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I. Abschnitt .
Geziertem "bestanden aus mehr oder weniger starben Platten von schönfar-bigen Marmorarten, welche man in sehr mannigfaltigen geometrischen Fi-guren zusammensetzte. Man nannte diese Art das Opus Sectile, und hie-von sind an verschiedeneneOrten sehr schöne Ueberreste gefunden worden^
Eine andere Art die Fufsboden zu machen, hiefs Opus Sculptnratum,welches blofs aus weifsen Marmorplatten bestanden zu haben scheint, wor-in man figürliche Zierden blofs in Linien einschnitt, und dann diese ein-geschnittenen Linien mit einem farbigen Schmelz ausfüllte. In dieser Artwar der Fufsboden in dem Tempel des Romulus und Remus, der den Planvon Rom vorstellte, wovon man jetzt die Fragmente im Museo Capitolinosieht. Der erste Fufsboden dieser Gattung zu Rom war in dem Tempeldes Capitolinischen Jupiter.
Etwas später, aber noch vor dem Cimbrischen Kriege, kam das OpusVermiculatum a.uf, welches darin bestand, dafs man die Fufsboden mit grö-fsern und kleinern Stücken farbiger Steinarten figürlich einlegte. Danntrat noch das Lithostroton, das eigentliche Mosaik, hinzu, in welcher ArtSy 11 a zuerst den Fufsboden in dem Tempel der Fortuna zu Praeneste be-legen liefs (Plin. 36, 60 — 64.). Bekanntlich war aber die Mosaik eineErfindung, die schon früher bei den Griechen im Gebrauch war. Zeich-nungen von den Fufsboden sehe man Taf. 46. in meiner Baukunst,
§. 27. Die viereckigen Tempel der Alten scheinen nicht blofs frü-her, sondern auch später allgemein wagerecht und mit hölzernem Balken-werk überdeckt worden zu seyn. Nur die äufsere Säulenstellung um dieTempel her mochte zum Theil schon früh mit steinernen Balken und Plat-ten überdeckt worden seyn; welches um so leichter geschehen konnte, dain der Regel die Säulen nur eine Zwischenweite von den Mauern abstanden.Hievon zeugen noch der Theseustempel in Athen, der des Mars in Rom ,der der Vesta in Tivoli, und andere in Baibeck und Palmyra. Wagerechtliegende Steinbalken im Innern kamen nach den Nachrichten nur in denPropyläen von Athen, und Eleusis , und dann in dem Tempel zu Phigalia vor.
Viereckige Tempel in Gewölbeform überdeckt sehen wir erst in denRömischen Monumenten, wie die Kreuzgewölbe im Friedenstempel, unddie Tonnenwölbung in dem Heiligthum der Venus und der Roma . EinTonnengewölbe hatte auch der zweite gröfsere Tempel zu Baibeck.
Was aber die runden Tempel betrifft, so scheint nie eine horizontaleUeberdeckung derselben statt gefunden zu haben, sondern immer die Ge-