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11. Abschnitt.
Rom hat solcher Stockwerke vier). Diese Arcaden haben in der äufsernAnsicht gewöhnlich Halbsäulen oder Pilastei*, Und ziwär mit abwechselndenSäulenordhungen über einander. Dies geschah theils zur Verstärkung der•Massen, theils utn dem äufsern Bau einen desto gefälligem Charakter zugeben. Sio -sehen wir z.B. an dem Theater des Marcellus an den untern•Arcadeh die Dorische, und in der zweiten die Ionische Bauart, und diedritte, welche jetzt fehlt, zeigte ohne Zweifel die Corinthische, auf eineähnliche WeisO, wie wir solches noch am Flavisehen Amphitheater sehen.Ueberhaupt waren die Theater und'‘Amphitheater, und eben so die Umbau-ung des grofsen Circus in Rom in solchen Beziehungen nicht verschieden.
Im Innern dieser mächtigen Unlerbauungeti tagen die Treppen, wel-che nach den verschiedenen Abtheilungen der Sitze führten, und jede Ar-kade im Aeufsern bildete einen Zugang zu diesen Treppen. Deswegenpflegte man zuweilen jede Arkade über dem Sch'lufssteine mit einer Num-mer zu bezeichnen, welche Zahlen keinen ändern Zweck haben 'konnten,als den Eingehenden die Wege und Treppen nach den für sie ^bestimmtenPlätzen anzuweisen. Es giebt noch in den Sammlungen änfgefundene Mar-ken (Tesserae), auf welchen die Zahl der Arkade, die Abtheilung der In-nern Sitze, und die Sitzreihe verzeichnet sind. Durch solche Marken ka-men die Inhaber auf‘die für sie bestimmten Stellen , indem die Aufseheran jeder nöthigen Stelle die Theäterordnung bewachten, : und-‘so mochtennicht leicht Irrungen und Unordnungen entstehen. Durch die Menge derEingänge, und die für jeden Eingang bestimmten Treppen, die Ununterbro-chen nach den bestimmten Plätzen hinleiteten, ward das Gedränge unter sovielen Tausenden von Zuschauern sowohl hei dem Ein- als Ausgang ver-hindert.
Einige bildliche Zierden hatte manchmal der innere "halbzirkligeB.aum, nämlich an Stellen, wo sie die Zuschauer nicht wesentlich hindern-konnten. In dem ausgegrabenen Theater von Herculanum hat man nochdie Reiterstatuen entdeckt, welche zu sechs auf dem obersten Absätze er-richtet standen, wozu die beiden Balbi, Vater und Sohn, gehörten, jetzt imKönigl. Museum zu Neapel . Eine eigene Zierde hatte das Theater desFompejus. In der Milte des obersten Säulenganges stellte sich der Tem-pel der Venus Victrix den Augen dar, so dafs die gesammten Stufen vonder Orchestra aufwärts gleichsam als Vor treppen zu dem Tempel erschienen.Auch wird erzählt, wie der Kaiser Claudius von der Orchestra alle die