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Roggwyler-Chronik oder historisch-topographisch-statistische Beschreibung von Roggwyl, im Ober-Aargau, Amts Aarwangen, Cantons Bern / bearbeitet und herausgegeben von Johannes Glur
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155
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Ortsbeschreibung

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Das Dorf Roggwyl liegt in einem Halbkreise nördlicham Abhänge deöBergS", theils auf einer Ebene; theiltfich in das Ober - und Untcrdorf; macht mit KaltcnherbergKilperg, Boägcrten und MooS eine Kirch- und Burgcrge.mciudc, und zählte 1786 132/ 1823 141 Wohnhäuser,

17 Stock, 43 Speicher u. a. dgl. Gebäude, 1828 195Wohngebäude, wovon 3 von Stein, 20 mit Rieg, die übn«gen ganz mit Hol; gebaut, so mit Ziegeln, die andern mitStroh gedeckt und 2 mit Blitzableitern versehen sind. Fernerbefinden sich hier 14 gemeine Waschhäuser, 14 Speicher,1 HirSstampfe und 1 Reibe.' (-4°. 1829 ist das Gesetz zuallgemeiner Einführung der Ziegeldächer aufgekommen.)

Der ehemalige Ritterhof war nichts anders als einBauernhof, bestund aus 5 Scheuren und einer Handmühle.Dieser Hof war wahrscheinlich mit einer Mauer umgeben;hier und da werden noch Spuren von Grundgemäuer entdeckt.Wenn cS in alten Urkundenbei der Scheür zu Roggwyl"heißt, so ist darunter nur dieser Hof zu verstehen. Im Um-fange dieses RittcrhofS stehen gegenwärtig die Kirche, dasSchulhauS, das Pfarrhaus und 21 andere Gebäude. AllesLand im Ritterhof ist frei (s. Seite 139).

In ältern Zeiten hatten die Noggwyler ihr eigenesKilchli oder Filial-Capelle in deö BenjöriS, jetzt WeberjokobSBaumgarten. 1664 wurde die jetzige Kirche erbaut;daselbst war ein Baumgarten.

Der Kirchhof oder Todtcnacker ist für das Bedürfnißder gegenwärtigen Bevölkerung zu beschränkt, zumal auch in10 Jahren die ToLtenleiber, vorzüglich obenaus längs demBach, nicht in gehörige Verwesung kommen.

^0. 1801 erkennt: Die um den Kirchhof herum ge-setzten Bäume, so wie auch die, welche noch zu versetzenfind, wegzuthun.