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gebreſten nutzlich/ die gewarmten Bader aber den trocknen Natunen,

g 885(178) 888 Bo-die dritte aber aus des Glaſers Berglein durch einen ſandichten cden; ſo befinden ſie ſich doch eines gleichen Enthalts und 11Krafft; zumahlen alle drey fuͤhren das Alkali nitroſum, Alaun N90, Schweffel und Vitriol; wie nicht nur ich durch allerley Wiaſolches erſt neulich befunden/ ſonder auch andere fürtreffliche gele 1

1* e 9anner in dieſem und vorigen Jahren/ füraus Paracellbs, He

Stumphius, Geflnerus, die Zlegleri, MWagnerus und koccgeer

hellig beſttigen/ und es der selig Herꝛ Simler in ſeinem Geſangtrefflich geprieſen.. 0 Obwol aber auch Schweffel in dieſem Waſſer/ o hat es daukeine Warme, weil der Ochweffel keinen Anlaas zur Entzündung deskommet; in 1 zu derſelben eine eigene Vermiſchung 0Schweffels mit gewiſſen anderen Erzſafften vonnöten dardurchn und folglich eine Hitz oder Warme erꝛeget werden muß. 1chweige/ da jede dieſer Quellen ihren abſonderlichen Erzſafft unde2 A 5 We e f derus dieſen mitführenden Erzſäfften iſt nun zuſchlieſſen voKrafft und Wirkung dieſes elo nene 5 Dann 1 die von awarme Vader wider feuchte und kalte Krankheiten dienen/ und ſol-chen Geſchlechteren der Menſchen/ ſonderlich den Weiberen in Mutet-und hiemit den Maͤnneren/ wol gedeyen; glſo iſt ſonderbar diß Babzu Urdorff nach ſeinen mitführenden Ste euchtend in maſſelldaß ihme keines zuvergleichen Angeſehen deren Miſchungen ſo gemiſigt ſind/ daß/ obwol alle dieſe Erzſaffte auftroͤckend vor Faͤulung 9huͤten und balſamiſcher Krafft ſind/ dennoch des Vitriols unAlauns zu ſtark kuͤhlende Arten durch den warmen Schwefel gelil-deret/ und alle drey durch des mitflieſſenden Waſſers Süſſigkeit undBefeuchtigung von der zuſtarken Auftroͤcknung befreyet werden. Sol;ten wir jedes der gedachten Erzſäfften ins beſonder betrachten/ ſo wurDen wir ung uber die ungleiche und widerwartige Wirkungen deVBads nicht leicht verwunderen/ weil wir ſehen wurden/ daß der Vi-triol(der nach baracelſt Meynung für ſich allein einen groſſen Theieiner wolbeſtellen Apotheck ausmachet) es allein verurſache/ je nadem er bey des Badenden Art eine Feuchtigkeit oder Krankheit antrifft; ſonderlich da er durch das Feuer des Schweffels und die troͤck-nende Krafft des Alauns begleitet vor Faule vergaumet/ und zugleidurch des Waſſers Feuchtigkeit erquickend gemachet wird. Daher er-wecket der Gebrauch dieſes Bads den Luſt zu eſſen/ Wi 11