Diluvial - Formationen. 231
nicht in's Unbestimmte gesteigert/ und keineswegs etwa dieBildung der großen Querthäler ihnen allein zugeschriebenwerden. Aber so hoch wie am Chasseron liegen die Blöckenirgends mehr am Jura, keine alpinischen Geschiebe find soweit wie die des Wallis von ihrem Stammort weggeführtworden/ in allen seinen Wirkungen zeigt sich der Ausbruchdes Rhonethals nicht nur als das letzte/ sondern auch alsdas furchtbarste und ausgedehnteste Ereigniß/ das in denspätern Zeiten der Vorwelt die Schweiz betroffen.
Zweyter Abschnitt.Alluvial-For Marionen.
Meine Beobachtungen über diesen Theil unserer Geognosiesind zu beschränkt und von zu localem Interesse/ als daß ichdiesem Abschnitt die Ausdehnung geben könnte/ zu der dieBetrachtung der Diluvial-Bildungen angewachsen ist; auchmöchte ich ihn gewissermaßen nur alö ein Schema zur Ein-reihung künftiger Untersuchungen betrachtet wissen.
Die Formationen/ deren Bildungsproceß noch in unsernZeiten fortdauert / lassen sich eintheilen/ einerseits in die reinmechanische«/ theils durch die Schwerkraft bewirkt/ Trüm-mer-und Schutthalde»/ theils durch die Gewässer/ Kies-/Sand - und Lehmbänke der Flüsse und Bäche/ andrerseits diemehr chemische«/ theils unorganische/ durch Verwitterungentstandene Sand-und Gruslager, Ablagerungen von Kalk-tuff, theils organische, Torfmoore, Dammerde. Insoferndas Wasser, als Theil der Erdrinde, mit in's Gebiet derGeognosie gezogen wird, kann man in der Classe der durchdie Schwerkraft bewirkten mechanischen Bildungen auch dieQuellen unterbringen, die sonst ganz isolirt stehen würden
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