Schubert.
stete. In 1S11. noch nahm er Antheil an den beyG. Voß in Leipzig erschienenen 12. Blattern:Gallerte häuslicher Denkmäler. Dieser, nachAllem was wir selbst von ihm kennen, immerhinwackere Künstler lebte noch 1812. zu Dresden ;damals mit dem Titel eines Professors, Zeichnersin Geschichte, und Obermaler-Vorstehers bey derPorzellanfabrike zu Meisten. Mensel's H. R.L. M-c.
So eben erhalten wir noch von einem unsrerFreunde ff. Ergänzung dessen, was bey Rostund Meusek (bey letztem nur sehr kurz) von un-serm Schubert enthalten ist:
„In iLc»a. oder iLor." (heißt es hier) „wurdederselbe zum Professor der Geschichtsmalerey undalternirenden Direktor der Dresdner-Akademie(deren Ehrenmitglieder vorher war) ernannt; wo-bey er auch noch (wie gleich vorhin erwähnt) die(ihm schon früher von Schönau abgetretene) Stelleeines Obermalervorstehers der Porzellanfabrik zuMeisten und Direktors der dafigen Zcichenschulebekleidet. Schubert besitzt das Talent der Erfin-dung in einem vorzüglichen Grade; hat gelehrteKenntniß vorn Kostüme, von Sitten und Gebräu-chen; versteht, da er auch Bataillenmaler ist, diemilitärischen Wissenschaften, so gut wie ein Sol-dat, und wird jetzt als der größte Theoretiker undbeßte Lehrer bey seiner Akademie betrachtet. Ueber.-Haupt stehen die Gemälde unsers Künstlers (dieBildnisse etwa ausgenommen) in großer Achtung,und zwar nach Verdienst; ob er sich gleich weni-ger mit ihnen beschäftigt, als mit Zeichnungen,die er für Kupferwerke und für Buchhändler aus-fertigt. Die in dieser Art nach ihm gestochenenkleinen und kleinern Blätter, mögen sich auf meh-rere Lausende belaufen; wir bemerken davon nurdiejenigen zu Lossius bey Perthes zu Gotha b>s 1812. herausgegebenen Bilderbibel, vonmehrern Meistern gefertigt. Dieses Werk, wel-ches alle Volker des Alterthums umfaßt, heißtim Tüb. Morgenbl. i8ic>. S. 65 ». ein lobens»würdiges und wohl ausgeführtes Unternehmen,an welchem, als Stecher, unter seiner Leitungdie braven Künstler Stölzel, Meno Haas undVolt arbeiteten. Dann zu Cumberland's Roman:Heinrich, aus d. Engl . 4. Bände, bey Becker zuGotha 1811. (Diese nach Schule). In größeremFormate kennen wir nach ihm in qu. real Fol. vonChrist. Schule: Friedrich der Große bewacht denschlafenden Ziechen, und, von D. Berger, ebendiesen König, wie er die Oestreichischen Offiziereim Schloßhofe zu Lissa mit seinem: Kon soirNegsieurs.! überrascht. (Aer/rn I. (4.) 87—89.),das, nebst seinem Pendant nach Fritsch , fr. Fried-richsd'or kostete.
Schubert (Urban), ein Glockengießer. S.oben Schober (Urban).
— — s. auch ob. Schubert öd. Schubarth.
Schubin oder Schuwin (Theodor Jwa-nowitsch), geschickter Bildhauer und Mitglied derKünstleracademie zu St. Petersburg um 17/5.Damals sah man von ihm in dem ersten Saalegedachter Akademie das marmorne Brustbild derKayserin Catharina II. Bernouilli IV. iZv. undFiorillo (K. S. H. 67.) nennt ihn den vorzüg-lichsten Künstler seiner Gattung unter gedachterRegierung. Derselbe (oder dann ein andrer Bild-hauer dieses Namens) s. v. Feodor Schubinwurde in 1794. zum Rang eines ältern akademi-schen Professors erhoben; und ein solcher Schu-bin, ohne Taufnamen, wird noch 1800. in gedach-ter Hauptstadt als lebend, und von ihm um dieseZeit, neben Andecm angeführt: Eine marmorneBüste des Fürsten Besborodkoi, in dem jetzigenGräflich-BeSbvrvdkoischcn Pallaste daselbst. Fio-rillo I. c. und 58 . 71. und M§c. Auch im St. Petersburger - Hofkalender 1804. erscheint wahr-scheinlich noch immer Derselbe, unter dem Titel ei-nes Professors der Skulptur und Evllcgiemathsa. d. dortigen Academie.
Sch übler. 1549
Schubin ( ). In 1802. wurde von der
Akademie zu St. Petersburg einem Medailleurdieses Namens die große silberne Medaille ertheilt.Sollte dies etwa einen Sohn des vorgenanntenBildhauers berühren?
* Gchubruck (Peter), s. Schaubrock, od.richtiger Schaubroeck.
* Schuch, eigentlich Schuech (Andreas).Derselbe blühete in der Mitte des XV ll. Jahrh,zu Ulm . Nach ihm haben A. F. Fleischberger,Hainzelmann (1684.), B. Ph. und W. Kilian,die Bildnisse lauter geist- und weltlicher dunkelerMänner von Ulm , Augsburg , Nürnberg , u. s. f.gestochen. S. unten auch Schue.
— — (Hans), war Stcinmetzmeister derStadt Frankfurt am M. und wird in der erstenHälfte des XVI. Jahrh, angeführt. LersnecThron. v. Frankfurt . S. 460.
Schuchard (Johann Conrad), kommt in17 >t. als Bauinspekror bey dem Oberbauamke zuGotha vor.
— — (Johann Tobias), Fürstlich Anhal-tischer Baumeister in der ersten Hälfte des X VIII-Jahrh. Mehrere Ansichten von Anhalkischen Ge-bäuden hat I. G. Krügner, zum Theil in ziem-lich großem Formate, nach ihm zu folgenden Wer-ken gestochen, als: I. T. Beckmanns Hi-storie von Anhalt (Zcrbst 1710. fol.) und G-Lenr; Haus Anhalt (Cöthen u. Dessau 17b?.fol.) In wie fern er mit dem nachfolgendem Joh.Schucharr in Verbindung stand, oder gar mitdemselben Eine Person seyn dürfte, ist uns un-bekannt!
Schucharr (Johann). Ein solcher verfer-tigte eine sehr schöne und richtige Landcharte überdas Fürstenthum Anhalt, von welcher I. E.Weigel in seinem Atlas eine Kopie geliefert hat.M-c. S. oben auch den Art. Johann TobiasSchuchard.
Schuck (C.). Von einem solchen uns sonstganz unbekannten Kupferstecher wird irgendwoein Bildniß Johann Calvins, mit 1700. ohnewettern Namen als den seinigen, angeführt.
Schuderoff (Johann Anton), würde um1797. als Hofgoldarbeiter zu Gotha angenom-men.
* Schue (A.). So soll ein Künstler heißen,nach dessen Zeichnung Hainzelmann 1684. dasBildniß des C- L- Grafen von Hofkirchen , Kai-serlichen Generalfeldzeugmeistcrs föl. gestochen habe.Vielleicht ist unter ihm obiger Andreas Schuchoder Schuech zu verstehen.
* Gchübler (Andreas). S. den Art. M.H. Ren;, seines Lehrmeisters. Ob er mit dennachfolgenden Andreas Georg und A. G. T.Schübler Eine Person sey, ist uns unbekannt. Wirdenken eher ja.
— — — (Andreas Georg), der jüngere,s. den obigen Art. von Andreas, dann den gleichnachstehenden von A. G. <5. Schübler^ undvornehmlich den nachfolgenden von Joh. JacobSchäbler.
* — — — (A. G. C). Von ihm gestochenkennt man z. B. das Bildniß des Arztes JustusCortnummius. Wahrscheinlich aber ist er keinAnderer, als der gleich Vorhergehende AndreasGeorg Schübler.
* — — — (Johann Jacob). Die vorzüg-lichsten seiner Werke sind: vollständige Zimmersmannskunst. Theilt, (iv. Bogen Text; 2. Rthlr.8. Gr.) mit Kupfertaf. Thl. II. von Trep-pen 20. Kupfertaf. (Z. Rthlr.) fol. Man urtheiltvon dieser Zimmcrmaunskunst, die um 1720. zuNürnberg erschien, sie sey ein gutes Werk, ta-