Band 
Zweyter Theil [3].
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1524
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1524 Schneider.

Mainz , von der Gegend um Schaffhaufen und vonderjenigen um Lausanne ; die erstre wenigstens inpunktireer Manier; die beyden letzter« mit 1790-92. datirt. S unten denjenigen Schneider ohneNamen, welcher Mainz vor der Belagerung malte.

Schneider (Daniel), Maler, der in derletzter» Hälfte des XVIl. Jahrhunderts, entwederzu Wittenberg oder zu Leipzig , blühte. Mclch.Küssel hat das Bildniß von G, C. Kirchmaier , C.Romstädl (168Z.) das von W- T Martini, undBarksch das von Joh. Peisker (alle drey öffent-licher Lehrer zu Wittenberg ), Romstädt noch über-dies dasjenige einer Frau von Arnimb, geb. vonMausebach, im Sarge liegend, nach ihm gestochen.Andre seiner Bildnisse nach ihm hat I. C- Höcknergeliefert. In der Stadtkirche zu Wittenberg stehtman dasjenige des Superintendenten Abraham Calov (ganze Figur, Lebensgröße) 167z. recht gutvon ihm gemalt.

(Ernst Friedrich), war um Mo. Münz-meister zu Koburg S. die Leichenprcdigt seinesSchülers Johann Liebmann, Münzmeisters undWaradeins zu Berlin , von p. I. Spener 1694.(Cölln an der Spree . 4°.).

(F. )> Ein solcher gab in r8n. beySaalfeld in Berlin eine topographische Karte derGegend von roo. Quabrarmeilen um Berlin , inRoyalfol. welche 1. Thlr. 12. Gr. kostete.

(F. A.). S. unten Schneider.

(Georg Heinrich), ein Candidat derRechtsgelehrsamkeit zu Leipzig . Man findet in demGantkatalog seltner griechischer und römischerMünzen des Geh Kammerrath von Wichmanns«Hausen zu Dresden 1760. 8. mehrere von ihmradirte Münzen.

(Georg Jacob), ein Kupferstecher zuNürnberg um 1680. Uns sind folgende Werkebekannt, zu denen er gearbeitet hat: Zu WeckesBeschreibung von Dresden (Nürnberg 1679. Fol.)das Churfürstliche Residenzhaus und einen Grundrißvon Dresden , wie solche Stadt i 52 g. zu sehen warGabr, Tzschr'mmer's durchlauchtigste Zusammen-kunft (Nürnb. 1680 Fol.), was eine Vorstellung derLustbarkeiten enthalt, die Churfürst Johann Georg II. bey Anwesenheit seiner Gebrüder zu Dresden veranstaltete. Die allegorische Vorstellung desPlaneten Merkur, der Aufzug der Diana mit derJägerey durch die Straßen, auf 8 zusammengesetztengewöhnlichen Bogen, und das Lustjagen auf demSchloßhöfe. Endlich soll er auch zu LapritzensPalmwald (Nürnberg 1686.) Landkarten verfertigthaben, die nachher noch zu andern Büchern ge-braucht wurden, wir aber nicht gesehen haben.Sämtliche oben genannte Blätter sind, nach unbe-kannten Zeichnern^ in verschiedentlich«»; Foliofor-mate, sehr mittelmäßig radirt, und theils mit seinemNamen, theils mit 6. ). 8ck. sec. und 6.1- 8. f«-c.bezeichnet. Hasche (der vermuthlich diese Stichein losen Heften vor sich hatte) in seinem Magazineder sächsischen Geschichte lll. 442. macht denUnsrigen irrig zu einem Dresdner , und setzt seineBlüthezeit. verführt durch die Jahrszahl obigenGrundrisses, eben so irrig um 1629. an. Adelunghat letztem Irrthum in dem kritischen Verzeichnisseder Landkarten und topographischen Blatter derSächsischen Lande (S. 64 - N". 1. S. 71. N°. 1.S. 82. N°. 2.) mit einem neuen Fehler (indem erseine Vornamen auf gut Glück in Johann Georgumtauft) vermehrt, aufgenommen. Noch fuhrtSHad' s Dinacorhek von ihm an: Das Bildnißvon Johann Georg Zink, Dechanten, in gr. Fol.(S. 7».); und den Prospekt der Dörfer Neusesund Eschenbach, nebst Vorstellung der bekanntenGeschichte mit einem verbannten Wolfe, von i 685 .für eigenen Verlag, qu. Fol. Letztres ein sehrseltenes Blatt, wie es (S. rr 5 . 45.) heißt.S. auch den gleich folgenden Art.

(Gottl. Ferdinand), kommt um 1800.als Kondukteur in Königl. Preussischen Diensten

Schneider.

vor. In t8o5. erscheint er nicht mehr in dieserStelle.

SchneidersG. I.). So heißt ein uns sonstganz unbekannter Kupferstecher, von dem irgendwoein Blatt: I. Rudolph Werdimüller (von Zürch ) beyder Belagerung von Philipvsburg 1675. angeführtwird. Ob derselbe mit obigem Georg JacobEine Person sey, ist uns unbekannt.

(Henriette), Tochter des nachfolgendenLudervlgs, geb. zu Neuwied 1747. lernte die Ma-lerei) bey ihrem Vater, und gab hernach AndernUnterricht darin; wieD. der regierenden Rhein-gräfin von Grumbach. Sie malte Pastell, Minia-tur und Email, und lebte noch um »809. MenseltA. L L- S. auch den folgenden Art. LudwigSchneider.

(Johann Abraham), ein Edelgestein/schneidet zu Meißen , wo er im )ahre 1702 genanntwird. Das lyr lebende Meißen (Dresden 1700. 12.) S. 48

(Joh. Georg). So heißt im Weimar .Hofkalender, ohne Weiteres, ein dortiger Hof-bildhauer, der um 1729. gest. zu seyn scheint.

ein irriger Name von obi-gem Georg Jacob Schneider.

(Johann Gottlob). So heißt in:Dresden , zur Bennrniß seiner Häuser einModelltischler der dornigen Ingenieurs-Akademiein 1798.

(Johann Jacob), Königl. Großbritan-nischer u. Churfürst!. Braunschweiq-LnneburgischerJngenieur-Capitain-Lieutenant, ist durch ein Werküber die Kriegsbaukunst: Die bedeckre Festung(Hannover 1770. 8°. ,n- Kupf.) dekannr. Er lebtenoch 1796. als Jngenieur-Capikain zu Haarburg.

(Johann Leonhard, gewöhnlich Leon-hard), Fürstlich Onolzbachischer Hofmaler, in undnach der Mitte des XVIII. Jahrhunderts. Wegenseines zügellosen Lebens, setzte man ihn in dasZuchthaus zu Schwabach ; wo er auch, heißt es,

gestorben ist. Nach ihm gestochen hat GeorgLichtensteger, den Markgrafen Carl Wilh Friedrichzu Brandenburg (hiervon kennt man Abdrücke mitund ohne Zopf!); C H.C. Keller (1760.) den letztenMarkgrafen von Anspach Christ. Friedr. Carl Ale-xander, wobey ein Prospekt der Stadt Ampach;Val. D. Preißler, den Anspachischen Geh. RathG. F. ab Appold in Schwarzkunst (Abdrücke mitund ohne Orden); Joh. I. Haid 1767. den An-spachischen Geh. Raths-Prasidenten C. F. Freyh.von Seckendorf, ein schönes Blatt; und G> P.Nusbiegel, den Magister Joh. Adam Gottfried.Schad's pinacorhek S. 25 . 28. 48 . 5 Z. 6r. 2vZ.

(I. H.), exc. sveo prlvil. So istein von I. Houbraken 1774. gestochenes Bildnißdes G. L. le Clerc Grafen von Büffon, nachDrouais, bezeichnet. Baldingers N. Mag.für Aerzre II. 458 .

(Leonhard), ist obiger Johann Leomhard Schneider.

(Ludwig), Knrpfälzischer Hofmaler zuMannheim , geb. zu Gocha 1712. kam in seinemAchtzehnten als Kammermusikus in die Herzogl.Golhaische Kapelle; erhielt aber von dem dortigenHofralh von Rüxlcben (nicht Ruxleben, wie erim Anhange zum Lex. heißt) einigen Unterrichtim Miniaturmalen, und reiste alsdann nachItalien und Wien , wo er die Kunstakademie be-suchte, und den Grund zum Pastellmaleu nach derBehandlung der Rosalba legte. Nacb seiner Rück-kunft wendete er mehr Fleiß auf die Malerey, undverließ die musikalischen Dienste. In 1729. kamer als Kabineismaler nach Oarmstadl. Fünf Jahrenachher wollte er nach London gehn, woran aberdie damalige Schottkandische Rebellion ihn be-hinderte. Dafür blieb er einige Jahre an demGrast. Neuwiedischen Hofe. In 1748. ward er