Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1470
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r 4 ?o Schall.

Chenu, I. Chereau, R. Earlom, F.. Faber, I.Gole, I. E. und I. G. Haid, P. G. Langlois,Maleuvre, de Mautort, P. A. Pazzi, Petit,V. D. Preißler, P. Schenk, I. Smith, I. Stoi-ker, N. Vcrkolie, W. Verschuuring, I. Walker,I. Watson, I. G. Wille und R. A. Wille, R.Williams. Unter diesen nennt der Katalog vonwinkler als schön: Den jungen Jnstrumentspieler,von I. G. Wille gestochen, und ebenfalls: tke^ounx IVIusicians. von I. G. Haid geschabt;dann die klugen und thöriglen Jungfrauen, von I. E.Haid. Der Katalog von Brandes: Des Künst-lers Dildniß von Smith; das Mädchen dem derVogel entflieht mittlerweile es einer Anlaßmache-rin Gehör giebt, wieder von I. E. Haid; dasFamilienconzert, wieder von I. G- Wille; und, alssehr schön, die holländische Wachtstube von Ma-loeuvre. Fiorillo I. c. scheint einer beym Lam-penschein betenden Magdalcna, und dem Mäd-chen das bey der Kerze einschläft, einen besondernVorzug zu geben. Wir wünschten noch, nebenAndern«, seinen Tod der Portia des Brutus vonWatson zu kennen. Die irgendwo rubrizirten:

(leskabilles von Ebendemselben und:kille en cüemise dürften vielleicht (eines oderbeyde) das Bild aus Salzdahlum seyn. Schal-ken selbst hat das Bildniß von G. Douw (Hc>-noris er^n prreceptorem suum) schlecht genuggeetzl, wie sich solches bey Basan sec. II.167.) findet. Ihn deswegen Kupferstecher zu nen-nen, wie Hirsching l. c. VI. im Register thut,ist immerhin wenigstens ungenau.

Schall (Johann Adam), ein Mathematikerund Jesuit in China , s. oben pereria.

— — (M. I.), ein neuerer Französischer Gat-

tungsmaler. Von ihm sah man im Pariser-Salondes I. V. unter der Rubrik: Die Gefahren derUebereilung, ein sehr anziehendes Bild, das einenVater vorstellt, der in der ersten Hitze seinen Hundtodkschlägt, den er mit blutigem Nachen nebenseinem Kind in der Wiege findet, welches jenervon dem Biß einer Schlange gerettet hatte. In1801. gab Godefroy davon ein schönes Blatt,welches >8. Frk. schwarz und 56 . Frk. in Farbenkostete. Neben dem kennt man nach ihm von A.le Grand vier Gegenstände aus der Geschichte derH. Genoveva von Brabant , jedes zu 6. Fr. Fer-ner: Die erkannte Unschuld 9. Fr. Dann: Denersten Kuß der Liebe, das Elyfium, den Fels vonMeillerie, und die erste Regung der Natur, alleviere nach der neuen Heloise , jedes zu Fr. Fer-ner von R. Girard: Wilhelm Teils Heldenthat,zu 6. Fr. Alle diese Blätter colorirt aber um dasDoppelte. Endlich von R. Gaillard: Den unbe-scheidenen Liebhaber. S. auch unten (I. Gchenker.dlouvelle« Hrt8 I. 58 ,j. CatuloAue Aon-üci'tetöancc. Dasjournsllle Lommerce cie?üri8t8n. nennt wahrscheinlich keinen Andern als ihn(8. V. noch unter den dort Lebenden.

— — ( ). So nennt auch Liporvsky

(nach von Murr S. 185.) ganz ohne Weitereseinen Bildhauer zu Bamberg .

Schalle (I.), s. den Schluß des vorstehen-den Artikels. M. I. Schall.

Sch aller (Hans). So hieß ein Rathsbau-meister zu Zeitz ; daselbst starb er 1677. Jod. Z a-ders iJaumburg-Zeitzische Srifrschronik,(III. Buch), ^c. Ob er etwa mit dem gleichnachstehenden Sohn von Matthäus Eine Personseyn dürfte?

— — (Matthäus, und sein Sohn Hans) wa-ren um i 52 v. zu Augsburg berühmte KünstlerinWassergebäuden, von Srerten S. i 5 v.

Schalter ( ), unter denen 1L10. zu Dresden einpassirten Fremden, zählte man einen SchalterBildhauer aus Carlsbad, „kommt von Leipzig ".Dresdner polit. Anzeiger Jahrg. «Lur. X".rot. S. 18Z2. Thorzetlel.

Schanz.

Schalter, s. oben Schale.

Schallhas oder Schaklbas (PhilippCarl), adjungirter Professor der Landschafkszeich-nung bey der KK. Academie der bildenden Künstezu Wien . Ein geschmackvoller junger Maler, derzugleich eine Menge wissenschaftlicher Kenntnisseund eine ausgebreitete Lektnr besaß. Derselbe starbin der Blüthe seiner Jahre zu Wien . Meu-se l's (I. Misc. VIII. 1088. In einem AufsätzeEbendaselbst VI. 827. hieß es von ihm nochkurz vor seinem Tode: »Herr Schallhas ist einsanfter Maler, wie sein Charakter ist. An Groß-heit und Annehmlichkeit kömmt er Herrn Schön-bcrger sehr nahe, und übertrift ihn in der Staf-firung, wenn jener ihn in der Kühnheit und Leich-tigkeit der Luft in etwas zurückläßt". DieserKünstler ist übrigens der nämliche mit demjenigenSchalhaß, der in Füßli's Annal. I. 56 . auchals Kupferstecher zu Wien in dem letzten Vier-theil des XVIll. Jahrhunderts erscheint. Vonihm wird dort geurtheilt: Seine gectzten Blätterseyen sowohl in Rücksicht auf Geschmack in derWahl der Gegenstände, als in Ansehung der an-genehmen und geistreichen Behandlung, musterhaft.Dergleichen führt z.B. der Gantkalalvg von wmk-ler den Sturm und den Abend (1790.) in Tusch-manier, von schöner Wirkung, und eine Ansichtvon Pechlern an der Donau mit Vieh (1791.),letztere colorirt an. S- auch unten Schellhaas.

* Schalon. Schon das Lex. bemerkt, daßsolcher kein Andrer als der L Ebalons sey. Un-ter dem erster» Namen indessen finden sich im Katalogder ehemaligen Galerie zu Galzthalum zwey kleineLandschaften (Anfurrhen) mit Figuren.

Schamboky, s. oben Sambucus .

Schampan (Johann), wurde im Jahr 1612.von dem Herzoge von Pommern als Münzmeisterzu Stettin angestellt. Hirsch teutsch. Münz-archiv Th. I V. S. 8.

Schande! (Johann), Spezialmünzwardeinzu Augsburg , der in 16Z1. diese Bestallung erhielt.Hirsch teutsch. Münzarchiv Thl. IV. S. 290.Ein Johann Schaendel, vielleicht derselbe,wurde i 665 . von dem Churfürst von Bayern alsSpezialmünzwardein zu München angenommen.Ebendas. S. 555 .

Schanke (H.), ein dänischer Landkartenaus-fertigrr. Die auf Königl. Kosten, unter Aufsichtder Kopenhagener-Academie der Wissenschaften,geschehene Ausmessung von Dänemark , bewirktenämlich die Herausgabe mehrerer großer Karten,worunter auch die von Schanke sind, die von1776— 85 . erschienen waren. Allgem. geogra-phische Ephenieriden. Weimar , Jahrg. r8oo.S. 288.

Schantz oder Schau; (Christian August ),Schany ist richtiger. In dem Dresdner po-litischen Anzeiger Jahrg. 1762. XXII. (wel-chem Anzeiger auch einer seiner Stöcke, dessen Ar-beit höchst mittelmäßig, viele Jahre als Vignettevorgesetzt war) macht er, der sich hier als Kupfer-stecher und Formschneider zu Leipzig angiebt, denBuchdruckern bekannt, wie er allerhand Leisten,Finalstöckchen, musirte Buchstaben, '?a88« partaut» Vignetten u. s f. auf das feinste in Messingauf Holzmanier schneide, so daß man dieselbengleich in der Form mit den Schriften unter derBuchdruckerpresse abdrucken könne.

Schanz (Hans), oder Hans von Schöm'tz,Bornmeister, Pfänner und Kaufmann zu Halle inSachsen, dort geb. 1 ',99. Als der Kardinal Al-bert, Erzbischof von Magdeburg , die Klöster undKirchen zu Halle abbrechen und dagegen das neueDomstift und jetzige Residenzhaus, sammt einemkostbaren Garten und Lnsthans anlegen ließ, er-nannt er ihn zu seinem „obersten Baumeister".Ob er aber wirklich ein Kunstverständiger dieses