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Abschnitt,
halfen, indem die Sitze der Abgeordneten zwischen den Säulen auf Stufensich erhoben. An der schmalen Seite, dem Eingänge gegenüber, warenkeine Säulen, sondern allda die Statuen Jupiters, der Juno und Minerva aufgestellt; denn eine Curia galt auch als ein heiliges Gebäude. Man solltesich unter dem Vorstand höherer Wesen berathen.
Eine ähnliche Anordnung mit Säulen im Innern nahe an der Wandstehend, zeigt auch die neu aufgedeckte Curia zu Pompeji , und in dieserArt haben wir die Anlage der Curia Taf. XXI. Fig. 1 . B angedeutet. In Rom lag die Rednerbühne — die Rostra — zur Seite der Curia, aber in Pom peji findet sich die Spur der Rednerbühne vorn an der Treppe, wie wirsolche Taf. XXI. Eig. III. F, z andeuten.
Das P ry t an e um,
§♦ 10. Das Prytaneum kommt unter solchem Namen bei den Rö-mern nicht vor; und es ist nicht recht klar, wie sich bei den Griechendas Buleuterion und das Prytaneum zusammen verhielten. Sie lagen alsverschiedene Raue, beide am Forum, dies sowohl in Athen (Plut. in Thes.c. 24* Schol, ad Thucyd. 2. p. no.), als in Syracus (Cic. in ,Verr. 4,53 >)- Das Prytaneum ward in den Griechischen Städten als das Zentralhei-Jigthum angesehen, wo der Herd mit dem Tag und Nacht anhaltendenFeuer in einem besondern Gemache unterhalten wurde (Paus. 5, 15.). InAthen scheint dieser Feuerraum der Tholus gewesen zu seyn, der mit demBuleuterion zusammenhing. Hier opferten und speisten die Prytanen täg-lich, nämlich die fünfzig des Rathes der fünfhundert, die eben im Amtewaren (Paus. 1, 5. Pollux 1, 1. und 8» 15. Dionys, s. p. 93.).
Auch ward der Unterhalt in dem Prytaneum auf solche ausgedehnt,welche die Stadt ihrer Verdienste oder ihres Ruhmes wegen ehren wollte(Cic. de Orat. 1, 54. Liv. 41, 20,); und nach Herodot (6, 139.) läfstsich vermuthen, dafs auch fremde Abgesandten allda auf öffentliche Unko-sten bewirthet wurden. Daher kam es, dafs später selbst die Häuser derPrivaten, die sich gastfrei zeigten, den Namen Prytanea erhielten (Plut.Symp. tom, VIII. 4. p. 651. und in Lucull. c. 42. ed. Reiske.).
In Athen diente das Prytaneum auch in gewissen Klagesachen als Ge-richtshof (Plut. in Sol. c. 19. cf. Pollux 8, io.). In unserm Grundrifsdes Griechischen Forum sind der Tholus und die Speisesäle des Prytaneummit JE, c, d bezeichnet.