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- Fig. 7 . und 8. sind Entwürfe zu sogenannten Mariasäulen, wie sie in manchen katholischen, Ländern fast jede Stadt zeigt} eine sehr schöne Art von religiösen Denkmalen, deren Ausführung demArchitekten und Bildhauer ein schönes Feld mannigfaltiger und reizender Erfindungen darbietet, undwelche leider nur zu oft von dem schlechten Geschmacke der Zeit, zu baroken und hässlichen Miss-gestalten gemacht wurden.
Tab. XXXVIII.
Die Denkmale, welche auf dieser Kupfertafel abgebildet sind, wurden als religiöse Zierden gros-.ser städtischer Plätze entworfen. Zwei davon, die Throne des Heilands, sind den reichen plastischenCompositionen nachgebildet, in welchen das Alterthum seinen Künstlern Gelegenheit gab, den ganzenReichthum der Kunst zu entfalten, um zur Verherrlichung der Gottheit Bildwerke aufzustellen, derendie Frömmigkeit des Volkes bedarf, und die der Gebildete und Denkende nicht gern entbehrt.
Die Figuren 3 bis 8 stellen Picdestale, Säulen und Stälen dar, welche zur Aufstellung auföffentlichen Plätzen bestimmt sind, und mit Inschriften, biblischen Stellen, Gesetzen und Geboten derKirche geziert, diese dem Volke gleichsam in Marmor und Erzschrift predigen.
Zur Förderung des Höchsten, was die Menschheit besitzt, des religiösen Glaubens und Gefüh-les, scheint uns dieses sowie es schon das Alterthum bewährte, ein wirksames Mittel, welches nichtvernachlässiget werden sollte.
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