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zum Belegen der Fufsboden und der Badeteiche, zu Badewannen aus einemStücke geben uns nicht nur die Ueberreste anschauende Beweise, sondernauch die Schriftsteller werden nicht müde, von solcher verschwenderischenPracht zu sprechen, und dies nicht blofs in öffentlichen, sondern auch inPrivatanstalten dieser Art,
Seneca (Ep. 8 6 *)» über den übermäfsigen Aufwand seiner Zeit kla-gend, schreibt: „ein Jeder däucht sich ärmlich und schmutzig, wenn dieWände seiner 'Bäder nicht von grofsen Tafeln der seltensten Marmor glän-zen, wenn der Alexandrinische nicht im Gegensatz des Numidischen steht,und künstliche Bemalung die Marmor nicht noch mehr hervorhebt; — wennvon den Wölbungen nicht die Gemälde in Mosaik schimmern; wenn nichtder Thasische Marmor — früher nur eind'Zierde in diesem und jenem Tem-pel — unsere Schwimmteiche ganz umgiebt, und silberne Hähne das Was-ser zuführen. Dann wieviel der Statuen, wieviel der Säulen, die nichtsstützen, sondern blofs des Aufwandes wegen hingestellt sind. Selbst rau-schende, stufenweise herabrollende Wasserfälle dürfen nicht fehlen. Diegröfsten und breitesten Fenster müssen den ganzen Tag über die Sonne auf-nehmen; denn wer glaubt zu baden, wenn er dabei nicht in dem glänzend-sten Lichte erscheint, und vom Badeteiche nicht die Aussicht auf Feld undMeer hat?“ —
In diesem vornehmen Geschmack war das Bad des Hippias ange-legt. Die seltensten Marmor : der grüne Lakonische, der Synnadische, derNumidische, bekleideten die Wände von unten bis an die Decke. Nebsteiner Sonnenuhr war auch ein Wassertriebwerk vorhanden mit der Einrich-tung, dafs ein Geräusch die Stunden anzeigte. Auch war in den Thermendie Einrichtung, dafs man durch das Anziehen einer Glocke die Stunde an-zeigte, wenn die Bäder warm waren, und die Kampf- und Spielübungenaufhören sollen (cf. Mart, Epig. 14, 163.).
Unter den Privatbädern zeichnete sich das des Claudius Etruscusaus, wovon Statius (Sylv. 1, 5.) und Martialps (Epig. 6, 4 2 «) uns dieBeschreibung hinterlassen haben, und eine Bestätigung dessen sind, was Se-il e ca im Allgemeinen über den verschwenderischen Aufwand in Hinsichtder Bäder seiner Zeit sagt,
§. 25. ln dem Abschnitte der Gymnasien und Thermen verdientauch der Bau der öffentlichen Hallen eine Erwähnung. Denn ein mäfsigesGehen und Lustwandeln läfs.t sich gar wohl als .einen Theil der Gymnastik
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