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Dritter Band.
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VII. Abschnitt.

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ticus 3 er sich in der Gestalt des Buchstabens O umherzieht, und einenzwar kleinen, aber ergötzlichen Hofraum einschliefst, bei stürmischer Wit-terung ein angenehmer Aufenthalt, denn Glasfenster (Specularia) dienen ihmzum Schutz, und noch mehr das vorragende Traufgesimse der Dachung.In der Mitte desselben stöfst ein freundlicher Saal (Cavaedium) daran 3);dann ein ziemlich schöner Speisesaal Triclinium der gegen den Strandausläuft, und wenn der Südwestwind die See hebt, von den schon gebro-chenen und letzten Wellen leicht bespült wird. Ueberall hat er Thüren,oder Fenster nicht kleiner als Thüren, und giebt also von den feiten undvon vorn die Aussicht gleichsam auf t drei Meere. Blickt man rückwärts;so stellt sich dem Auge der Saal, der Säulengang, der Hof, wieder derSäulengang, dann das Vorhaus, die Waldungen und die entfernten Berge dar 4).

Zur linken Seite des Speisesaals, ein wenig mehr einwärts, kommtein grofses Zimmer, dann ein anderes Kleineres, da3 durch ein Fenster dieMorgensonne aufnimmt, und durch ein anderes die Abendsonne an sich hält.Durch dieses hat man etwas entfernter, aber desto ruhiger die Aussicht aufden vorliegenden Spiegel der See. Durch die Stellung dieses Zimmers undjenes Speisesaales bildet sich ein Winkel, der die reinste Sonne aufnimmt

und entzündet. Hier ist der Winteraufenthalt, hier der Uebungsplatz _

Gymnasium der Meinigen. Hier schweigen alle Winde, aufser denen,welche die Regenwolken herbeiführen, und früher die reine Luft trübe^als den Aufenthalt an dem Orte stören 5),

An diesen Winkel stöfst ein in Gewölbeform überdecktes Zimmer,das mit allen seinen Fenstern dem Laufe der Sonne folgt, und, einer Bi-bliothek gleich, Wandschränke hat, mit Büchern, mehr zum Durchblät-tern , als zum Lesen bestimmt 6). Daran liegt ein Schlafgemach vermit-telst eines Zwischenganges, der unter dem Fufsboden erheizt, durch Röh-ren die empfangene Wärme auf eine dem Körper behagliche Weise hin undher zirkuliren läfst 7). Der übrige Thejl dieser Seite ist zum Gebrauchfür die Freigelassenen und Sklaven eingerichtet; aber die meisten Zimmersind so reinlich und freundlich, dafs auch Gäste darin aufgenommen wer-den können 8)>

Auf der andern Seite kommt ein sehr schön geschmücktes Zimmer,und dann entweder ein grofses Zimmer, oder ein mäfsiger Efssaal, der vonder Sonne angenehm erleuchtet die Aussicht auf das vorliegende Meer hat.Hinter demselben liegt eine Stube mit einem Vorzimmer, sommerlich durch

ihre