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Beyträge zu einer Monographie der Molasse, oder geognostische Untersuchungen über die Steinarten und Petrefacten, die zwischen den Alpen und dem Jura gefunden werden : mit besonderer Rücksicht auf den Canton Bern und die angrenzenden Theile von Freyburg, Luzern und Solothurn / von B. Studer
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IV. Cap. Dritter Abschnitt.

Dagegen sind sie von einem Cerithium aus Piemont, dasdem Museum angehört, und das ich auch für C. plicatumhalten muß, nicht zu unterscheiden. Alle unsere Exem-plare sind zerbrochen, die größten mögen Zollang gewesenseyn.

In der Sammlung von Hrn. Ziegler und Zehender hierin Bern fand ich eine gebleichte Turritelle, mit der auf dieSchale geschriebenen Aufschrift:ab dem Berge Moron imBaslerbieth", und ich zweifle nicht, daß dieß einer der Tur-biniren vom Moronberge sey, von denen Grüner spricht. EStrifft diese sehr gut erhaltene, nur gebleichte Turritelle, diein vollkommnem Zustande bey 80° lang gewesen seyn mag,in jeder, Rücksicht mit T. imbricataria nberein.

In diese Gruppe muß ich auch die kürzlich von Hrn.Pros. Merian beschriebenen Petrefactenlager der Molassevon B a se l und der Lettgruben von B o t t m i n g e n und B i n-ningen setzen. DaS Cer. plicatum kömmt auch hier vor,überdieß eine Menge von Austern, von denen viele sich der0. edulis nähern, endlich Baianus miser. Hr. Merianbemerkt auch, er habe auf der öffentlichen Sammlung inBafel sehr wohl erhaltene Exemplare des Cerith. plicatumauö dem Bisthum Basel (wahrscheinlich von Court) gefun-den, und, wofern mein Gedächtniß mich nicht täuscht, soglaube ich in der Bernouillischen Sammlung zu Basel aucheine Turritella imbric. von Court gesehen zu haben. Bey-des verbürgt die Richtigkeit unserer obigen Bestimmungenund der angeführten Fundorte. Die fossilen Conchylienvon Bottmingen , so wie die von Court sind nur calcinirt,und fast so gut erhalten, als die des Grobkalks von Paris ,oder die aus Italien . Ich habe diese vollkommne Erhaltungin keinen andern Lagern der Molasse , weder am Längenbergund Belpberg, noch zu St. Gallen wiedergefunden.