Schneider.
Schnell. 1525
von dem Grafen Brühl nach Dresden berufen; alser aber daselbst auf dieses Herr» Rückkunft ausPolen warten sollte — reiste er an den Herzog!.Draunschweigischen Hof, von da nach Hamburg ,und wieder zurück durch das Reich nach Holland .Nach einem jährigen Aufenthalt im Haag gieng ernach Frankfurt am Mayn, und informirte diebeyden Prinzen von Jsenburg zu Offenbach . End-lich 1761. kam er an den Kurpfalzischen Hof zuMannheim , und blieb daselbst so lange, bis er,auf anhaltendes Bitten seiner oben erwähntenTochter, Erlaubniß erhielt, mit ihr an einigedeutsche Höfe zu reisen. In 177h. befanden sie sichin München . Er lebte noch um 1778. Mensel I.In 178g. fragt Ebenderselbe (ll.) »Lebt ernoch"? Im Ll. R L. (180g.) wird er »derVerstorbene" genannt.
Schneider (Ludwig Michael). Nach einemMaler dieses Namens, hat Val. D. Preißler in1720. das Bildniß von G. P. Telemann in Fol.geschabt.
— -- (L. I.), lebte ungefehr um 1796. Der-selbe zeichnete ein Bildniß von O. I. C. Fischer,Professor der Philosophie zu Jena , was von einemunbekannten Kupferstecher en Med. in 8°. (wennwir nicht irren zu Fischer« physikalischem Wörter-buche Göttingen 1798. ff. 8°.) gestochen ist.
— — (Niclas), Bürger und Maler zu Dres den , wo er auch i 583 . starb. S. die Leichenpredigtseiner Tochter Elisabeth, verhryr. A. Krüger,gehalten von S. k^uling (Dresden 1625. 4 °).
zufolge, wollte derselbe Karten und Plane vonSchlachten zu einem militairischen Kriegsaklasentwerfen, der die Kriege Frankreichs von Anfangder Revolution bis Ende Juli 179',. enthielt, undbey Treuttel und Würz verlegt werden sollte. Allg.geogr. Ephemeriden, Jahrg. 18c,2. S. 36 o.
Schneider ( ), Professor der Zeichen-
kunst zu Vienne im Dauphins. Von ihm (s. v.Seneider) heißt es in den blouv. cles^rrs (1802.)H. 122 — 123 . daß derselbe eine Sammlung vonMosaiken besitze, deren Gemeinmachung durch denStich dort gewünscht wird. Seither vernimmtman wirklich aus dem Tüb. Morgenbl. (1807.S. 80.) „ Nächstens wird er seine Untersuchungenüber die Alterthümer dieser Stadt bekannt machen.Er hat manches schätzbare Monument vor der Zer-störung beschützt."
— — ( ), war um 1811. als Stadtbau-
meister zu Baden (?) in Bestallung, il^c.
— — ( ), ein Glasschneider zu Warm-
brunn, unweit Hirschberg in Schlesien, um 1797.Taschenb. für Freunde des Riesengebirges.Hirschberg (1798.) S. 262.
— — ( )- In der von Haid 1786. heraus-
gegebnen Beschreibung von Ulm (S- 638 . 588 .)heißt es: Daß die Schneider, in der zu Ulm gehörigen Stadt Weißlingen, sich in neuern Zeitenals geschickte Maler bekannt gemacht hätten; undvermuthet dabey auch, daß der 1767. erneuerteAltar der Dorfkirche zu Reitheim, unweit Ulm ,von einem derselben gemalt worden sey.
— — (Ruprecht Adam), Kupferstecher zuMarkt-Fürth bey Nürnberg um 17(17- Eine vonihm gestochene Karte sieht man in G. M. LorviyErklärung über zwey astronomische Karten (Nürn berg 1748. 4°.).
— — (Simon), Maler der i 586 . zu Leipzig starb, wo er in der Johanniskirche begraben liegt.Vermuthlich wohnte er zuerst in Merseburg ; wenig-stens starb ihm seine erste Frau 1567. daselbst.
Inscript. lüps. p. 190.
— — oder Schneller (Thomas), einauf der Festung Königstein in Sachsen angestellterWundarzt. Aus einer am Gardehause daselbst be-findlichen Jnnschrift erhellet, daß er um 1)89.nach Angeben des in der Sächsischen Kunstge-schichte wohl bekannten Paul Büchners, dieseCaserne erbauet habe. S. die Chursachs. FestungRönigstein. 4°. S. 4 /.
— — ( )- Im Tüb. Morgenbl. (1808.
S. 1140. und 1809. i« 4 .) heißt es: „Der sehrgeschickte Artillerie-Lieutenant Schneider in Kön.Preussischen Diensten hat, nach einer sehr großenHauptkarte von Svanien und Portugal eine kleineregezeichnet, die wegen ihrer Bestimmtheit die beßteunter den bisher bekannten nicht sehr vorzüglichenCharten dieser Königreiche seyn dürfte."
— — ( ). Ein solcher studirte (um 17I0.
vermuthlich) die Landschaftsmalerey bey LouisEilvestre zu Dresden . Gelten Vermuthungen, somöchten wir ihn für denjenigen .... Schneiderhalten, der in Grro's Lexikon der OberlausitzischenSchriftsteller und Künstler Band I. Abtheil. 2.E. 523 . im Vorbeygehen genannt wird und zuBautzen (gewiß als Zeichenmeister an dem dastgenGymnasium) um 1780. Unterricht im Malen undZeichnen gab.
— — ( ). Von einem solchen sagt Drro
in dem eben gedachten Lexikon (B lll. S. 685 .),daß er das Kupferbild des Tobias Freygang,Schulrektors zu Kamen), zu dessen von Sam.Manitius gehaltenen und 1669. herausgegebnenLeichenpredigt, in 4 °- gefertigt habe.
— — ( ), Capitaine - Ingenieur topo-
graphe des Hauptdepots des französischen Kriegs-ministeriums. Einem 1802. erschienenen Prospektus
— — ( ). Von einem solchen (ob von
irgend Einem der Obigen, etwa dem ss. Schneider,den der Winklersche Katalog nennt, ist uns un-bekannt?) heißt es, daß er eine Ansicht der StadtMainz vor der Belagerung, nach der Natur gemalt,und I. G. Reinheimer zu Frankfurt am Mayn solchemit Fleiß und pünktlicher Nachahmung des Ori-ginals gestochen habe. (Pr. 2 fl. 24 kr) Bibl. d.red. u. bild. Rünste III. 1, 52.
— — ( ), ein (1811.) noch lebender ge-
schickter Architekt zu Bern in der Schweiz . Vonihm und seinem Kunstgenossen, Waller, gemein-schaftlich erbaut, ist der geschmackvolle Pavillon,Sommerleiik genannt, vor dem dortigen Oberchor;dann von ihm besonders das künstliche Radewerkan der Schutzmühle daselbst, die neue Einrichtungan der Arkade vor seinem Wohnhaus an der Kreuz-gasse, u. s. f. Meusei Arch. II. (1 ) 4. In1793. muß sich derselbe zu Dresden , als dort neuangekommener Fremder befunden haben, vsieueDresd . Merkrvürd. 179Z S. 223. Thorzeerel.
— — s. unten auch Schneider.
* Schneidmann (Andreas) In 1755.baute er das Zucht - und Arbeitshaus auf dem unternGraben zu Augsburg . Lipowsky.
Schneidwind (Benedict). Wohl muß esein Druckfehler seyn, wenn wir von einem solchenbey Hüsgen (N. A. 207.) lesen: „ Um i 6 ou. (?)sind von ihm die Glocken der Catharinen-Kirche,und i 685 . zwey der ehemaligen Daarfüßer-Kirchezu Frankfurt am Mayn gegossen worden. Auferstem (was nun ganz wohl möglich, aber dann,mit dem Obigen verbunden, ein Alter von 114. I.voraussetzt) schlug ihm die Stunde des Todes 1694."Auch Lersner's Chronik von Frankfurt ge-denkt seiner um 168.. und, neben ihm, als älternKünstlers zu Frankfurt , gleicher Art, Heizmannsvon Mainz um i 5 oo. Leonhard Gobels i 558 .und als später (1704.) Hans Georg Barthels.
Schneiter (Thomas), s. oben Schneider.
* Schnell (Emanuel). Nach ihm hat Ph.Kilian das Bildniß von Jac. Fußenegger, und(wahrscheinlich) auch dasjenige von einem I. I.Müller gestochen.
* — — (Johann), der Bi'ldnißmaler, geb. zuBasel 1672. und gestorben zu Bristol 1714. So