson, derjenige Osficier, mit welchem er im vertrautesten Verhältnißgestanden, melden, er solle sich um Mitternacht an einem bestimm-ten Platze hinter dem Gasthofe zum Hosenband einstellen, wo er mitihm zusammentreffen würde. Dort erfuhr Berkley die Vorgänge undden Fanatismus unter den Truppen. „Ihre Stimmung," sagte ihmWatson, „ist so, daß ich mein Leben aufs Spiel setze, indem ich hierherkomme; Jreton hat heute Nachmittag zwei Vorschläge gemacht; der einesollte Euch gefangen nach London liefern, der andere »erhing die Todes-strafe über Jeden, der mit Euch verkehren würde. Wenn der Königsein Leben liebt, so fliehe er ohne Verzug, wenn er die Mittel dazu hat."— „Glaubt Ihr, daß es gut sein würde, wen» ich die Briefe desKönigs für Cromwell und Jreton an sie abgebe?" — „Unterlaßt esnicht, sie könnten sonst argwöhnen, daß ich Euch ihre Pläne entdeckt habe."