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Roggwyler-Chronik oder historisch-topographisch-statistische Beschreibung von Roggwyl, im Ober-Aargau, Amts Aarwangen, Cantons Bern / bearbeitet und herausgegeben von Johannes Glur
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291
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Air ordentlichen Steuern, Geld- und Erd-Zinsen sindnach einem mittlerm jährlichen Betrag zusammengelegt wor-den 150,000 Kronen, (Zehnten, Bodenzinse, Ehrschatz, un-gerechnet).

Die HauS-Affecuranzsteuer während 25 Jahren zu 4 oKronen jährlich, beträgt 1000 Kysi.; die Erhaltung desWucherstiers zu 40 Kronen jährlich machen 3200 Krn., zu-sammen angenommen 4 ooo Krn.

Ferner beträgt die Erhaltung einer mittlern Anzahl von1000 Personen zu 4 o Krn. jährlich angenommen, in 80 Jah-ren zusammen eine Summe von 3,200,000 Krn.

Für Tabak und „Brönz" gehen jährlich aus dem Dorfe2600 Krn.; 1433 brauchten die Roggwyler 280 CentnerSalz, zu Fr. 10 angenommen, macht in 80 1 . 280 ,000 Krn.

Demnach ist anzunehmen, daß in den letzten 80 Jahrender Landbau in hiesigem Bezirk, die Weberei, Handwerkeund etwas Handel mindestens 3,500,000, zuvcrläßiger aber4 Millionen Krn. abgetragen haben.

Gute Zeit.

Es ist schwer, eine solche Periode in der Roggwyler-Chronik aufzufinden. Jede Zeit, die durch einige gute Un-tcrnchmungen und Handlungen denkwürdig ist, kann auchwieder durch schwarze Thaten verdunkelt sein. Wenn über-einstimmendes Handeln der Bürger mit Selbstaufopferungzu gemeinnützigen Zwecken eine gute Zeit bezeichnen, so wa-ren zu Roggwyl vor Allem die Perioden während der Pfarr-stiftung ( 1664 ), der Verbesserung in der Verwaltung (1670und 1819 ), des Kirchthurms- und SchulhauSbaueS — wirk-lich gute Zeiten.

BSse Zeit.

Bös ist immer die Zeit, wo Einzelne ihre Hände im-mer im Gemeindseckcl haben; wo Familienherrschaft undBeamten-DeSpotismuS den gemeinen Mann zu Boden drückt;wo Advokaten-, Landjäger- und Gemeindschreibcr-Zwang undTyrannei den Bürger schrecken, würgen und auSsaugcn. DieRoggwnlcr haben zu allen Zeiten böse Tage erlebt. VorAllem war der Druck und die Gewaltsherrschaft in der Ge-

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