Band 
Zweyter Theil [3].
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1472
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1472 Scharrer.

Academie zu München um 1770. Ob selbst aus-übender Künstler, ist noch die Frage.

Scharrer (Niclaus), ein Bau-und Zimmer-meister der Stadt Hof im Baireutbischen. Erführte hier, mit dem darüber zu Rathe gezogenenI. Rreizschmar, um 1660. das abgebrannte Rath-haus wieder auf; baute auch sechs Jahr späteran den Fleischbänken dieser Stadt. O D. Lo nrgolius Höfische Brande (Hof Ragnitz an derSaale 4 ") Jahrg. 1746. S. 68. und 167.

Scharringhausen (Christoph Dietrich),war um 178b. und noch i8<w. als Bauvoigt derStadt Hannover angestellt. Heinrich AugustHanfing war damals Bauschreibcr. Churban-növeris. Sraarskalender.

Scharschich oder Scharsich (Carl Fried-rich), nicht Scharschuch (wie er im Dresdner polit. Anzeiger 1809. St. 86. heißt), Maler,geboren zu Dresden , ein Schüler von Klaß, warum 1788. bey der Breitkopfischen Buchhandlungzu Leipzig angestellt. Nachwerts kam er wiedernach Dresden . Dort lebte er 179g. starb daselbst1808. 4 s. I alt an der Schwindsucht, und istauf dem dastgen Elias-Kirchhofe begraben. Hay-niann S. 472—76. in der Anmerkung.

— — s. sogleich auch Scharschuch.

Scharschuch (August Ehregott), geboren zuBärenstein bey Alkenberg 1749. Königl. SächsischerWasserbau - und Mühlenwerkmeister seit 1794.Derselbe baute die Spiegelfabrike von neuem un-ter Leitung des nun verstorbenen Maschinendirek-tors Mende, bey dem er drey Jahre gewesen war.Durch diesen Bau bekam er seinen jetzigen Posten.Er erfand auch Windmühlen mit horizontalen Flü-geln, und bekam dafür von der Commcrcien-De-putation eine Prämie. S. ihre Beschreibung inden Dresdn. gemein. Leyrr. 1808 S. 295.u. f. Sein neuestes Werk ist die Keyner - und Va-lentinische Bleyfarbenfabrik in Poppitz zu Dres-den . So heißt es bey Haymann (2809.) S.417-18.

— — (Augustin), Neffe des Obigen, gebo-ren zu Offlg bey Zeitz 1779. kam nach Dresden ,und lernte in der Academie der Künste seit 1800.Alsdann arbeitete er bey seinem Oheim und gabUnterricht in der Architektur und Maschinenlehre.Nächstens geht er als Gräflich-Russischer Land-und Stadlbaumeistcr nach Gera . So heißt esbey Haßmann (1809.) S. 4 > 9 . Seiner gedenktauch Möller's Srifr-Zeitzlsches Gel. Lex.

Scharr (Joh. Georg von der), ein Bildhauerum - 58 i. Sein von Hans Hofmann gemaltesBildniß sah man einst in dem Paul Praunische»Kabinette zu Nürnberg . Vermöge eines andern,von N. Lucidel gemalten Bildnisses in gleichemKabinette, war derselbe 1673. 43 . Jahre alt. Erverfertigte Bilder von gebrannter Erde. slk-c.

* Scharen (Hubert). Einige nennen ihn auchAlbert. Ein Verzeichniß meines sei. Vaters führtvon ihm sieben Bildnisse nach I Dagard (Chri-stian V.), L. Haven, I. Jepsen, und Wuchters(Christian V. und VI.) au.

Scharrenhofer (Amalie von), Gat-tin des Königl. Bayerschen Damenstiftskanzlcrsdieses Geschlechts, und Tochter des LeibarztS,Professorsund AkademikersBaader zu München ,geboren zu Erding 1762. lernte die Zeichen - undMalerkunst bey dem Vice-Galerie-Direktor Dör-ner, und brachte es vorzüglich im Zeichnen mitfarbigen Bleystiften, so wie im Pastellmalen, soweit, daß sie sehr schöne Bildnisse nach der Naturverfertigte. „Noch bildet sie" (beißt es bey L>-porvsky) „ihr Kunsttalent immer mehr aus". Dortwerden von ihr ein Dutzend Bilder, die mehrernnach großen Meistern (wahrscheinlich aus derMünchner - Galerie) angeführt, und liest man beyzweyen derselben: „Ist braunroth abgedruckt";

Schaud.

was auf geetzte Blätter von oder nach ihr zu deu-ten scheint.

Schatz (David). Ein solcher verfertigte in1599. die hölzerne Kanzel der Stadtkirche St.Nicolai zu Döbeln in Sachsen , welche mit ver-schiedenem Bild - und Schnitzwerke, den vier Evan-gelisten u. s. f. geziert ist. Man findet in dieserKanzel auch ein nachher dahin gekommenes Bild-niß Dr. Luthers in Oel , was die Bezeichnung:Christian /ehre 167,. an sich ragt. L. Mäb i tzChronik von Döbeln (Leisnig 1727. 8°.) S.66. u. 67.

— Ein solcher heißt im: /loriren-den Leipzig : Königl. Polnischer und Fürstl.Schwarzenbergischer Baumeister, der in der erstenHälfte des XVIU. Jahrhunderts zu Leipzig lebte.Vermuthlich ist er auch derjenige Schatz, nachwelchem Zinck den Apelschen Garten zu Leipzig ,in gr Fol. (s. Adelungs verzeichniß derLandkarren und topographischen Blatter derSächsischen Lande S. 178.), und dann auch der-jenige, nach welchem I. A. Corvinus und I. C.Steiuberger zwey Blätter in gr. Fol. für den Ver-lag von Wolff zu Augsburg radirren, welche denhier zusammengezogenen Titel führen: Plan etLle-vation ßenerslo än KLtimeut «le 8 L. Nons?rle X. däti a Oresrlen, cie tinvention se ILlr.§cüatL. il^c.

— — (Hans Severus), Glockengießer, s.Pape (Jacob) in den gegenwärtigen Zusätzen.

Schatzmann (I. C.),-r 5 . Jahr lang Amts-mann in Hessen - Homburgischen Diensten, einKunstdilettante, der deßwegen seine Entlassungnahm, den Charakter eines wirklichen Hof- undConimissionsrathS erhielt, und von da (etwa von1766.) an, wie es scheint zu Burg-Friedbera pri-valisirte, um 1787. 72. I. alt und ohne Brillearbeitend. Um dieselbe Zeit sah H. Mensel vonihm, mit wunderschöner Wahrheit gemalte Schmet-terlinge, welche die bekannten Seppischen (Christ.Gchmidischen» noch an Kunst übertrafen, unterjedem ein angenehm gctuschres Lanoscl'äfkgen. —Diese Notitz im Mus I. 87—88. veranlaßte denGreisen, an H. Mensel zu schreiben, und ihmnähere Kunde von seinen Arbeiten zu geben, wor-aus neben Anderm erhellet, daß er sich dabey frey-lich der Schmetterlingsflügel zur Mithülfe twie?wird nicht gemeldet) bediente. Neben der, bereitsvon H. Meusel gekannten besaß H. Schatzmannnoch eine größere Sammlung, die er damals aufbillige Bedinge abzugeben Willens war. Sehrnaiv erzählt der Greis: Wie man zu Frankfurt seine gemalten Insekten so sehr für natürliche ge-halten, daß man beym Anblick der ersten Tafelausrief: „Das haben wir Alles auch schon gesehu"!und er so mit Vorweisung der übrigen verschontblieb; daß man hiernächst glaubte, es wäre bessergewesen, wenn er statt Laudschäflgen unter jedemSchmetterling seine Raupe mit ihrem Futter ge-malt hatte; worauf er aber (bravo!) antwortete:»Ich habe kein entomvlogisches Werk verfertige»wollen. Der Eine denkt so, der Andere anders.Ich liebe die getuschten Landschäftchen". Mus.I V. 32 — 35 . H- Meusel besaß H. SchatzmannsSilhouette, die er ihm auf die Rückseiie einerProbe seiner Kunst, als Geschenk übersandk hatte.

Schaub oder Sbaub (Lucas). So (ver-schieden im Text und Register) nennt DallarvayII. 267. einen Englischen (oder Deutsche ») Kunst-dilettanten, dessen Kabinet in 1728. twenn wirden lockern Erzähler recht verstehen) an den Prin-zen Friedrich von Wales für 7784. Pf. Sterl.verkauft wurde.

— — ( ) Der N)mklersche Katalog

führt 5 . kleine Köpfe (darunter vier jugendliche)an, welche er mit vieler Leichtigkeit geetzt nennt,die mit: öxlmttb F. 1776. bezeichnet sind. Ei»andrer Gankkaralog nennt von einem (ohne Zwei-