Buch 
Beyträge zu einer Monographie der Molasse, oder geognostische Untersuchungen über die Steinarten und Petrefacten, die zwischen den Alpen und dem Jura gefunden werden : mit besonderer Rücksicht auf den Canton Bern und die angrenzenden Theile von Freyburg, Luzern und Solothurn / von B. Studer
Entstehung
Seite
289
JPEG-Download
 

289

Süßwaffer - Formationen.

nious meines Vaters/ einer dem L. ovatus genäherten Art/mit ganz abgeplatteter Spitze/ die sich im Boden-See findet/nicht zu unterscheiden. Kaum über 5 mm lang.

10 . Paludina.. Die Form des Mundes ist deutlich zuerkennen. Gestalt und Größe sonst die der L. peregra.

Von Bivalven gar keine Spuren.

DaS Courtthal ist nicht das einzige im Jura/ das Süß-Wasserbildungen enthält/ und in mehreren stehen dieselbenvielleicht ebenfalls mit Molaffe in Verbindung. Der Kalkdes Dilllngerberges bey Bafel sieht dem von Boudry undSorvilier täuschend gleich/ und der Sandstein/ der ihn/ nachHrn. Merians Karte/ im Norden umschließt/ möchte wohlauch, wie der von Bottmingen / der Molaffe--Formation an-gehören. Der Süßwäfferkalk von Loele unterscheidet sichdurch seine Hornsteinlager und Opale; auch scheint im gan-zen Thale keine Molasse vorzukommen.

O e n i n g e n.

Ich glaube endlich/, ungeachtet mehrerer abweichenderVerhältnisse/ die eher auf Analogie mit den Braunkohlelagerndeuten/ auch die berühmten Kalkschiefer von Oeningen mitdieser Gruppe vereinigen zu können. Die Steinbrüche liegenauf dem Rücken eines Hügelö/ der aus lockerer oder ehersandiger Molaffe besteht/ die hier aus dem Thurgau her überden Rhein setzt und sich bis in'S Hegau ausbreitet. Sie istan mehrern Stellen röthlich gefärbt/ wie von buntem'Mergel.Auch die Höhe über dem Steinbruch/ der Schienerberg , istMolasse/ und enthält nach Hrn. Brongniart Zwischenlagerdon Nagelfluh. An der Nordseite/ gegen Bahlingen / kehrtdieser breite Rücken dem Hegau steile/ nackte Felsen zu/deren nähere Untersuchung vielleicht über die Richtigkeit der

19