S chaper.
Faches gewesen sey, oder ihm mir die Leitungdieser Bauten aufgetragen war, wird weiter nichtdeutlich gesagt. Er war bey dein Kardinal Albertso beliebt, daß er ihn von dem Kaiser adeln ließ;ungeachtet dessen fiel er nicht lange hernach beyseinem Gönner (aus uns unbekannten Gründen)in Ungnade, und wurde i 535 . auf dem Giebichen-steine — gehängt. Halpgraph. v. StearinsS. 2)7. und Dreyhauprs Beschreibung d.Saalkreises Th. II. S. 5 iZ.
Schaper (G.), geboren zu Hamburg 1776.Von ihm heißt es in: HamburA. Xünstler-Xsckr.8. m. „Dieser geschickte junge Mann liefertebey der Hamburgischen Ausstellung 1790. u 91.sehr gute Zeichnungen die einen talentvollen Künst-ler ankündigen."
Scha-pff oder Scapff (Jörg, Jörg oderJrog). So schwankend giebt Heinecke in s»inenNachrichten II. 238—40. und wieder in seiner:löse Generale p. 479—82. einen Namen, der stehunter den Blattern eines Buchs findet, das: DieRunft Cyromantia (wie es scheint aus dem La-teinischen ins Deutsche übersetzt von einem Dr.Harrlied) zum Titel führt, und 1448. man weißnicht recht, ob erst geschrieben, oder schon damalsganz in Holzschnitte abgedruckt ist. Exemplare da-von besitzen die Bibliotheken zu München , Wol-senbüttel, Windhag, Pöklingen und Memmingen ;die erstre das Vollständigste. Dasselbe besteht aus24. Blattern, davon eines den gemeldten Doktordarstellt, der sein Buch der Herzogin Anna vonBayern auf den Knjeen überreicht; das zweytedes Menschen glückliche und unglückliche Ereig-nisse (vom Reichwerden an bis zum — Galgen!)nach den (beygefügten) Zeichen ihrer Hände; die22. übrigen aber wirklich solche Hände im Großen,Alles (wie aus ein Paar Copien bey Heineckeerhellet) sehr dürftig. Jedes Blakt ist mit einerLinie umgeben, und unter derjenigen des letzterndann eben: trog scapff, oder (in der: ltles heißtes) jorg schapff zu Augspurg zu lesen. Ob nunsolches den Formschneider oder Vriefmaler (Kar-tenmacher, Drucker, Verleger) andeuten soll, istuns so wenig als Heinecke bekannt, da sich auchder bloße Name eines solchen Scapff« od. Schapffssonst nirgends finden läßt.
Scharbe (Joh. Friedrich). So heißt irgendwoein Königl. Hofmaler in Dresden schon vor 1727.vielleicht der nämliche, welcher gleich unten ohneTaufnamen erscheint.
— — (Joh. Michael). Und so im Röni'gl.Dresd. ganz ohne Weiteres ein Maler zu Dres-den 1728. vielleicht des Obigen Sohn.
— — (Michael Friedrich). Und so Ebenda-selbst wieder ein Hofmaler zu Dresden 1740. viel-leicht des Joh. Michaels Sohn.
— — ( ) Maler, geb. zu Cottbus i 65 o. st.1723. Man siehet auf dem Kirchhofe zu Lübben sein ansehnliches Grabmal, welches einen lebens-großen Engel, der sich auf seinen Leichenstein stützet,vorstellt. Bern 0 ulli kurze Reisbeschreibun-gen I. 2i2. S. auch oben den Arr. von Joh.Fried. Scherb.
— — s. auch oben Scarbe.
Scharf ( ), ein geschickter Pflanzenmaler
in Wien , der aber schon in seinem acht und zwan-zigsten Jahr (1794) als ein Opfer seines Enthu-siasmus für die Kunst und die Botanik, an denFolgen einer Dysenterie starb. Sein letztes Werkwaren die Abbildungen in lJ> I. Jaquin's Oxal.lUonoAl-spüia 40. Vienn. 794. welche er selbstgezeichnet und gestochen hat. Baur .
* Scharfenberg, s. Scharffenberg.
Scharff (Carl), ein Ingenieur der letztenHälfte des XVlll. Jahrhunderts. Eine vor unöliegende Grund - und Seitenansicht des Chmsach-
Scharnagel. 1471
sischen Lustschlosses Hubertsurg, zu dem RaspischenKriegsschauplatze gehörig, in qu. Fvl. ist bezeich-net, verfertigt und herausgegeben von CarlScharst, Jng.
Scharff (Ferdinand), ein Münzmeister zuPrag , wo er um 1721. lebte. A- voigr Leschr.Böhmisch. Münzen, B. IV. S. 169.
* — — (Johann Andreas), geboren zu Co-burg und ebendaselbst 1786. verstorben. Meusel l.
Bey ersterm heißt es lustig genug: „Isteiner von denen, die ihre Geburtsjahre nicht an-gegeben". Auch führt sein im Ler. angezogenesWerk den Titel in — Französisch: llesseins pouremplo^er li-s plerres preoieuses sn paruro,invente8 er ßraves par A. XcüarAv fousll-ler. 20. k'enill. s. a.
— — (Johann Christian), ein Bau - undMäurermeister zu Bärnstein, einem Städtchen indem Chursächsischen Erzgebirge, um 1729.
Schar ffe nberg (Crispin). Ein solcher wurdevermuthlich um i 568 . als des Rathes privilegirterBuchdrucker zu Breßlau angenommen. Schon ini 5 bZ. erschien dort bey ihm: Adam Riesen»Rechnung auf der Linien und der Feder,mit des Verfassers Brustbilde. Vielleicht warJobann Scharffenberg, bey welchem: Astro-labium, sammt einem kurzen Unterricht, wieman solch Instrument brauchen soll, erstlichdurch l). Job Lopp, jeyo durch ZachariamBornmann, Jlluministen zu Breslau (Bres-lau i 584 -) gedruckt wurde, sein Sohn. B. Eb-bisch, der sich 1576. Form-und Wappenschneidcrin Kupfer und andern Metallen nennt, sagt: Erhabe bey diesem Crispin gearbeitet. Moehrsens Beyrr. z. Geschichte d. Wissenschaf-ten. Ilebrigens beweisen alle diese Angaben dochnoch nicht, daß er auch selbst die bildenden Künstekultivirt habe. Gegen i 588 . scheint er nicht mehram Leben gewesen zu seyn. Bundmanns: 8ils-sia in Xummis S. 4 >i.
* — — (Georg), gebürtig aus Görlitz in derLausitz, ob vielleicht Sohn oder Bruder des Obi-gen. Um i 574 « hielt derselbe sich zu Frankfurt ander Oder auf. Damals arbeitete er viel Leistenund Stöcke zu Planeten und Kalenverzeichen fürThurneissern, der zu Berlin eine große Druckereyangelegt hatte. Man hat von Georg noch einenBrief aufgefunden, worin er sich bey Thurneissernwegen verzögerter Arbeit entschuldigt, und zwaraus dem Grunde, weil ihm der ChurfürstlicheKapellmeister sein Konterfaik zu schneiden gegebenhatte. M 0 ehsen's Beyrr. z. Geschichte derWissenschaften S. 10b. Sonder Zweifel warer auch für Hans Eichhorn, berühmten Buchdruckerzu Frankfurt an der Oder , zu dieser Zeit mit Ar-beit beschäftigt. Von ihm ist uns, neben Andern:,ein ausnehmend großer, i 5 b 5 . mit seinem auege«schriebencn Namen in Holz geschnittener, Prospektvon Görlitz (nach der Zeichnung Jos. Mctzkersoder Metzgers) bekannt. Die Formen davon sindnoch bey einem Buchdrucker zu Görlitz vorhanden,von wo man auch Abdrücke, auf is. aneinandergestoßenen Gchreibcbogen, erhalten kann. Malp«dann nennt von ihm schöne Blätter für eine iniöo2. zu Basel bey Froben gedruckte lateinischeNotitz der spätern Römischen Geschichte, über Ar-cadius und Honorius hinaus, und andre zu einemWerke des A. Alciatus über die Pflichten der bür-gerlichen und Militärbehörden. Auf dem Blatte,welches den Consul von Palästina vorstellt, soll sichsein aus 8. u. L. gebildetes Monogramm befinden,
Scharleson( ). Der Katalog von Bran-des führt ein kleines Quer-Oktavblatt: le 6Lbrio^let (Oabrivlet?) nsc^riijue an, das Mit:
i'ec. bezeichnet sey.
Scharnagel (Leorhard). So heißt irgendwoganz ohne' Weiteres ein Mitglied der Künstler-