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III. Cap. Erster Abschnitt.
Die riesenhafte Größe vieler Felsblöcke dieser Schutt-massen , die große Entfernung derselben von ihrem muthmaß-lichen Stammort, und die bedeutende Höhe über dem Thal-grunde , auf der wir sie oft finden, haben seit längerer Zeitdie Aufmerksamkeit unserer ersten Naturforscher auf sie hin-gezogen. Die Ueberzeugung, daß die heutigen Gewässer auchin ihren stärksten Anschwellungen nicht im Stande seyen,solche Massen aus den hinter« Alpenthälern bis auf die höch-ften Rücken des Jura zu wälzen, drängte sich jedem auf,der das Phänomen auch nur oberflächlich beobachtete. Manließ daher die Blöcke durch Meeresfluthen von den Alpen los-reissen, man dachte auch an Gletscher oder schiefe Ebenen,die von den Alpen sich bis an den Jura erstreckt hätten,oder man nahm EiSinseln zu Hülfe, die zur Zeit der MeereS-bedeckung von den Alpengletfchern sich losgelöst, und mitSchutt beladen nach Norden getrieben hätten; noch Andereglaubten die Blöcke durch vuleanische Kräfte von den Alpen -gipfeln in die Ferne geschleudert, oder an Ort und Stellemitten durch die neuern Felslager aus der Tiefe hervorge-stoßen. Wie immer haben indeß nur diejenigen Geologendas Problem seiner Auflösung näher gebracht, welche nichtnur ihre Einbildungskraft, sondern vorher die Natur be-fragten.
Der große Saussure bemerkte zuerst, daß diese Ge-schiebe sich gegenüber den großen Alpenöffnungen am gehäuf-testen finden, und daß sie nur in diejenigen Jurathäler ein-dringen, welche gegen die Alpen nicht verschlossen sind. Hie-mit waren bereits die Alpen als ihr wahrer Stammort undmächtige Ströme als ihre Träger bezeichnet. Seine Mei-nung war, daß bey dem plötzlichen Rückzug des Meeres,la grande debacle, die scl-nell abfließenden Fluthen tiefeThäler eingegraben und mit Alpenschutt ausgefüllt hätten,durch die langsamer nachfiießenden Wasser seyen dann die
Voyages l. ch. 6 et 7.