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des Kloſters St. Gallen zu erſehen/ wie es auch bemerket Stumpf. P.II. L. V. c. 9. Das dieſer Ohrt 900. Jahr vorher genennet wordenRomanes Horn, und nicht Crommes Horn. Es hat gleichwol Rhe.nani Meinung auch ihren Schein/ daß die alten Teutſchen dieſen See

genennet den Cromma See/ oder mit einer haͤrteren Ausſprach Acro:

ma- See/ dann ins beſonder aus Kgidio TIchudio zu erſehen/ daß

die Rhætier, ſo an dieſen See geſtoſſen/ vor der Roͤmeren Cinfall die

Teutoniſche oder Teutſche Sprach gebraucht. Es wil Stumpk zu meh-rerer beſteiffung dieſer Meinung/ das dieſer See ehemahls kruͤmmer ge-weſen/ als jez/ da der See oben bey Rheinegg von dem Sand/ ſoder Rhein in das Beth gefuͤhret/ nach und nach ausgefuͤllet worden/gleich man bey dem Einfluß der Bregenz in den See wahrnimmet/das von zugefuͤhrtem Sand und Erden eine Au oder Inſul kormirtworden; und muß unten bey Roſchach und Arbon das Land viel-mehr von dem Waſſer weggefreſſen worden ſein/ weilen zu Winters-zeit bey niedrigem Waſſer in dem See zuſehen ſind uüͤbergeblibene einge-ſchlagene Pfaͤle. Andere/ damit ſie den Urſprung des Namens Acro-nius finden/ gehen in Griechenland / und wollen behaupten/ das dieſerSee den Namen daher bekommen/ weilen er niemahlen gaͤnzlich odervollig uͤberfroren; wie hergegen aus Plinio L. IV. c Ig. und vtolemæoDeſer. Hiberniæ zu erſehen/ das jenes beſtaͤndige Eis⸗ und Nord⸗Meer

mit dem Griechiſchen Name age beleget wird/ zweifelsohne von jenem

kalten Planeten Saturno, der es: heiſſet. Dahin lenket ſich Joach. Va-dianus Epiſt. ad Rod. Agricolam: wann jemand wolte zweiffen/ ob dieGriechiſche Sprach denen Helvetieren bekant geweſen ſeye/ der kan auf-

ſchlagen Julium Cæſarem Lib. I. de Bell. Gall. Es dunket mich zwahren

dieſere Woͤrterquell allzu weit/ und finden wir in unſeren Vgtterlaͤn-diſchen Geſchichten/ das A. 1477. 1572. 196. 1695. dieſer See gaͤnz-lich uͤberfroren. Tſchudius Helv. Ant. verſtehet durch Acronium La-cum allein den mittleren Theil des Boden⸗Sees/ genant den Ro-mishorner See. Bey denen elteſten Seribenten/ Plinio L. IX. c.17. Pomponio Mela L. III. Solino c. 24. Strabone L. IV. Ptolemæo

Geograph. L. II. und vielen alten Teutſchen heiſſet der Boden⸗See

Lacus Brigantinus, Bregenzer⸗See . Bey Marcellino L. XV. fin-det ſich ein Name/ welcher der an dem See ligenden Statt/ und demSee gemein iſt/ khenus amnĩs Lacum invadit rotundum,& vaſtum,quem Brigantiam accola Rhætus appellat. Es wiederfaͤhret namlichdieſem See/ was dem Meer/ daß die anligende Oehrter ihme den Na-men geben/ danahen annoch der obere See 5111 der Bragentzer-See/ deme Tchudius zuleget Braͤgenz/ Lindau / Arber

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