S ch a u b a ch.
fel dem nämlichen) Schaub: Das Bildniß Pas-kal Paoli's.
Schaubach (Johann Daniel), zu Meinin-gen; Hofmaurermeister des Herzogs von Coburg m 1802. Coburg - Meiningssches jähr-liches Taschenbuch 1802. S. 20b.
Schaube (Niclaus). So heißt in der Samm--lung berühmter Medailleurs (>!° 227.) ei»um i 5 g 8 . blühender Dänischer Medailleur.
* Schaubrock, Schaubruck od. Schu-tz ruck (Perer). Nach von Mechel geboren zuAntwerpen um »542. Von Männlich nennt ihneinen Nachahmer seines Meisters I. Breughel,den er aber nicht erreichte. Derselbe hielt sichum 1697. zu Nürnberg auf. P. Praun kauftevon ihm selbst einige auf Kupfer gemalte sehr schonehistorische Bilder sowohl als Landschaften,
Von ihm besitzen: Die Galerie zu Wien einenBrand von Troja (160b.), diejenige zu München eine wilde Felsgegend (beyde klein auf Kupfer);Schleisheim eine ähnliche; Salzrhalum (einst)eine größere, mit Iohannis Predigt staffirt.
Schauenburg (Georg von), ein Ritter,Meister Mater der damalige berühmte Büchsen«meister aus Nürnberg, Philipp von Feilitzschund Georg von Ebeleben, beydes Edelleute,wurden im Jahr 1017. als die Festung und SchloßMansfeld in gehörigen und festen Stand gesetztwerden sollte, von dem Grafen von Mansfeld alsBauverständige verschrieben und zu Rathe gezo-gen. In 1222. beschicd man auch Siegmundenvon Brandenstein, einen Edelmann und wohl«erfahrnen Baumeister, daß er die bisher aufgeführ-ten Gebäude besichtigen und seine Meinung überden weilern Bau angeben solle. Da Kaiser CarlV. dieses Schloß 1647. mit Akkord einbekam, soließ er es durch den berühmten Baumeister zu Mag-deburg , Christoph Srieler, der, wie es heißt,guten Sold, ein neues Kleid und freye Kost be-kam , noch mehr befestigen. Dieser feste Platz wurde1674. demolirt; man fand dabey die Mauern vonsolcher Festigkeit, daß sie nur durch Pulver ge-sprengt werden konnten. E. C. Franck Historied. Grafschaft Mansfeld (Leipz. 1720.4°.) S. 19.
Schauer (Franz von Sales ). So heißt beyLiporvsky (nach Westenrieder S. 37b.) ganz ohneWeiteres ein Maler aus Bayern .
— — (I- G. G.). Und so Ebendas. einSchwarzkunststecher zu Augsburg . Von ihm kenntman ein Paar Bildnisse: Alberic's, Abtes vonWettingen , nach M. Keller, und W. Popps,Abts von St. Ulrich, nach I. B. Kneppich; dannzwey Köpfe nach A. Marchestni. S. auch untenI. Georg Schaur.
— — (Niclaus), ein geschickter Bildniß-maler zu Schleusingen äm Hennebergischen um1680. Nach ihm arbeitete, neben Anderm, W.P. Kilian. S. auch den gleich folgenden Art.
— — — — ein Maler, der in der er-sten Hälfte des XVIll. Jahrhunderts, vermuth-lich ebenfalls im Hennebergischen, lebte. Nachihm hat I. C- Oberdörffer das Bildniß des dor-tigen lU. Gottfried Ludovici in 8°. gestochen,
Ob er mit dem Obigen nicht etwa Eine Person,oder vielleicht dessen Sohn sey, ist uns unbekannt.
— — s. auch Schaur.
Schauf (Joh. Nepomuk), Lehrer der Zei-chenkunst bey der Hauptnormalschule zu Preßburg ,geb. zu Herzmanmiesteg im Chrudiner-Kreise inBöhmen 1767. Derselbe hat sich durch verschie-dene Schriften bekannt gemacht: Theorie derSaulenordnungen, sammt einer Ungarischen ksiarional-Säulenordnung (Preßburg 1790. gr.8°.mit Kupf.). Die Feierlichkeiten bey der Rrö«nung des Baiser Leopolds II. als Bönigesvon Ungarn (Wien 1790. gr. 4 °- mit Kupf.).Allgemeine Begriffe von Bünsten und Rünst-
Schaufelein. 147z
lern, aufgewendet auf die bildenden Rünste(Preßburg mit eigenen Schriften 1794.8°) Grund-begriff zur schonen Baukunst (Wien 1806.). Eretzte auch wenigstens Musikalien, wie wir aus einemAvertiffement im Ungarischen Magazin B. II. 1782.ersehen, wornach er Musikalien berühmter Tonsetzernachstechen wollte, und dort zugleich ein Probeblaktseiner Stecherey beyfügte.
Schaufelberger (Joh. Jacob), Malerund Kupferstecher von Zürich in der Schweiz ,von dem wir nicht einmal (so dürftig sieht es mitgewissen Kunden überall) seine eigentliche Lebenszeiterfahren konnten. Von ihm kennt man inzwischen,ohne andern Namen als den seinigen» die Bild-nisse des Theologen Joh. Heinrich Fasi, des Lu-dimoderators I. Jacob Ulrichs, und des Pros.Cthices von gleichem Namen aus Zürich ; danndes Theologen Bened. Piktets aus Genf .
* Schau fei ein, Gchaeufelein oderSchaeuffelein (Hans). Die gründlichsteKunde von der Geschichte dieses alten deutschen Künstlers findet sich wohl in Meusel's N.M>ec. X. 2in—220. Das Resultat derselbenist Folgendes: Daß er ein Sohn Franz Schau,felins von Nördlingen, dort geboren, und, un-geachtet sein Vater 1476. nach Nürnberg zog, von1490. bis über i 5 Zo. hinaus in seiner ursprüng-lichen Vaterstadt blühete dort i 5 i 5 . Bürger ward(d. h. in seine bürgerlichen Rechte trat), späther-hin daselbst eine Rathsstelle bekleidete, und 1209.(nicht ( 55 o. wie gewöhnlich geglaubt wird» ver-storben seyn soll. Den Grund im Zeichnen undMalen legte er jedoch wohl allerdings in Nürn-berg , und zwar sehr wahrscheinlich bey Dürern,den er als Zeichner, Maler und Formschneidcr(wenn anders die mit seinem Monogramm signir-ten Blätter wirklich seine eigene Arbeit leyn soll-ten, was wenigstens ganz unerwiesen ist) so genaunachahmte, daß auch die größten Kenner seineWerke nicht selten für Dürersche hielten. KaiserMaximilian 1 . schätzte ihn sehr hoch. Don ihm,als Maler, kennt man: Vörderst zu Nördlingen in der Et. Gcvrgskirche das (auch von San-dra« S. 070. gepriesene) Blatt des untern Al-tars: Die Abnehmung vom Kreuze. Der Leich-nam ist gctnz Natur, vortreflich anatomisch gezeich-net, und das Fleisch weich bearbeitet; die KopfeJosephs und Nikodemus sind vollständige Mei-sterstücke; das Leiden St. Johanns und der H.Frauen ganz redend ausgedrückt; im Hintergründedie Stadt Jerusalem mit Figuren, zwar von vcr-hältuißmäßiger Größe, aber ohne Haltung: Ne-ben den Hauptfiguren auch David und Paulus,und ein Paar allegorische, die Mäßigkeit undBarmherzigkeit. Kolorirt ist eö besser als andreseiner Arbeiten; wie z. D. noch eine zweyte Ab-nahme von Kreuze, in eben dieser Kirche, sonstder Vorstellung nach der erster» gleich. (Jenesist, ehe es gewiesen wird, durch ein anderes neue-res von G. M. Haack bedeckt) Endlich in dernämlichen Kirche: Vier gemalte Epitaphien: Chri-stus von Maria und Martha empfangen; einEcce Homo, abermals eine Abnahme vom Kreuz,und eine Himmelfahrt Maria, von i 5 i(>- 21. da-tirt. Hiernächst in der Bundessiube auf dem Rath-hause das große al Fresco : Die Belagerung Be-thuliens, mit i 5 r 5 . bezeichnet, ebenfalls ein kreis-liches Werk: Judith vor Holofcrnes Zelte, miteiner Menge Kriegern umgeben, worunter sichdes Künstlers Bildniß befinden soll. Daß in demHintergründe Kanonen angebracht sind — wen,als die einbildjsche Einfalt kann das irren? Meu -fel's Mus. X. 827—3». Dann in der ehema-ligen Fränkischen Benediktiner -Abtey Anhäufendas Altarblakt mit Flügelthüren, mit i 5 iZ. undseinem bekannten Monogramm bezeichnet. Aufdem Hauptbilde eine Krönung Mariä durch denVater und den Sohn; rings umher die Engelund Seligen in heiliges Erstaunen versunken; un-terhalb in Wolken Moses, David, die Apostelu. s. f., nebst dem H. Abt von Truchses. Auf
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