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Roggwyler-Chronik oder historisch-topographisch-statistische Beschreibung von Roggwyl, im Ober-Aargau, Amts Aarwangen, Cantons Bern / bearbeitet und herausgegeben von Johannes Glur
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( 1362 ?) 1499 hat man in Bern zuerst angefan-gen/ Batzen zu münze»/ die wegen dem Bären/ so man da-rauf geprägt/ Bätzen genannt worden. Alle andern Batzenstnd den Bernbatzcn nachgemacht worden. 1816 hatte dieBerner-Regierung den Bär auf die franz. Neuthaler stempelnlassen. 1820 hatte dieselbe alles andere Schwcizergcldunter einem Frankenstück verboten. ^°. 1826 wurde zwischenden eidgenössischen Ständen Bern / Basel / Aargau , Waat/Solothurn und Frciburg ein Münz-Concordat errichtet/ undzugleich die helvet. Münze/ so wie die aller andern nicht con-cord. Stände außer Curs gesetzt. Unter den fremden Silber-sorten sind gegenwärtig am meisten im Umlauf: baierischcund Brabäntcr Thaler zu Btz. 40 / und franz. Fünffranken-Stück zu Btz. 35 .

An Verschönerung im Dorf und um das Dorf herumist seit 4 o I. viel gearbeitet worden; jedoch ist diese wenigerunmittelbare Wirkung des Gefallens am Schönen/ als viel-mehr die Folge bequemer und nützlicherer Einrichtungen.

Auf waschen und fegen auswendig an den Wohnungenhaltet der Roggwyler nicht viel; bei Wenigen geschieht diesesjährlich einmal. Eben so wenig haltet man hier auf Auf-räumen und Aufputze» um die Häuser selbst; daher an garvielen Orten die HauSplätze mit Holzträmeln und Steinhaufenunordentlich durch einander verlegt/ durch Koch und Löcherfast unzugänglich gemacht sind/ und die für das Wohlseinso nöthige reine Luft durch Güllenlöcher und Misthaufen/oft nahe an der Küchethür/ verpestet wird. Wo noch Ord-nung in einem HanS herrscht/ da wird doch wenigstens jedenSonnabend/ dem Sonntag zu Ehre«/ vor dem Haus »ge-wlischt" und die Bank gefegt.

Vor 20 I. hatten die Wege im Dorf und auf dem Feldüberall scheüßlich ausgesehen/ kothig/löcherig/ und mit Häg und Stauden decngt; jetzt sind diese viel verbessert und mitmehr Fleiß gewartet. Ueberaü im Dorf sind jetzt die Allmentund alle öffentlichen Plätze verbauen oder eingehägt: wie ver-stohlen schleichen an manchen Orten die schmalen Wege zwi-schen den Wohnungen/ den Obst- und Pflanzgärten hindurch.