Band 
Dritter Band.
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II. Abschnitt.

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nen sich auch Litria, die Gemahlin des Augustus, einfand. Fig. 7. « b.(Suet. in Aug. c, 4 - 4 * cf. Tacit. An. 4, 16.).

§. 10. Nach den Sitzen der Vornehmsten auf der Orchestra kamendie Sitzstufen auf den Keilen, Diese lagen so erhöht über dem Plane derOrchestra, dafs diejenigen, -welche die untersten Reihen auf den Keileneinnahinen, bequemlich über die in der Orchestra Sitzenden wegsehen konn-ten. Die senkrechte Höhe der Keile über der Orchestra betrug daher nichtweniger, als ein Sechstel von dem Durchmesser der Orchestra, und an die-ser senkrechten Höhe hin waren die Eingänge und Aufgänge angeordnet(Fig. 1. c ).

Die Keile, in welche die Sitzstufen durch die dazwischen laufendenTreppen eingetheilt waren, liefen nicht ununterbrochen von unten aufwärtsbis an die oberste Säulenhalle, sondern sie wurden durch Gurtungen abge-theilt, und eine solche Abtheilung hiefs ein Stockwerk (maenianum, wieman aus der Inschrift bei Marini frat. Arval. tav. 23. ersieht). In derZeichnung Fig. 1. und 2. haben wir nur eine Gürtung JD, und also zweiStockwerke angegeben; in der Zeichnung Fig. 4. und 5. aber zwei solcherGürtungen, wodurch die Keile in drei Stockwerke abgetheilt erscheinen.Auch siebt man auf den Gürtungen die Treppen angegeben, worauf mandie höhern Keile erstieg. Dergleichen Treppen kommen noch in den Rui-nen der Theater zu Stratonicea vor (Ion. antiq. T. III. PI. 36.) und zu Tel-messus (Choiseul Tom. I. P. 72.).

Der Treppen, welche zwischen den Sitzen laufen, und die sogenann-ten Keile abtheilen, sind in dem untern Stockwerke des Lateinischen Thea-ters sieben, welche sechs Keile einschliefsen, im Griechischen aber sechsTreppen, und eben so viel Keile (man sehe Fig. 1. und Fig. 4.), In denobern Stockwerken sind aber der Treppen und der Keile mehr, da nachoben zu der Halbzirkel sich immer mehr erweitert»

Hiezu bemerken wir blofs, dafs in den vorhandenen Ueberresten al-ter Theater erstlich die Gürtungen nicht in allen Vorkommen, und auchnicht überall die Sitzstufen durch dazwischen laufende Treppen in Keileabgetheilt sind. Ferner ist oft die Anlage der zwischen den Keilen lau-fenden Treppen willkührlich, und nicht nach dem Schema angelegt, wiesolches Vitruv in seinem Römischen und Griechischen Theater bestimmt.

In Rücksicht der Höhe und Breite der .Sitzstufen stimmen die Mo-numente wesentlich mit den Angaben unseres Autors, und in den Theatern