Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1488
JPEG-Download
 

i488 Scher meyer.

Gchermeyer (Johann), ein Steinmetz-meister zu Dresden ; wo er um 1622 vorkömmt.S. ein handschriftliches Werk über Dresden vonC. A. Freyberg.

Schsrpff ( ), Bürgermeister zu Urach

im Würtembergischen, hatte um i/ 85 . ein Natu-ralienkabinet von ausgestopften vierfüßigen Thierenund Vögeln für denHerzog von U) ' (soll dochwohl Würtemberg heißen) gefertigt, das sich da-mals schon über 4 «o. Stück belief, und wobey unserScherpff sich als wirklicher Künstler zeigte. DieseThiere sind nämlich, zum Bewundern der Naturabgestohlen, in den verfchiedenklichsten Affektenzusammengruppirt. Man sagte dabey, daß imPariser-Naturalienkabinette die Thiere todt, hieraber wahrhaft lebendig zu sehen wären. SpeziellereNachrichten von einzelnen Kunstwerken gedachterSammlung, liefert zum Theil LichtenbergsMagaz. für Physik und Vsarurgesch. B. IV.St. t. (Gotha 1786. 8°. S. 7881.)

Scherrlerin (M. C-). So benennt dasDerzeichniß der Malerbildnisse im Lex. (in dem mansie jedoch sonst nicht rubrizirt findet) die Malerineines Bildnisses von I. C. Sing, gestochen vonG. C. Kilian.

Scheßler (Georg), ein Glockengießer zu Leip­ zig , wo man ihn i 65 o. (anderwerts auch früherin 1643. und später in 1672.) benennt. GleicheKünstler waren Hans Hendel und Simon Brock,die um i 65 o. zu Zwickau vorkommen. SchmidtChrom von Zwickau Lh. ll. S. 709. 7 ".

Schetky ( I. §.). So heißt bey Liorillo V.821. ein deutscher Künstler, der sich lange in Eng-land, und noch 1807. zu Oxford aufhielt, wo eraus einem Gedichte von W. Scott zwölf Scenenzu eben so vielen Gemälden wählte, welche Heath,wie es hieß, stechen sollte.

Scheubel (Johann Joseph), Fürstbischöfrlicher Hofmaler zu Bamberg , Schüler von G. deMarees. Einige Zeit lang hielt er sich zu Rom auf. Von ihm führt Lipowsky Mehreres an, dassich zu Bamberg in der ehemaligen Nonnenkirchezum H. Grab, in der KollegiatSkirche St. Gan-dolph, in derjenigen der Englischen Fräuleins, inder Franziskanerkirche, in der Stiftskirche St.Stephan: Peter und Paul (dies nach seiner Rück-kehr aus Welschland), in der St. Johann desTäufers Kapelle, in der Kirche am Michaelsberg:Eine Himmelfahrt, in der Hofkapelle zu Bamberg Verschiedenes, befindet. Lons Murr Merkw.der Stadt Bamberg S. 119. 21. 29. 55 . »7. 38 .5 o. 7Z. u. 83 . S. auch oben die Art. Jos. Scheibe!,und Scheibelr.

Scheu ckert (Joh. Aug.), arbeitete (heißtes in: Dresden zur Rennrniß seiner Häuser)um 1798. daselbst Figuren, und poussirle in Wachs.

Scheuer ( ), Lieutenant in Königl. Preus-

sischen Diensten. Er war einer der Zeichner zu der,auf Befehl des Königs von Preussen, vom Generalle Coq i 8 o 5 . in 22. Blättern herausgegebnen topogra-phischen Karle von Westphalen. Allg. geograph.Epbemeriden. Weimar Jahrg. i 8 o 5 . S. 492.

* Scheuerle er (tz.). Der LDmklerscheKatalog nennt ihn Maler und Zeichner, der gegendie Mitte des XVIIl. Jahrhunderts im Haagblühete, und führt dann von ihm 4. geetzte Blätterin Qucrfol. an, von welchen zwey den Pallast imBusch, ein drittes Scheveninguen, das vierte dieEpaccata der Kirche zu Gouda , letztres mit 1760.datirt, darstellen.

Scheufele (Joseph, s. b. Joh. Jgnatius),wahrscheinlich noch lebender Chur -Baycrscher Me-dailleur, geb. zu Passau 1733. Derselbe war an-fangs ein Gürtler, und erlernte, erst in seinemSechs und Dreyßigsten, die Prägekunst ohne An-leitung. Späterhin besuchte er Italien und die'Schweiz , wo er mit Hedlingern Bekanntschaft

S ch i a v 0 n e.

machte. Von ihm kennt man viele Schaumünzenund Gepräge für die Münze zu Münche n.Lipowsky.

Scheureck (Friedrich August), ein schlechterKupferstecher zu Leipzig . Derselbe hat mehrereProspekte sächsischer Städte, vorzüglich Leipzigs ,selbst gezeichnet, radirt und illuminirt; sodann auchGrundrisse, Leipziger - Etuventenaufzüge u. s. f.Wir bemerken auf seinen Blättern die Jahrszahlen1779. und 1788.

Gch eurer (Georg). Ein schlechtes DildnißJohann lll. Königs von Pohlen, von I. Fr. (anck)gestochen, mit beygedruckler Relation der EntsetzungWiens ist signirt:Nürnberg und Frankfurt beyGeorg Scheurer Kunsthändlern, im Jahre i 683 ."

Scheurmann (I.), Zeichner und Kupfer-stecher zu Arau in der Schweiz . Um 1800 sah manvon ihm mehrere Nummern zu der von I. H. Weißverfaßten und von Herrn Rud. Meyer, Vater, zuAarau 1786 1802. in 16. Bl. herausgegebenengroßen Schweizerkarte; dann verschiedene kleinereGeneral- und Spezialkarten der Schweiz für diein Zürch erschienenen helvetischen Almanache, letztrebesonders mit großer Genauigkeit und vortrcflichemGrabstichel. Allg geogr. Epbemeriden. Weimar Jahrg. 1802. S. 167. 633 . ff. Mrc.

* Scheutz, s. Scheitz.

Scheutzlich (Hans), zu Schneeberg in Sach­ sen geboren. Der Kurfürst von BrandenburgJoachim II. (regierte in den Iah en i 6351671.)rüste ihn von Schneebcrg zu sich, und gab ihm eineAnstellung als Steinmetz und Bildhauer bey demBaue des schönen Schlosses zu Eölln bey Berlin.In der St. Marienkirche seiner Geburtsstadk, siehtman ein gutes Dildniß von ihm, was einer seinerSchüler verfertigt hat. Melrzer's erneuerteChronik von Schneeberg S. 656 .

Scheyer (Johann Georg), Jngenieurmajordes Fürsten von Hohenlohe , Baudirektor zu Erfurt ,und Mitglied mehrerer Gesellschaften. Ein vorzüg-licher Mann in Wasser- und andern Bauten. Ergabmehrere unterrichtende Schriften aus Licht. So z. D.praktisch-ökonomische LVasserbaukunst (Th. I.Sluttgard und Erfurt 1794. mit 18. Kupf. Ver-besserte Ausg. Leipug 1790. Th. II. Ebend. 1796.mit 12. Kupf. 8°. praktisch - ökonomischeStraßenbaukunst (Leipz. 1796.8°. m.7. Kupf.)praktische Baukunst ökonomischer Gebäude(Th. I. Leipzig 1797. 8°. mit 8. Kupf.) u. s. f. Inletzterm Werke zeigt er einige gute Erfindungen an.Scheyer wurde zu Mittelstadt im Würlemdergi-schen geb., starb zu Erfurt 1801. und zwar nach denSächsischen provinzialblattern des GrafenBeuft (B. IX. G. , 65 . 26.» 69. nach dem

Jntelligeuzblatie der Jenaer A. L. Z. aber 62.Jahre alt.

* Scheynburg (Peter), s. Schynburg.

* Gcheyndel, s. Scheindel.

Schlaft >10 (Bernhard), ein Bruder desnachfolgenden Franz, der denselben noch in derKunst übertraf. Derselbe arbeitete, neben Anderm,für die Kirche St. Maria della Consolazione inMarmor und in Holz, und starb 1726 45 I. alt.Beyde waren von Camogli gebürtig. wo man auchin der Pfarrkirche von ihrer Arbeit findet. F!atti.

* (Franz), war geb. 168g. Latti.

Schianreschi (Domiuicus). So heißt beyLanzi I. 293. ein zu Anfang des XVIIi. Jahrh,blühender Maler, Schüler der Dibiena, gebürtigvon Borgs St. Sevolcro, dessen Perspektive dorthäufig in adelichen Häusern gefunden und sehr ge-schätzt werden.

* Schiavone (Andreas), Meldolla (besserMedola) genannt. Einige (meynt Basan.8vc. wohl irrig) machten aus Schiavone undMeldoUa zwey verschiedene Künstler, daher er ihn