Band 
Zweyter Theil [3].
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1558
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»553 Schuttes.

Schuttes (Erhard). So heißt irgendwo,ohne Bennennung seiner Lebenszeit, ein Maler,von welchem, in einem Zimmer des Rathhausesi» Nürnberg , die zween Jünger von Emaus inhalben Figuren ersichtlich seyen.

(Georg), ein Goldschmiede; vielleichtin dem XVII. Jahrh, zu Nürnberg seßhaft. DieLur-euse Lunst- und Werk-Schule von I.(Nürnberg 1702. 4 ^- l. 24z.) giebt von ihm einzu den Goldschmiedskünsten gehöriges Rezept ohneWeiteres.

(Matthaeus). So soll, nach Lud-wig'« Ehre des Cafiiniriani in Codurg (Th,I. Coburg 1725. S. 227.) ein Kupferstecher zuUlm beißen, der in 1679. eine Ausgabe des Lheuserdanks besorgt habe. Anderwärts sagt man aber,daß diese Ausgabe sowohl zu Augsburg beyunserm Schulreß, als auch zu Ulm bey Match.Wagner erschienen sey.

s. a. ob. Schulde«, u. sogleich Schul-test, Schultheiß, Schulthes u. Schultheß.

Schultest (Hans), ein Formschneider zuAugsburg um töttu. Von ihm kennt man einigeschlecht geschnittene Bildnisse der dasigen evan-gelischen Geistlichen, von Srerren S. 074.

Gchulthas (Carl). So heißt in: Dres­ den , z. Renntniß seiner Häuser, ohne Wei-teres, ein Landschaftsmaler, der in 179g. vonDresden nach Baireuth ging. In genanntemJahr sah man auf dem Dresdner -Salon seinBildniß, von F. Gareis gemalt. Dieser Künstlerist mit dem unten folgende» Earl SchulrheßEiner und Derselbe, und letztres sein richtigerName.

Schultheiß (Georg). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Bürger und Bildhauer zuNürnberg , der itiui. gestorben sey.

s. auch oben Schulte«, Schultest,und nun sogleich Schulthes und Schulrheß.

Schulthes (Heinrich), war der Fürsten vonAnhalt Münzmeister, und wird als solcher 1620.genannt. Hirsch, teutsch. Münzarchiv IV.2Zu. Wie es irgendwo heißt, besorgte er in ge-dachten Diensten die Münze zu Chossa (?)-

Schulrheß (Carl), Maler von Zürich inder Schweiz , geb. zu Neuschatel 1772. NeunJahre lebte er auf dem Lande. Alsdann kam ernach Zürich , wo nach und nach Liebhaberey fürMathematik und Zeichnen bey ihm entstand. Indie dortige Kunstschule wurde er nicht aufgenom-men, weil er bey dem Probe-Examen etliche or-thographische Fehler machte, obschon er bereitsmehrere Fache des Unterrichts besser kannte, alsman es dort lernen konnte. Somit hatte er eins-weilen Alles eigenem Nachdenken und kernenölustz» verdanken. In seinem Achtzehnten ging erwieder nach Neuschatel, wo er vier Jahre langals Zeichnungslehrer dem Drozischen Institutevorstand. In -796. reis te er mit der Absicht, eineErziehersstelle zu suchen, nach Deutschland . Al-lein bald siegte bey ihm der Hang zur Unabhän-gigkeit und zur Kunst. In Dresden studirte er18. Monathe lang die Malerey ohne Lehrer, weiles damals dort eigentlich gar keinen gab. Dannhielt er sich einige Zeit in Franken und Bayern auf, wo er Bildnisse malte und zeichnete, bis erendlich in i8nc>. nach Paris kam, und hier unterDavid erst seine wahren Studien für das histo-rische Fach vornehmlich anfing, 7. Jahre langfortsetzte, und alsdann ins Vaterland zurückkehrte.Schon auf die Salons zu Zürich i8oö-6. sandteer von Paris verschiedene Zeichnungen, meist inschwarzer Kreide, die von seinen Talenten undreinem Geschmack den vortheilhaftestcn Begriff ga-

Schu lz.

ben, worunter wir besonders (1804.) ein Bildnißnach Raphael zählen. In i 8 o 5 . sah' man vonihm ein junges Frauenbildniß in Oel , in einerneuen und sonderbaren, jedoch gar nicht unnatür-lichen oder ungraziösen Stellung, das wegen derRichtigkeit der Zeichnung und vortrefflichen Run-dung wenigstens den Kennern gefiel. Zürchev-Journal für Litteratur und Runst S. 176.Seit seiner Rückkehr nach Hause zierten neuer-dings mancherley Arbeiten von ihm die dortigenSalons^ unter denselben vornehmlich (1810.) einOelgemald: Achill , als Kind von Phoenix ge-pflegt, in lebensgroßen Figuren. In letztgenann-tem Jahr erhielt dieser verdienstvolle Künstler dieStelle eines Zeichenlehrers an der Bürgerschuleseiner Vaterstadt. S. auch den obigen ArtikelSchulrhas. Gestochen nach ihm von F. Hegtkennen wir einzig die Blättchen zu dem Taschen-buch Iris, für's Jahr 1812.

Schultheß (Caspar). Ein noch lebenderZürcherscher Dilettante, etzte botanische Abbildun-gen zu Römers Archiv für die Botanik,Band I. u. II. Leipz. 1796. u> -799. 4°.

(W.), ein junger Formschneider, ge-bürtig von Zürich in der Schweiz , lernte bey Gu-bitz in Berlin , und kam -811. wieder zurück insein Vaterland. Schöne Proben seiner Kunst sahman auf dem dortigen Salon desselben Jahrs.

Schulrz, Schul; od. Schulze (Asmus),unv Loren; Francke, bauten um 1221. den vornBlitz zertrümmerten Thurm der Nicolai-Kirche inBerlin wieder auf. Mcolai. *)

(August Traugott), ein Maler ander Porzellainfabrik zu Meißen , gegen der Mittedes XVIll. Jahrhunderts. Man nennt ihn ir>gdndwo einen trefflichen Zeichner. Johann Da-vid Schulz, der zu seidiger Zeit an gedachter Fa-brike vorkömmt, war vermuthlich auch Maler.

(A.), ein Medailleur zu Kopenhagen ,welcher in 1724. eine Schaumünze auf CzaarPeter I. verfertigte. (Alb- Balemann s zuHamburg ) Ansehnliches Münz - und Medail-lenkabinet. Th. 1 . 177g. S. gZ.

(B.), ein Medailleur, s. unten Joh.Bernard Schulz.

(Carl Friedr.). So hieß um 179h. einBauinspcktor zu Havelbcrg im Brandenburgischen.

(Caspar). Ein solcher gab, nach derNatur, ein Folioblatt zu I. H. Eggeling's:IVI^sterla Oereris et hscokii (hremae 1(182. 4°.).Dasselbe stellt den berühmten ehmals zu Mantua befindlichen, als Vase gearbeiteten Achatonyx vor,welcher sich einst in dem Herzogl. Museum zuBraunschweig (wo jtzt?) befand.

Churfürstlich-Sächsischer Hof-töpfer zu Dresden um Ihr6. Derselbe verfer-tigte schöne, figurirtc, in sein Fach einschlagendeKunstarbeitcn.

(Christian), und Johann Boertcherwerden 1712. als fürstliche tzofwerkmeister zu Al­ tenburg genannt Das jetzr lebende AI reic-hn rg (Leipzig 1712. İ.) S. 7.

(Christian Friedrich), erscheint 1727.als Königl. Churfürstlicher Hoftischler zu Huber-tusburg in Sachsen . Zu gleicher Zeit war Si-mon Hirmmelauer Hoftapezierer des Königesvon Pohlen und Churfürsten von Sachsen , zuWarschau . Ehursachsisch. Hof u. Sraars-kalender.

(Christian Friedr. Wilhelm), ein Schrei-bemeister zu Leipzig und doch wohl Künstler sei-ner Gattung; da die Dresdner -KunstauSstellung

-') Die Künstler Schuly, Schulz, Schulye und Schulze, werden hier Alle, als Schulz, nach ihren Tauf-namen, durcy einander gereihel-