1466 Schaedeler.
jungen Leuten viel erwarten ließ; und von ihmallein die Apotheose einer geistlichen Sängerin.Tüb. Morgenbl. 1808. S. 4g6. — Dann aufdem Salon 1810. nebst mehr andern Bildnissendasjenige der Königin, welches, obgleich nochunvollendet, von den Personen des Hofes »„ge-mein ähnlich gefunden ward, und ein St. Johan-nes, der ebenfalls viel Talent beurkundete, l. c.i8ro. S. 1012. u. 10Z6. — Im Dresdner pol. Anzeiger 1810. (N°. 126. S. 2256. Thor-zettel) erschienen er und sein älterer Bruder unterden dort einpassirken Fremden, wahrscheinlich aufihrer Reise nach Italien , wo beyde sich schon zuAnfang von 1811. befanden. Tüb. Morgenbl.1811. S. 206. Ob nach einem dieser Bruder,oder nach ihrem Vater, Riedel um 1802. ein Bild-niß des Musikers Carl Faesch, für den Verlagvon Breitkopf und Härte! zu Leipzig gestochen habe,ist uns unbekannt.
Schaedeler (Francois), kommt i/85. zuHannover , als Landbaumeister in den Fürstenthü-mern Calenberg, Göttingen und Grubenhagen,sowie auch des Hohnsteinischen, in dem Tburhan-növerif. Sraarskalender vor.
— — (Joh. Ludolph), war in i?6Z. Hofju-belier zu Hannover . Thurhannöv. Sraatska-lender.
— — ( ). Einen solchen der 176Z. ver-
muthlich zu Hannover lebte, benennt man alsChurhannöveris. Hofzimmer - und auch als Kloster-baumeister. Thurhannöv. Staarskal.
— — s. auch sogleich Schaedler und untenSchattier.
Schaedler (Carl Ludwig), wurde 1800. alsextraordinairer Daukondukteur bey der Kammer zuHannover angestellt. Hannoverische AnzeigenJahrg. 1800. N°. 11. S. 284.
— — (Franz), war in 1770. als Landbau-meister zu Osnabrück angestellt, wie wir in demdastgen Gtifrskalender von gedachtem Jahrelesen. Der geschichtliche Theil desselben führt,nach einem alten Manuskripte, noch ein oder zweyBildhauer an, die 1629. als Rathsherren zu Os-nabrück erwählt worden: »Henrich Swers undChristian Grore Bildenhawer". Undeutlich scheintes uns, ob Ewers auch Künstler war.
— — s. auch oben Sä>adeler, und untenSchärrler.
Schaefer (Christian), Hofmaurermeister zuSchwedt , führte den dortigen «chloßbau, nachGrahls Angabe; baute auch die Stadtmauer, undverschiedene dasigePrivathäuscr. St. 1724. LZrcolar.
— — (Johann). So heißt im Leipziger Adreßkal. von 1801. ohne Weiteres ein dortigerKupfer - und Notenstecher. S. auch unten denletzten dieses Geschlechts.
— — (Johann Christian). So wird um1800. in dem Berliner-Adreßkalendec, eindasiger Kupferdrucker benennt.
— — (Joh. Georg), ein Condukteur inKönigl. Preußischen Diensten; wird 1795. zu Ber-lin angeführt.
— — (Johann Georg Abraham), ist uns le-diglich durch sein Bildniß, als ein um 1676. ,einund zwanzigjähriger — Goldschniiedsgesell *) zuNürnberg bekannt.
— — (Magdalena Margaretha), vermählteBaerens, Kammerräthin und Mitglied der Aka-demie zu Kopenhagen 1780. wird irgendwo einevortrefliche Blumenmalerin genannt.
— — ( ), ein Maler, nach welchem Der-
nigeroth das Bildniß der S. S. Winklerin gesto-chen. Eine unsrer Handschriften glaubt (wir zwei-
-) Lache über diesen Art. wer mag und will!
Schaeffer.
fein daran) er möchte wohl mit dem folgendenThriftian Schaeffer ein und dieselbe Person sey.
,Schaefer( ). So heißt irgendwo, ohneWei-teres, ein Kupferstecher, der um i8o5. für Buch-händler gearbeitet habe, und ohne Zweifel mit demoben angeführten Johann Einer und derselbe ist.
* — — s. auch die gleich folgenden ArtikelSchaeffer im Lex. und hier.
Schäfer!,» oder Gcheferlin ( , ), einaus dem schweizerschen C.Uri gebürtiger Bildschnitz»ler in Holz, von welchem man mehrere recht gutegeschichtliche sowohl, als Costume-Bilder von demHelden Wilhelm Tell an, bis hinunter zu Ecketerregenden Bettlerfiguren kennt. Ailmälig wagteer sich auch an Figuren von Gtein, mit welchener B. einen (jetzt verdienter Maaßen zerstörten)öffentlichen Brunn in Zürch , so wie mehrere dor-tige Privatbanken, Garten u. s. f jämmerlich ver-unzierte. Derselbe blüheke um 1781. Nähere No-titzen von ihm, die wir aber bisher nicht erhaltenkonnten , würden indessen nicht ohne Interesse seyn.
* Schaeffer (A.), der Münzmeister undMünzgravenr zu Mannheim , hieß Anron, Sohndes unten folgenden Wigands, war geboren zuDüsseldorf 1722 und wird in iMeuseis L7. R.L. (1809 ) doch als zweifelhaft, unter den leben-den , und in Ebendes. K, L. l l. unter seinen dreyBrudern als der geschickteste genannt.
-(Carl od. Carl Friederich), beyHaymann
irrig Schaefer genannt, Architekt, geboren zuDresden 1778. der Sohn Friedrichs, eines Säch-sischen Hofbildhauers zu Berlin . Seine Mutterwar die Tochter eines Baumeisters Schwarz inDresden . ^Mein Vater" (sagt er in seiner Selbst-biographie in Meusels Archiv II. (4.) 76.)»starb für mich und meine Kunst viel zu frühe,auf einer Reise in Italien . Meine Erziehung warnicht glänzend; doch hatte ich Manches meinenVerwandten, meist Künstlern, und besonders mei-nem Großonkel, dem Jntendente» und Sächsischen tzofbaumeister Zugk in Warschau Vieles zu ver-danken". Neben den Schulwissenschaftcn wurdeer zur Mathematik fleißig angehalten, und dannin seinem Vierzehnten Schüler der Kunsiacadeiniezu Dresden , wo er im freyen Handzcichnen,und mitunter gleich fort in mathematischen Wissen-schaften, besonders im Feldmesscn bey dein Inge-nieur Rudorf sich übte, auch bey Winkler Physik,physische Geographie u. s. f. hörte. Dann fieugfür ihn eine neue Periode mit dem Unterricht desHofbaumeisters Schuricht an, und betrat er jetzt inseinem Siebenzehnten die bestimmte Bahn der Ar-chitektur, Auf der Dauacademie wurde er Schü-ler bey dem Hofbaumeister Hölzer; auch versuchteer sich zugleich im Zeichnen nach der landschaft-lichen Natur, unter der Leitung seines zu früheverstorbenen Freundes Wehle. Die nöthigen An-sichten des praktischen Theils in seinem Fache ge-währte ihm das Besuchen der damaligen Bautenin Dresden ; und, um das Schöne mit dem Nütz-lichen zu verbinden, wählte er sich die beßten Al-ten und Neuen, von Vitruv bis Pallabio, vondiesem bis auf Gilly, zu Führern. Die Nothwen-digkeit dann, sich selbst zu erhalten, nöthigte ihnbald, Anwendung von seiner Kumt zu machen;theils gab er Unterricht, theils beschäftigte er sichmit verschiedenen Erfindungen, die er gemeinschaft-lich mit den, Hofratb Becker (1798—99.) bey Voßin Leipzig unter dem Titel: fJeue Garten - undLandschaftsgebaude aus Licht stellte, welche,von Aubcrtin in Aguatinta gestochen, in vier Hef-ten, mit 44. Bl. in Royalfol. 18. Lhlr. kosteten.Diesen folgten mehrere, in ander» Werken zer-streute Aufsätze, wie z. B. im Ideen-vNagazmu. s. f. In 1800. kündigte er im Dresdner-Polirischen Anzeiger St. 40. eine Zeichenschulefür mechanische Künstler und Handwerker an<