Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1467
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Schaeffer.

welche IN l8oi. wirklich von ihm eingerichtet wurde.Haymann. In demselben Jahr sah man von ihmauf dem Salon zu Dresden die Zeichnung einesMausoleum, das in den Deutschen Bunstblarr.IV. bj—66. in vielen Stücken Lob, dann aberneben Andern! die Critik erhielt, daß es nichtden Charakter der Zeit trotzender Dauer, die einemsolchen Denkmal gebühre, an sich trage. Auchkleine Reisen nach Berlin, Dessau u. s. w. gewahreten ihm Vieles zu seiner Ausbildung, so wie spä-terhin ganz vorzüglich der Umgang mit Weinlig,dem er, nebst Schurig, das meiste verdankte. Baldsah' man jetzt von ihm mehrere Arbeiten, welchefreylich einsweilen meist bloß in innern Einrich-tungen und Dekorationen in und um Dresden be-standen. Die obenerwähnte Selbstbiographie, dieaber bloß bis i 8 c> 5 . reicht, endet sich mit einerSchlußzeile, welche ihren Verfasser eben so sehr,als seine Kunst, ehrt: „Ich erröthe, indem ichso lange von mir selbst erzähle". In ermeldtemJahr dann erhielt er den Ruf eines Professors nachDüsseldorf , wo er 4 »a. Thlr. Gehalt, freye Woh-nung u. a. Emolumente, mit der mäßigen Ver-pflichtung genießt, täglich zwey Stunden Unterrichtzu ertheilen. Gleich nachher zeigte er sich, nebenAnderm durch seine Idee zu Luthers Denkmal(von der litterarischen Gesellschaft zu Mannsfeldeben! ausgeschrieben), mit zwey Kupfert. 40 -Deesd. 8 u 5 . bey Arnold, als einen sehr erfindungs-reichen Künstler. Meusel's Arch. 1 .( 4 ) 189.Alsdann gab er 180b. seine Ideen aus den Skiz-zen eines Architekten, zum Gebrauch fürRünstler und Freunde der Lunst. Erste Samm-lung mit einem schwarzen und fünfcolorirten Blat-tern (kl. Querfoi. Leipzig bey Glcditsch, 4. Thl.12. Gr.) wovon diese letztern zwar ganz hübschund niedlich von Veith gestochen, die Ideen selbstaber von ziemlich problematischem Werthe befun-den wurden, Hall. L- Z. 1807. S. 608. Neue-res haben wir nichts von ihm vernommen.

— — (Carl Friedrich). So heißt in: Dres-den zur Lennrn. s. Häuser 1798. offenbar keinAndrer, als der obige Carl.

— — (Christian), Hofmaler des HerzogsMoritz Wilhelm von Naumburg-Zeiz ; wie ihn einevor uns liegende handschriftliche Hofordnung die-ses Fürsten , vom Jahr i6gr. nennt. Nach ihmkennen wir: Das Bildniß des Herzogs Moriz vonNaumburg-Zeiz (). kl. 6en^enbricti üel.) von Jac.Sandrart zur Leichenpredigt (Zeitz -68i. Fal.) die-ses Fürsten; das des Erzbischofs von Magdeburg ,Herzogs August von Sachsen welcher 1680. zuHalle in Sachsen starb, zu dessen Funerali n vonE. Hainzelmann in gr. Fol.; ein Folioblatt aufdas Absterben der Herzogin Sophia Elisabeth vonSachsen , mit ihrem Bildnisse von Christian Rom-staedt; das Bildniß des Kanzlers zu Zeitz , VitusLudwigs v. Seckendorf, worauf er irrig C Schef-fer genannt ist (koulanxer sc. ?aris 1669. in Fol.)und endlich das des Mediziners G. V. Wedel (sot. 22. 1678.) in 40. von G. A. Wolfgang.

— — (Friedrich), des nachfolgenden wi-gands zweyter Sohn, geboren zu Düsseldorf 1726.Münzmeister, erst im Nassau -Weilburgischen, dannum 1766. in Sachsen -Weimarischen Diensten, starbzu Eisenach 1776. Meusel II. Samml. der.Medailleurs N°. 402.

Schaefler. 1467

Sch a e ffe r (Friedr.), Carls Vater, heißt etwaauch Carl Friedrich, der zu Rom unter Cavaceppistudirt, nach seiner Rückkehr zu Dresden , vieledurch den siebenjährigen Krieg , im ChurfürstlichenGarten zertrümmerte Statüen restaurirt habe, und1782. gestorben sey. Wohl weit zuverlässiger aberlesen wir von ihm im Magaz. d. Sachs Ge-schichte II. S. 682. (wo er ebenfalls Carl Fried-rich genannt wird): „Derselbe war der beßte Schü-ler Knoeflecs, Unterlehrer und Pensionnair derKunstakademie zu Dresden , und ein sehr geschickterZeichner, wie seine 1772. zu Dresden ausgestellteVenus, die Kupiden das Ziel anweist, zeigte. In1770. modellirte er eine Kindergruppe, die auf ei-nem Ziegenbock reiten wollen; ergänzte auch ver-schiedene im siebenjährigen Kriege beschädigteStatüen des großen Gartens, so wie er zu Mo-ritzenburg verschiedene Grotten mit Dildhauerar-beit, als Diehstücke, Hirsche, Kinder auf einerSchildkröte u. s. w. zierte. Schaeffer wollte sichunter Cavaceppi bilden, starb aber zu früh für dieKunst, 1782. auf der Reise nach Rom .

— — (Joseph), nicht Johann, wie es beyMeusel I. heißt, des obigen Anrons Bruder,geboren zu Düsseldorf 1721. war ebenfalls Münz-meister und Münzgraveur zu Mannheim , wird inMeusels rJ. R L. doch als zweifelhaft nochunter die Lebenden gezählt, und folgte wahrschein-lich, dem vermuthlich verstorbenen Anton indes-sen Stelle nach.

— — (Martin Friedrich), Königl. Preußi-scher Oberkonsistorialrarh und Oberamks - R gie-rungs - Sekretair zu Dreslau, geboren zu Berlin 1713 ; gab: Ralligraphische Vorschriften zurSchreibübung f. d. Schiesiiche Landjugend,(Breslau 1771. d.). Wer solche gestochen, ist unsunbekannt.

— — (Wigand), Vater der obigen Anton,Friedrich (des Münzgraveurs), und Josephs,geboren zu Kopenhagen 1687. und gest. 1768. zuMannheim , alsKurpfalzischer Mdnzwaradein undGraveur. Ihm vermuthlich folgte sein ältesterSohn Anton im Dienste. Jn Ep rers versucheiner Sammlung pfälzischer Münzen, woman viele von seinen und seiner Sohne Arbeitenangeführt findet (so z. B. von ihm selbst, sämmt-liche Pfälzische Churfürsten, von Churfürst Ludwigan in einer Folge von 22. Medaillen, Thl I- S.16.) wird er (Thl. 1 . S. 42h.) „ein geschickter und„wegen seines airteutschen ehrlichen Gemüths, alls„Lobs würdiger Künstler" genannt.

— — ( ), ein zu Berlin seßhafter Bild-

hauer, dessen man 1766. und 1772. gedenkt. OhneZweifel kein andrer, als der schon vorerwähnteVater von dem Bildhauer Carl Friedrich *).

— — s. unten auch Scheffer.

* Schaefler oder Scheffler (ChristophThomas). Erstres soll sein richtigerer Name seyn,lernte bey G. D. Assari. Lipowsky führt vonihm ein Altarblatt in der ehemaligen Klosterkirchezu Ettal , dreye in der Kapuzinerkirche zu Eichstädt,eines in der dortigen Waldpurgiskirche, und in deralten Kapelle zu Regenspurg ein al Fresco an,welches Scenen aus dem Leben Kaiser HeinrichII. und seiner Gemalin Kunigunda vorstellt. Auch

") Also von diesem Geschlechte:

Die von Ropenhagen herrührenden Münzgraveurs.i. Wigand.

Anton, Friedrich, und Joseph < Wigands drey Söhne.

6. Aus Berlin herrührend.

>. Der ungenannte Vater von-. Friedrich. Beyde Bildhauer.

Z. Carl, Friedrichs Sohn, Baumeister. Ob die beyden Stämme dieser Künstler-Familie, in ältern Tagensich befreundet waren, ist uns eben so unbekannt, als: Ob ein (dem Ler. zufolge) um ,70.1. in Braunschwei-gischen Diensten gestandener Baumeister dieses Geschlechts, dem einen oder andern dieser Stämme zugehöre:Ob solcher vielleicht wigands Vater oder Bruder seyn mochte?

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