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Dritter Band.
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Der Tempelbau . 43

Fenster zeigt, und eben allda, empfing auch der grofse Sonnentempel 6einLicht durch mehrere Fenster, die hoch in der Mauer angebracht waren(Taf. XV. 4, und g.). In Rom hat der Friedenstempel Fenster über undneben einander (Taf. XIII. 29.); und von den beiden runden Peripteren,der eine zu Rom und der andere zu Tivoli, hat jeder zwei Fenster zurRechten und zur Linken der Thüre, wovon man die wahre Einrichtungauf Taf. XVII. 11. und 12. ersehen kann. Auch der Tempel der KaiserinPlot in a zu Nismes, der aber zugleich als Richtersaal diente, empfing seineErleuchtung durch ein grofses Bogenfenster über dem Haupteingange (Taf.XIII. 31.).

So viel über die Lichtöffnungen der Tempel, in sofern wir sie ken-nen. Die Beleuchtung derselben durch Lampen und Kerzen läfst sich nurals Ausnahme denken. Eine ewig brennende Lampe hatte der eben ge-nannte Tempel der Minerva Polias zu Athen . Hängende Lampen gab esfreilich auch in andern Tempeln, und berühmt ist der Kandelaber mit dendaran hängenden Lampen in der Form eines apfeltragenden Baumes, denspäter Augustus in dem Tempel des Apollo Palatinus weihte (Plin.54, 8-). In jedem Fall aber bleibt Lampen- und Kerzenlicht um Gemäldeund Statuen zu sehen immer unzureichend, und unvollkommen.

Wenn es aber, wie wir es noch häufig in den Ruinen sehen, Fen-steröffnungen, um Licht in das Innere zu bringen, gab; wie verhielt es sichmit dem Schutz solcher Lichtöffnungen und Fenster in den Tempeln gegenRegen, Hitze und Unwetter? Die Antwort ist: man machte es wie beiuns: man setzte durchsichtige Tafeln und Scheiben in die Fenster ein. Hie-von kannten die Alten zwei Massen, ein Fossil, das Fraueng las, und daskünstliche Glas. Wir müssen aber in Hinsicht der alten Glaskunst auf diediesem Abschnitte beigefügte Beilage C verweisen.

§. 26. Von den Fufsboden haben wir ausführlich in dem 20. Ab-schnitt unserer Baukunst gehandelt, worauf wir die Leser verweisen müs-sen. Allerdings ist anzunehmen, dafs nach der Verschiedenheit der Zeitund des Vermögens auch die Einrichtung der Fufsboden in den Tempelnverschieden war. Indessen darf man nicht zweifeln, dafs das Prachtvollereund Schönere in dieser Art zuerst und hauptsächlich in den Gebäuden ge-macht ward, welche der Religion gewidmet waren.

Zu den gewöhnlichen Fufsboden gehörten die Estriche, und die, ausBackstein bestehende, ährenförmige Belegung nach Tiburtinischer Art. Die

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