232 III. Cap. Zweyter Abschnitt.
Von allen diesen Formationen werde ich indessen nur derjeni-gen besonders erwähnen/ die mit unserm Hauptgegenftand innäherer Berührung stehe«/ oder die etwas unsern GegendeüEigenthümliches darbieten können.
i. Quellen.
Die Molasse-Formation ist im Allgemeinen der Bildungder Quellen sehr günstig/ da die Nagelfluh sowohl als dieMolasse daö Wasser ziemlich leicht durchzieh« lassen/.und dienicht seltenen Lager von Thon/ Mergel oder fester Molasse/wozu besonders auch die dünnen Thon-oder Mergelhäutchengezählt werden müssen/ die oft zwischen zwey Schichten liegen/dasselbe der Oberfläche zuleiten/ indem ste sein tieferes Ein-dringen hindern. ES ist auffallend/ wie sehr viel reicher anQuellen diejenigen Thalwände stnd/ die im gleichen Sinn wiedie Schichten falle«/ als die/ welche ihre Köpfe zeigm.
Die Nagelflnh/ wenigstens die mit Molaffe wechselnde/scheint vom Wasser leichter als die Molasse durchdrungen zuwerden/ denn die Mehrzahl der Quellen findet man an deruntern Ablösung der Nagelfluh (Belpberg , Julimont)/ seltenan ihrer obern. So verhalten fich auch die der Nagelfluhähnliche«/ nur noch loser«/ Diluvialkieslager/ und die Quel-len bezeichnen daher ziemlich sicher die obere Grenze der Mo-lasse/ wo die Vegetation keine unmittelbare Beobachtung ge-stattet / (z. B. am linken Aarufer von Bern bis zur Neubrück).Im KieSgrund muß daS Wasser oft durch Sodbrunnen ge-sucht werden. In den meisten Fällen mag dieß Abfließen derWasser , längs der obern Ablösung der Molasseschichten / sei-nen Grund mehr in der starken wasserhaltenden Kraft derSleinart , und in der hiedurch bewirkten Ueberfüllung der-selben/ als in ihrem Mangel an Porosität haben.
Daö Quellwasser ist in den meisten Fällen ziemlich rein.Seine gewöhnlichen Bestandtheile find/ nach den wenigen