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Beyträge zu einer Monographie der Molasse, oder geognostische Untersuchungen über die Steinarten und Petrefacten, die zwischen den Alpen und dem Jura gefunden werden : mit besonderer Rücksicht auf den Canton Bern und die angrenzenden Theile von Freyburg, Luzern und Solothurn / von B. Studer
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406
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406 Schlußbenierkungen.

aber doch sehr geschwächt und auf geringere Massen beschränktwar. Aus dem Vorkommen der Süßwasser- und Land-thierüberrefte mitten zwischen Meerablagerungen haben wirvorhin auf eine geringe Höhe des Meeresspiegels und auf dieNähe von Land geschlossen, sey eS, daß während jenem Zeit-raum wirklich Meer und Land neben einander bestanden, wasden bisherigen Beobachtungen hinreichend entspricht, oderdaß durch abwechselnde Hebungen und Senkungen des Bodensder nämliche Fleck Landes bald trocken gelegt, bald wiedervom Meere bedeckt ward, wodurch ein Alterniren von Süß-waffer- und Meerlagern erklärt werden könnte, wenn je dieBeobachtung von Sorvilier weitere Folge erhalten sollte.

Die starken Fallwinkel in der Molasse-Formation sindnur durch gewaltsame Veränderungen der Schichtenlage zuerklären, und die Gleichförmigkeit des Fallens längs derganzen Alpenkette, die genaue Verbindung, in der es zu derSchichtenneigung der Kalkgebirge steht, die.Spuren endlich,die wir von diesem Zusammenhang auch in der Nähe desJura und in seinen innern Thälern bemerken, deuten aus einsehr großartiges Phänomen, an dem ein beträchtlicher Theil derAlpenkette, wenn nicht die ganze, und alle ihre nähern Um-gebungen Antheil genommen haben müßen. Die Fallwinkelwerden immer stärker, je mehr man stch den Alpen nähert,und in den Gebirgen, die an den Kalk anstoßen, ist dieStörung der frühern Schichtenlage am auffallendsten. Aufallen Hügeln der niedrigen Schweiz, im Seeland, im Aar-gau, durch die Cantone Zürich und Thurgau bis in's südlicheDeutschland sehen wir den Muschelsandstein in wenig ver-änderten Verhältnissen, auf ziemlich gleicher Höhe, oft ganzhorizontal, oder auf horizontaler Grundlage, in der subalpi-nischen Gruppe dagegen zeigen stch zwischen verschiedenenPunkten des nämlichen Petrefaetenlagers Höhenunterschiedevon 400 und mehr Meter, daS stärkere Fallen bleibt auf großeDistanzen eonstam, und auch die Grundlage, obschon mit ge-

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