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Dritter Band.
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Der Tempelbau.

bringt. Man vergleiche in solchen Beziehungen nur die Grund- und Auf-risse der regulären Tempelgattungen, wie sie auf Taf. XVI. neben einandergezeichnet stehen, obwohl der Maafsstab zu diesen Bissen nur sehr kleinist, und die Aufrisse (ohneSehattenangabe) blofs linearisch erscheinen; alsoin den Zeichnungen der Unterschied der Wirkungen weniger fühlbar wird.

Nach der Wahl der Säulenweiten kommt noch das Verhältnifs derSäulenhöhe in Betracht. Da nämlich jede Bauart einen Spielraum zuläfstfür höhere oder niedrigere Verhältnisse; so mufs dahin gesehen werden,dafs man bei den gröfsern Zwischenweiten die niedrigen, bei den engernZwischen weiten aber die höhern Verhältnisse der Säulen in Anwendungbringe. Dies sind übrigens allgemeine Gesetze, hund ich mufs daher inBücksicht des Ausführlichen hierüber auf mein Lehrbuch der Baukunst Ab-schnitt VII., verweisen.

§. 12 . Wir haben oben §. io. die Verhältnisse angegeben, wie Vi-truv dieselben für die Zelle und das Vorhaus zu einander bestimmt. Hie-bei konnte es aber auf den ersten Anblick befremden, dafs nicht zugleichauch die Verhältnisse für das Hinterhaus (Posticum) angegeben sind. Alleindieses hatte seinen guten Grund. Das Hinterhaus hat keine bestimmteGröfse zu der Zelle und dem Vorhause, sondern dasselbe wird bald grö-fser, bald kleiner nach der Säulenzwischenweite, welche bei der Anlage ge-wählt wird, wie schon die Bisse (Taf. XVI.) zeigen können. Um aber dieseVerschiedenheit noch deutlicher vor Augen zu legen, habe ich das hier bei-kommende Schema entworfen.

Tempelart.

Säulenweite.

Mittelste

Säulenweite.

Gröfse

der Zelle.

Gröfse des

Vorhauses.

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Gröfsedes Hinter-hauses.

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