Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1468
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r46Z .Schaeflcr.

zu Jngolstadt sind im Marianischen Kongregationsszimmer vier Seitengemälde von seiner Arbeit.Franz Joseph Degle war ein Schüler von ihm.Nach ihm haben P. A. Kilian eine Madonna dieSt. Francisc Jndulgenzen ertheilt, F. Lederger-wer die vier Welttheile welche die Königin desHimmels »reisen, u. a., S. Sedletzky das vonder Gesellschaft Jesu angebetete H. Kreuz, und I.Wagner einen sterbenden St. Francisc gestochen,lauter Gegenstände, welche beweisen, dast er mitder Kleidung seines Ordens den achten Geist des-selben nicht aufgegeben hatte. S- unten auchScheffler.

'' Gchaefler (Franz), ein (ob noch lebender?)Skukkadorer zu München . Von ihm sind die Ar-chitekturen der Kapelle in der Klosterkirche zu Ettal .Lipowsky.

SchaefflersI.Engelhard),einMalerder umdie Mitte des XVIl. Jahrhunderts vermuthlichzu Casscl lebte. Nach ihm hat Phil. Kilian diePortraits der Landgrafinnen Amalia Elisabeth undHedwig Sophicns (beyde in Fol. und lctztres miti66Z. datirt), und E. von Lennep die der Land-grafinnen Agnes und Christinens von Hessen, inFol. gestochen.

Schaeffner s. unten Scheffner.

Schaele (D. F ). So soll ein geschickterMaler heißen, der um 1700. gelebt habe.

Schaendel (Johanns, s. unten Schandel.

Gchaeps (Caspar), s. unten Scheps.

^ Schaerer (Joh. Jacob). Nach ihm kenntchan etliche Bildnisse mehr und minder dunkelerMqnner unter seinen Mitbürgern, von Seiler ge-stochen Ob vielleicht der unten folgende Joh.Friedrich Scharer dessen Sohn seyn dürfte?

— — (L. oder I. L.) Von einem gms sonstAanz unbekannten Stecher dieses Namens wirdwgendwv ein Blatt: 8>r,e Lerere et llaooko fri-ßet Venus, nach A. Blocmaert in I. SandrartsVerlage angeführt.

'Schaerrler (Martin Friedrich), erscheint-O8b. "(g. h. 1779.) als Blumenmaler den der Uni-versität zu Wttingen. Hannover . Sraarsk.Dieser von Ekraßburg gebürtige Künstler, bat,wie man sagt, mehreres an Pflanzen fnrdicGöt-tingcr-Academie der Wissenschaften gezeichnet.

— — s. auch oben Schaedeler u.Schaedler.

Schaey (Jyhann Carl), nicht Schütz, wieihn Klähe und Mensel manchmal nennen, warKönigl. Zeichenmeister bey der Jugenienrakademiezu Dresden . Verschiedene nachher berühmt ge-wordene Dresdner -Künstler haben bey ihm denGrund im ZciUmcn gelegt; er starb daselbst 1761.61. I. alt. Sachs. Vunstkab. 1762. E- 10. u.anderes mehr.

* Schaeufelin s. unten Schaufelem.

Schaffer (Carl). So heißt irgendwo, ausIrrthum, der obenangeführtc Baumeister. CarlSchaeffer.

— — (C ), ein Bildnißmaler. Nach ihm hatWolfgang dasjenige des Arztes G. Wcdcl's ge-stochen.

— — (Joseph und Peter), wahrscheinlichBrüder, und vielleicht noch lebende Zeichner undStecher mit der Nadel und in Farben zu Wien ,von welchen der Mmklersche Gantkatalog zweygroße mit vieler Genauheit ausgeführte Ansichtenvon Nußdorf gegen Wien , und von der StadtLinz, im Verlage von Artaria anführt.

— — (Mattheus), ein Eisen- Siegel - undWappensteinschneidec zu Nürnberg . Laut seinemGrabsteine auf dem Wöhrdcr-Kirchhofe st. er rliüü.Samml. berühmter Medailleurs N°. 090.

Schalch.

Schaffhauser (Elias), Kupferstecher vonAugsburg , arbeitete um 1709. in seiner Geburks-stadt, und 172c». zu Wien i» Kaiser!. Diensten.Von ihm kennt man Bildnisse meist dunkeler Män-ner nach G. Kilian, I. Kupctzky, u. a. ohne unsbekannte Nennendes Malers; dann die bezauberreInsel der Alcina (Theaterdecorationen), nach I.Galli-Bibicna; anderes nach H. Schocnfeld; über-haupt mehreres Schlechtes für Buchhändler. Christführt sein Monogramm an.

Schaffest!) ( ), Lehrer au der Zeich-

nungsschule zu Baden bey Rastadt , geboren da-selbst 176 . genoß den Unterricht des Gallerie-Di-rektorBeckcr, und bildete sich nachher zuZwcybrückenund Stuttgart weiter aus. Er lebte noch üm 1809.Mensel N. R. L>

* Gchagen (Egidius van). Nach A. vanOstade hat er eine Tabagie gestochen.

Schagw itz oder Schagkrr itz (Joh.), derAelrere. So heißt in Srepner's Inserier.Dips.p. 22h. ein i 58 Z. zu Leipzig geborner, und 1642.dort verstorbener Goldschmied und Juwelier.

Schaidauf ( ), zu Dießen , wo er vermuth-

lich in der letztem Hälfte des XVlII. Jahrhun-derts lebte In dem Langhause der Klosterkirchein der Abte» Fürstenfeld in Oberbayern , sind die12. in Gyps gefertigten Apostel von seiner Hand.Gedachte prächtige Kirche wurde von dem Bau-und Maurermeister Fiscari, einem Italiener,und dem Zimmermeister Georg Eeenkofer ausMünchen , von 17> 0 . an, in Zeit von id Jah-ren erbaut. Man sieht in derselben neben Anderm,den sterbenden H. Bcnedikt, die HH. Peter undPaul, und den H. Bernhard, von Baldauf, ei-nem Maler von Jmhcnhofen, welcher Ort wei-terhin (ob richtiger?) Inkofei» geschrieben ist.Letzterer malte auch um 177». das Chorblatt fürdie Klosterkirche zu Altomünffcr. Hirschings(Jachr. von Kunstsammlungen V. iZ. VI. 108bis iio. Auch Llpowsky gedenkt seiner; undzwar, wie es scheint, als noch lebend.

Schal ( ). Nach einem Künstler dieses

Namens hat Dißart zu Paris - 8 o 5 . das sehr ar-tige Blatt: a la KsAvsse, fleißig und geistreichgestochen. Wohl der Nämliche m. d. unten fol-genden M- I- Schall.

* Schalch (Elias). Von ihm kennt man,neben andern, das Bildniß des Theologen I. R.Zwinger , nach F. Weitstem.

* — — (Joh. Heinrich). Wir haben einenseiner Anschlage - oder AnküNdigüngszektel vomJahre 170',. wo er schon Holland und Englanddurchwandert hatte, und sich zu Dresden befand,vor uns. Schalch ließ damals in Lebensgrößedie Königin Maria Stuart auf ihrem Sterbebette,umringt von mehreren "Personen, und sodann dievornehmsten Personen des Königl. Dänischen Ho-fes, in Wachs scheu. In 1700. hatte, er letztge-nannte Bildnisse schon einmal für die' Kovenha-ger-Kunstkammer verfertigen müßen. Auf gedach-tem Zettel nennt er sich Glas- und Wachskünst-ler, und sagt dabey sehr bescheiden von seinen Ar-beiten : „Daß dergleichen Kunststücke noch niema-„ lcn in Europa gesehen, und mit Recht das achte„Wunder der Welt mögen genennt werden."

* — — (Joh. Jacob), malte in Breughel's

und Hamiltons Manier , dessen letztebn'Schülerer war, zu der Zeit'als Hamiltou'zu Augsburg in Diensten des dortigen Bischofs lebte^ In derFolge gieng er nach Holland und England, undkam nach 10. Jahren (um 177Z.) wieder in seinVaterland zurück. Jetzt gab er sich besondersMühe, den Rheinfall bey Laufen möglichst an-schaulich zu malen. Vor nicht langer Zeit (hießes um 1789.) hatte er das Unglück, durch zu vieleund mühsame Arbeit das Gesicht zu verlieren.Meusel II. und hJ. wo er ihn noch unter

die zweifelhaft Lebenden zählte. Ein kleiner Rhein -