VIL Abschnitt ♦
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silfk nickt drei- sondern nur einschiffig; die Bibliothek enthält nur zweimäfsige Säle; unter den Speisesälen kommt weder der viersäulige, nochCorinthische, noch Aegyptische vor (wovon wir die Muster in das Grie-chische Haus verlegt haben). Auch sind die Gemäldesäle hier weggelassen.Die Bäder enthalten nur die nothdürftigen Theile ohne gesuchte Pracht.Der Gesellschaftssaal stellt sich in der einfachsten Form dar, und so auchdie Hauskapelle — Lararium — u. s. w.
Wir kommen zur Zeichnung: das Yorhaus, das Atrium mit den Flü-geln und dem Archiv, die Peristylien folgen sich hinter einander. Diesenehmen in jedem Hause die Mittellage ein, uud bilden die Theile, welchejeder zu betreten und zu sehen berechtigt war. Die andern Räume stellensich um eine solche Zentrallage her, und zwar läfst sich den meisten wie-der mit Sicherheit ihre Stellung dadurch anweisen, dafs sie zu ihrem zweck-mäfsigen Gebrauch die Beleuchtung von einer bestimmten Himmelsgegendhaben mufsten.
An der Ostseite lagen der Frühlings- und Herlutspeisesaal, das Schlaf-gemach, das Empfang-, Arbeits- und Studirzimmer des Hausherrn, und dieBüchersäle. Nach Norden tritt der für die Sommermonate bestimmte Cy-zicenische Speisesaal vor, welcher durch Fenster bis auf den Fufsboden dieAussicht auf die grünesten Gartentheile hat. Daneben liegt einerseits dasLararium zur Bekundigung der Frömmigkeit des Hausbesitzers gegen dieGötter, und anderseits der grofse Arbeitssaal des weiblichen Gesindes, an-liegend an den andern Wohnzimmern der Hausfrau an der Nordwestseite.An der Westseite liegt auch der grofse Gesellschaftssaal, und dann der Win-terspeisesaal und weiterhin die zum Bade erforderlichen Räume an dersüdwestlichen Seite.
Der Basilik ist keine bestimmte Himmelsgegend angewiesen. IhreLage gegen Mittag läfst sich aber um so weniger bezweifeln, da wir ausVitruv wissen, dafs auch die öffentlichen Basiliken an den wärmsten Stel-len angelegt zu werden pflegten. Die Wohnungen für die Kinder von bei-den Geschlechtern und ihre Erzieher scheinen in den obern Stockwerkeneingerichtet gewiesen zu seyn, doch getrennt: die Töchter über der Woh-nung der Mutter, und die Söhne über der des Vaters.
Kleinere Räume zwischen den gröfsern Abtheilungen finden sichüberall durch das Haus zerstreut für die Dienerschaft und Aufsicht. Vor-züglich boten die kleinen Höfe zur Rechten und der Linken des Atrium