1526 Schnell.
berichtigt Fiorillo V. Hi 5 . nach Vertue bey N)al-pole S. 382. ein Datum über diesen Künstler imLexikon. Nach ihm wahrscheinlich hat Seiler dasBildniß des Baseler-Gottcsgelehrlen Ioh. Zwingersgestochen.
* Schnell (Johann Conrad), Vater undSohn. Einige setzen den Tod des Vaters, undwie es scheint richtiger, in 1698. Gestochen habennach dem Einen oder dem Andern L. Heckenauer ,I. I. Kleindschmied und M. S- Salmusmüller,etliche Bildnisse dunkeler Männer.
— — (8.), ein Kupferstecher vermuthlich zuDarmstadt . Derselbe hat zu dem dort erschienenenRheinischen Taschenbuche für 1811. vier Kopien(nach Canlass!, Cranach und zwey nach Schmidtin Rom ) von Gemälden aus dem Museum desGroßherzogs von Hessen , in einer Art punktirtenManier geliefert und jämmerlich verunstaltet. Et-was besser sind ihm zwey kleine, ebendaselbst be-findliche Bildnisse des Groß - und Erbprinzen Lud-wigs von Hessen und seiner Gemahlin Wilhelmine ,in gleicher Manier, gelungen.
— — (Martin), Hoflakirer des Königs vonPohlen und Kurfürsten von Sachsen , zu Dresden um 1727. Nachgehends scheint er seinen Aufenthaltzu Warschau erhalten zu haben; wenigstens lebtehier noch 1740. seine Wittwe, der er 6. Kinder(darunter 4. Söhne) hinterlassen hatte. Da».GGerstener Ehrengedachrniß der SophiaElisab. geb. Srarkin, LVirtwe despfarrherrnval. Reiche!« (Dresden 1740. 4 ".). Schnellwar seiner lakirten Arbeiten wegen sehr berühmt,und verstand auch die Malerey.
* — — (Michel), geb. zu Barteybach (nichtBertenbach) 1721. und gest. 178h. (nachLipowskywahrscheinlich irrig, doch mit Anführung von vonSterrens Kunstgeschichte S. 423. geb. 1686. undgest. 174«). Heiß, für dessen Verlag er arbeitete,war sein Schwiegervater. Von ihm kennt mandas Bildniß des Malers Ioh. Ulr. Mayr's, obneandern Namen als den seinigen, so wie vermuthlicheine Sammlung von Heiligenbildern (02. DI.) eben-falls seine Arbeit ist.
— — (Z. G.). So bezeichnet, besaß H. AchillesRyhiner in Basel um 1770. eine getuschte Zeichnungvon altem Charakter.
* Schnell!» ol; (Gabriel), geb. zu Merse-burg um i 536 . war zugleich Buchdrucker zu Witten -berg . In seiner Offizin verlegt (und, wie Malpöglaubt, zugleich von ihm geschnitten) fand man,neben Anderm, wlgende Werke: Mahrhafre Bild-nisse etlicher Fürsten und Herren, welche zuderZeir, da die Heil. Görst. Schrift — wiederan Tag kommen ist, regiert und geleber haben(Witkenb. l5t)2, 4 ".) — Illustr. I)ucum8»xoniss
— vivae estiAies, ab anno nastvitast« l)hri8ti8)2, usque a<i s. i 56 ö, etc. tWitkeb. >H6Z. )".) —Ein drittes Werk gleichen Jnnhalts,W>tlenb. 1^70.
— Ob nachstehndcr Hans Gchnelldolz sowohl,als Franz Schnellbolz, der um 1^97. Buch-drucker zu Leipzig war, mit dem Unsrigen in Ansvcrwandlschaft stand, ist unbekannt. Eichsfeld Relation vom Mittenbergischen Buchdrucker-Iubilao 174». 4°. S. 162. Das zuerst genannteWerk soll 31. Holzschnitte enthalten. Dom zweytenhaben wir eine deutsche Ausgabe: Abconrrafacrurvnd Bildnis aller Groshertzogen, Thür- vndFürsten, welche — das Land Sachssen —regieret haben — in deutsche Reime bracht,durch Lssi.Ioh. Agricolam (gedruckt zu Wü-tend. durch Gabr. Schnellboltz eVnno M. I). hxist4 ^.) vor uns. In der Dedikation sagt Gabriel,er habe die Bildnisse der Sächsischen Fürsten ge-sammelt „vnd so viel müglich jre wäre Abcontra-fackur, sampt kurzer erklarungen, in dieses Büchleinverfasst". Weiterhin nennt er das Buch auch seinegeringe Arbeit. Vergebens haben wir aber nacheinem Zeichen gesucht, wie Christ es ihm beylegt.Uebrigens ersehen wir, daß wenigstens zwey bis
Schnitzer.
drky Künstler dazu geschnitten haben müssen. Dergeschickteste davon allein, welcher in StimmersManier schön schraffirke (und den vielleicht Christim Sinne hatte), giebt sein Zeichen (was Christ,wiewohl nicht ganz genau, S. i 3 g. 2. liefert)ein einzigesmal auf dem Bildnisse Herzogs Johann Friedrich II. nach Cranach (dessen geflügelte Schlan-ge man hier auf mehrern Blättern bemerkt, aberauf ihn als Zeichner zu deuten ist) an. Noch wirdvon ihm bey Moebsen (Aerztebildn. S. 147 ) einmit ib"7. datirtes Bildniß des Arztes Ioh Wittichmit seinem ihm von Christ beygelegten Monogrammangeführt.
Schnellbol; (Hans), war bey Lhurneissecin Berlin als Jlluminirerbediensiet. Er malte aberfür denselben nicht allein Kräuterbücher, Capital-und Initialbuchstaben, u. s. f. mit Farben aus,sondern war auch (um 1H76.) als Setzer in Thür-neissers großer Druckerey beschäftigt. Vl i sehsenBeyrr. zur Gesch. d. wissensch. S. i" 3 . 109.
Schnellmaier (Heinrich), Baumeister zuJngolstadt, erbaute, gemeinschaftlich mit CouradGlazel, den dortigen prächtigen Tempel zur schönenMarie, und starb i 43 i.
Sch nepf (Jldephons , ein Wiener, der 1722.als Benediktiner in der Abtey Kremsmünster starb.Man fand hier vorrrefliche Zeichnungen von seinerHand. So z. B. in der Sternwarte ein Kruzifix,die unbefleckte Empfangniß, und mehrere Bildnisse;weiter in der sogenannten Sommerabtcy den Belh -lehemitischen Kindermorb nach Rubens , und dieTochter der Herodias mit dem Haupte Johannes,nach Jordaens .
Schnerr (Johann Christian), Maler an derPorzellainfabrik zu Meißen Derselbe starb 1796.71. Jahr alt zu Dresden . Dresdner pouc.Anzeiger, Jahrg. 179h. N°. 37.
Schnerrer (Nikolaus), ein Goldschmied zuCassel; starb dort gegen 1H39. Strreders Hes-sische Gelehrrengesch. TH.XII. S. 14. lll.Tab.
Schneyder (F. A.). Nach einem solchen,der gegen oder um der Mitte des XVIII. Jahrhun-derts zu Dresden lebte, hat F.G. Schlitterlau dasBildniß eines Dresdner-Hof-und Justiz-Sekre-tairs , Ioh. Heinr. Schnellbachs (ohne den Namendieses letztem) das zu irgend einem Buche gehörenmag, gestochen.
* — — s. auch im Lex. und oben Schneider.
* Schiebers, s. Aneyders.
Schnirage (Thomas). Nach einem unssonst ganz unbekannten Künstler dieses Namenshat, wie wir glauben, ein Anonymus Ansichtender Stadt Alt-Oettingen und der dortigen St.Lorettenkapelle gestochen.
Schnitt (Conrad), Maler von Basel , beklei-dete dortige öffentliche Aemter, ward Meister i 53 n.dann Deputat der Kirchen und Schulen i 533 . undstarb i 636 . Von ihm sieht man noch auf der Kanzleyseiner Vaterstadt ein Wappenbuch, das an die Zouo.Schilde enthalt, und in iö 5 o. von ihin angefangenward. Leu Lex. und Suppl. /Ure.
* Schnitz (Lucas), eine Namensabkürzung,deren sich der folgende Lucas Schnitzer bediente.
* Schnitzer (Johann). DerPtolomäus, zuwelchem er die Karten schnitt, ist gedruckt zu Ulm 1482. nicht 1H82. Heinecke II. no. und III. 148.Auf dem Titel heißt es ausdrücklich: Ini-culptunrper AoÜMmem cic «LÜeim. Heinecke nennt ihn„den ersten Formschneider, den er sicher vor Al brecht Dürer angeben könne.''
* — — (Lucas), der im Lex. unter JohannSchnitzer erscheint. Derselbe lebte um die Mittedes XVll. Jahrhunderts zu Nürnberg . Manfindet bey Christ (S. 2c/,. das letzte dieser Seite)sein Monogramm, wovon derselbe (S. 295.) zwarspricht, aber eS nicht auszudeuten vermag. Don