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Dritter Band.
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PL Abschnitt .

»och Ruine», nämlich die sogenannten Tempel der Venus und der Diana,vorhanden, welche solche Form haben, und als Badesäle dienten. Als Ba-ptisteria lassen sich ferner ansehen der Ruin, welcher in Rom unter demNamen Tempel Aci Minerva Medica bekannt ist, und der sogenannte Tem-pio della Tosse unter Tivoli.

Später gingen solche Badeteiche unter dem Namen Baptisterium auchauf die Christen über. Denn indem die Taufe ursprünglich nicht durchAnsprengen, sondern durch Eintauchen ertheilt wurde, war ein Wasserteichnöthig, worin die Täuflinge untertauchen konnten, wie wir jetzt noch sol-che Vertiefungen in den ältesten christlichen Baptisterien, in dem des Con-stantin zu Rom , und in dem zu Nocera de Pagani zwischen Neapel undSalerno sehen. Auch später noch wurden mehrere andere der Art erbaut,wie die zu Ravenna , Florenz , Pisa , Parma und andere. Zuweilen hattensolche Gebäude noch eine Säulenstellung im Innern, welche die Kuppelstützten, und mit einem Umgang (Schola) zwischen den Mauern und derSäulenstellung versehen waren (vergl. Gesch. der Bauk. Taf. XV. Fig. io.).

§. 8 Mit den Badesälen waren gewöhnlich die Räume verbunden,in denen man bei trockener Hitze zu schwitzen pflegte. Diese Art desSchweifstreibens scheint von den Spartanern ausgegangen zu seyn. Dahereine Gattung solcher Schwitzräume den Namen Laconicum erhielt, und voneigenthümlicher Form war. Es gab aber hiezu noch eine andere Art vonRaum, der bei Vitruv (5, 11.) unter dem Namen Concamerata Sudatiovorkommt. Dieser Schwitzsaal soll doppelt so lang, als breit, und in derWendung das Laconicum angebaut seyn (Taf. XXIV. Fig. I. c, d). Den la-conischen Schwitzraum aber beschreibt Vitruv (5, 10.) auf folgende Weise:so breit er ist, so hoch soll man die Wand umher führen bis an denuntersten Rand, wo die halbzirkeliche Kuppel aufruht; und in der Mittedieser Kuppel werde eine OefFnung gelassen, unter welcher an Ketten einerzener Schild hängt, durch dessen Anziehen, und Senken der Grad derWärme regulirt wird. Der Raum aber scheint deswegen zirkelrund ange-legt werden zu müssen, damit von der Mitte aus die erwärmte Luft, unddie Hitze gleichmäfsig zirkulire.

Eine Bestätigung der runden Form des Laconioums giebt die Stelle,wo Vitruv (7, 10.) die Einrichtung des Baues beschreibt, worin der Rufsaus verbranntem Harze gewonnen wurde, um daraus die schwarze Farbezu bereiten.