Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1487
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S ch enk.

großes Blatt: Die Stadt Meißen , mit der lim-liegenden Gegend. LJach ihm z. B. den altenGeizhals, den der Tod mit der Violine abholt, vonB. Lcns geschabt, selten. (Malpö führt ein Blattvon diesem Gegenstand als Schenk« eigene Arbeitan). Gandellini bemerkt: Daß derselbe bis-weilen seine geschabten Blätter gefärbt geliefert habe,um die Tinten der Natur nachzuahmen; was aberunsers Wissens ein Irrthum ist. Wohl finden fichdergleichen von ihm (unangenehm genug) in ganzenFarben (roth, blau, u. s. f.) abgedruckt. Louk.MnL/er. S,-Mrcke5. S. auch den gleich vorher-gehnden Arr. I. Schenk.

* Schenk (Peter), der Sohn, dessen im Lex.unter dem Art seines Vaters Erwähnung geschieht,scheint den Kunstverlag desselben zu Amsterdam undLeipzig fortgeführt zu haben. Wohl zuberläßiglebte er noch i/dn; nach Einigen gar noch 177h.Er stach, wiewohl nicht mit der Geschicklichkeit desVaters, Figuren (?), Prospekte und Landkarten.Ausdrücklich mit seinem koc. bezeichnet ist ein großesBlatt, das Sächsische Schloß Auguflenburg; undaus seinem Verlage, nach der Zeichnung von I. R.Faesch, der Pallast des Grafen von Flemming zuDresden . M-rL/e»'. A7-c.

( ), ein Kupferstecher, unserer Zei-

ten, zu Leipzig . Er ist ein Schüler der dasigenAkademie. Von seiner Arbeit kennt man das Dild-niß Chr. Fel. Weiße's vor dessen Selbstbiographie.Ohne Zweifel derselbe, der um 1806. bey Doß zuLeipzig die Bildnisse des Kaiser Napoleons und derKaiserin Josephine im Krönungsornate, nachJsa-bey's Zeichnung gab, welche schwarz, jedes 8. Er.und gefärbt 12. Gr. kostete. Auch seither sah manvon ihm (1808.) auf dem Dresdner -Salon drey(uns unbekannte) Blatter. Dann nach Ramberg's Zeichnung, in dem zu Leipzig erschienenen Laschen-duche: Minerva für 1811.

( ), Hofmaler des Kurfürsten von

Cölln . Im Gefolge seines Herrn befand er sich beyder Kaiserkrönung zu Frankfurt am Mayn im Jahr17/,2. Rrönungs-Diarium Baiser Carl(Franks, a. M. 1742. Fol) Lourieriiste.

Schenkel, s. oben Schenckel.

Schenkenkorn (Blasius), ein geschickterTischler, der 1)61. den Rarhsstuhl in der St. Nico-lauskirche zu Leipzig verfertigte, wofür er rov. fl.bekam. Vogels Ehron. G. 07 »

Gchenker (N.). So nennt Basan (Lst. sec.)einen Künstler, der in 1788. ein Blatt: Den mütter-lichen Schreck, nach Schall, gestochen habe. Einanderes Verzeichuiß führt von ihm ein anderes, mitder Unterschrift: l)iscontent in punktirter Manieran. Er lebte vermuthlich zu Paris , und ist wahr-scheinlich »och derselbe h». Schenken, der für denTArnsnscb äes Oames pour ?an X. (Uaris etTübingen), nach Fragonard dem Sohn, wiederin erwähnter Manier gearbeitet hat.

Schepp (Georg Ludwig), Münzeifenschneider;arbeitete von 175/,. bis 17Hz. an dem Hessenkasseli-schen Hofe. SainmI. berühmt. Medailleurs.N°. 418.

(Johann Christoph), vielleicht des Obi-gen Sohn, wat um 17(10. Münzeifenschneider undGraveur auf der Pleißenburg zu Leipzig . Leipz.Adreßkal.

Scheppen (Hans). Ein solcher (heißt esirgendwo, ganz ohne Weiteres) ist durch Zeich-nungen bekannt.

Scheps (Caspar), ein Gießer zu Chemnitz .Man gedenkt seiner, in einer alten unqedrucklenChronik der Stadt Merana von I. Ranfft, imJahre 1269,

Schere!! (Christ. Friedrich). In dem Leip­ ziger Adreß- Post- und Reisekalcnder auf 1811.S. 66. wird er, unter dem zu der Leipziger-Univer-

Scheel. 143^

sitat gehörigem Personale, als Jllumineur aufge-führt.

Scherer (Johann Friedrich), Maler undKupferstecher, geb. zu Schaffhausen in der Schweiz 1741. war Zeichenmeister der Universität Hcimstädtum 1778. seit 1791. aber Hofmaler zu Braun­ schweig ; malte hauptsächlich Blumen und Land-schaften in Oel. Dann kannte man schon 1778»von ihm Blatter zu du Roi's Harbkischen wildenBauinzucht. Er lebte noch um 1809. Mensel I. ll.und zZ. R L- Ob er vielleicht ein Sohn vomJob. Jac. Gcharer des Lex. seyn dürfte?

* (Joh. Jacob), s. Scheerer.

(I. C.), zu Cassel , um die Mitte desvorigen Jahrhunderts. In H. R. Muth's Hna-tomis oculi tiumani oder Zergliederung des mensch-lichen Auges, und desselben Corspicilla conserva-toria. corroborstoria oder Augenstarkende un^>Gesicht erhaltende Augenglaser, welche beydeAbhandlungen zu Cassel 1747. in 12°. erschienen,findet man Blatter, die Scherer nach eigener Zeich-nung gestochen hat.

(Wigand), von Kronweißenburg, in18 lo. Glasergesell zu Zürch . Von ihm sah manauf dem dortigen Salon desselben Jahrs eine aufGlastafcl und schwarzen Grund schön gravirte gol-dene Schrift mit Einfapnng. Was aus dem Jüng-ling weiter geworden sey, ist uns unbekannt.

( ). Ein andrer dieses Geschlechts

ist uns nur aus dem Titel folgender Schrift bekannt:I. f)ezzl Beschreib, der Gegend von Wien (als zweyter Theil der Beschreibung von Mien),mit einer Reisekarte nach Scherer,'gestochen vonGerstner. Wien 1807. S. auch den gleich ff Art.

( ), ein Kupferstecher zu München

um 1790. und noch 1806. daselbst am Leben. Erstach zu Webers Mechanik (Landshut 79Z. 8°) undzu dem Reiseallas von Bayern , den A. v. Niedl1796. herausgab. Fast denken wir, daß dieser mitdem gleich Vorhergehnden Einer und Derselbe sey.

( ). Nach einem andern, uns übrss

gens ganz unbekannten Künstler dieses Geschlechtshat G. A. Wolfgang das Bildniß von Mich. Lilien-thal gestochen.

Scherhofer (Johann Jacob), Zimmer-meister, Johann Anton Melchiori Maurermeisterund Johann Christoph Bobersacher Steinmetz,führten von 1725. an die große und prächtige Ritter-akademie zu Liegnitz auf. Dieses Gebäude wurdenach den Zeichnungen von Anton Erhard Marri-nelli (ihm wird der Titel: Brckir. Ecos. /Znti-^rapkaris Sparta kunxents, d. h. kurz und gutdeutsch , eines Kaiser!. Baucontrolleurs beygelegt),welcher vielleicht ein Nachkömmling vonDominicusMarrinelli war, errichtet. Rund man n'sTeurschland's, insonderheit Schlesiens Schu-len in Münzen (Breslau 1741. 4 °.) S. 291. ff.Dieses Buch giebt zugleich eine von C. M. Trappgestochene Ansicht erwähnter Akademie.

Schertm oder Sherin ( ), ein Fran-

zose (mithin möchte wohl sein Name nicht richtigortographirt seyn) der in der Bildhauerei) einwahres Genie, sonst aber der liederlichste und un-wissendste Mensch von der Welt war. Er hielt sich(wahrscheinlich um oder nach der Mitte des vorigenJahrhunderts) eine Zeitlang zu Cassel auf, undverfertigte dort die sieben Sacramente in schönenBasreliefs für die neue katholische Schloßkapelledaselbst. Vermuthlich starb er im Elende; wenigstenshat man nichts weiter von ihm erfahren können.Hirschings (Jachr. von Runstsammlungen,Lh. V. 1792. S. 282.

Scherl (Erhard), der Stadt Regensburg Münzmeister; st. 1698. Hirsch teutsch. Münz

arch. Th. I! 1 . S. 117.