236 III. Cap. Zweyter Abschnitt.
oberhalb Lützelflüh / ,itt denen man das Gold findet/ und esleidet wohl keinen Zweifel/ daß fie eS dem dortigen Molasse-und Nagelfiuhgebirge entreissen. Stehn vielleicht die im Em-menthal so häufigen grünen Granite damit in Verbindung/und ifi auch hier das Gold aus der Zerstörung eines por- ;phyrarttgen Syenit - und Grünsteingebirges hervorgegangen ? ■
3. Kalktuff. j
Die Menge des in der Molasse' enthaltenen Kalks istUrsache / daß an vielen Stellen die Wasser/ die längere Zeit 1
durch die Molasse durchgefintert find/ durch starken Fall auf ,
unebnem Boden/ oder durch Hinumertropfen / ihre Kohlen- !säure fahren lasse»/ und einen durch Eisen etwas bräunlichgefärbten Kalk-und Mergeltuff absetze»/ gewöhnlich als einziemlich festes / zelliges und poröses Gestein/ das häufig/ be-sonders zu Wasserbauten/ benutzt wird/ zuweilen als erdige/lose Tuffsandmassen/ auch als Stalaktiten und als dicker Ue-berzug anderer Körper/ z. B. Holzreiftk/ dann mit con-eemrischen Ringen und strahliger Textur/ braun und durch,scheinend.
Wie überall findet man sehr oft Stücke von Holz/ Blät-rer/ MooS / seltner Schnecken in den Tuff eingeschlossen/oft auch nur ihre Abdrücke. Die Pflanzen und Schneckengehören immer den noch gegenwärtig in der Gegend einhei-mischen Arten an. — ES find überhaupt keine Anzeigen vor-handen/ daß unser Tuff von so hohem Alter sey/ wie z. B. derim Gothaischen/ wenn nicht vielleicht die beträchtliche Dicke/ .die an mehrern Stellen (Toffen / FultigeN/ Reichenbach)seine Ablagerungen erreicht haben/ dahin deutet. Meistensdauert die Tuffbildung noch gegenwärtig fort.
4. Torfmoore.
Die hüglichte und niedere Schweiz ist reich an mehroder weniger ausgedehnten und tiefen Mooren , in denen ein