Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1561
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Schulz.

Schutze (Joh. Friedrich), um 1809. noch le-bender Direktor der Blumenmalerey in der Kö-nig!. Porzellanfabrike zu Berlin , und Ehrenmit-glied der dortigen Akademie der bildenden Künste,gebohren daselbst 1748-Derselbe" (heißt es inMeusel's rss. R. L.)wurde als Malerlehr-ling -762. in der damahligen GotzkowskischenPorzellanfabrik angenommen, und da er zur Blu-menmalerey vorzüglich Lust bezeigte, gern undmit Vergnügen arbeitete, auch fleißig nach derNatur und nach guten Gemälden kopirte, so zeich-nete er sich bald im Malen auf Porzellan vorallen Uebrigen der Fabrik aus. Durch eifrigesBestreben, sich immermehr in seiner Kunst zuvervollkommnen, brachte er es dahin, daß seineArbeiten als Muster aufgestellt wurden. In 1786.übertrug ihm der damahlige Chef der Porzellan-fabrik, der Staatsminister von Heinitz, das Fachder Blumenmalerey als Vorgesetzter zu dirigiren.Unter seiner Anleitung und seinem Unterricht wur-den viele gute Blumenmaler in der Fabrik gebildet.In 1787. erhielt er das Patent als Ehrenmitgliedder Akademie der bildenden Künste. Dieser Künst-ler hat viele Bilder geliefert. Seine Blumenstückein Wasserfarbe zeichnen sich durch eine schone Be-leuchtung, angenehmes Kolorit und gute Haltungaus. Vorzügliche Stücke davon befinden sich,ausser Berlin , in Paris , Stockholm , Schlesienu. s. w. Die regierende Königin von Preussen,die Prinzessin Auguste von Preussen und der Königl .Preuss. Etaatsminister Graf von Reeden» besitzeneinige Bilder von ihm, die zu den gelungenstengezählt werden können." Im Tüb. Morgenbl.1808. S- 796. heißt unser Schulze ein Künstler -den jeder als vorzüglich mit Achtung nennt. UndEbendas. S. 906. liest man:Unser Früchte-und Blumenmaler Schulz hat einige Weintraubenin Wasserfarben gemalt, die denen in Ocl gemal-ten an Klarheit nichts nachgeben, und Alles über-treffen, was man in dieser Art verlangen kann."Auf der Ausstellung 1810. sah man ähnliches vonihm mit gleichem Beyfall. Ob unser Künstler dernämliche sey, von dem es theils in LiebesGorhg S. 219. theils in einer unsrer Privatnach-richten heißt:Schulze, ein Maler aus Berlin ,etablirte mit Gabel 1776. die Malerey der Por-cellainfabrik zu Gotha . Er malt vorzüglich Blu-men, und lebte noch in den neuesten Zeiten. EinSohn von ihm war gleichfalls als Maler daselbstangestellt", ist uns zwar unbekannt, aber eherwahrscheinlich. Hauptsächlich aber denken wir, daßunser Joh. Friedrich derselbe sey, von dem es ineiner unsrer Privatquellen heißt:Schulze, Di-rekteur der Blumenmalerei) an der Porzellan-Fabrikezu Dresden (durch Schreibfehler) um - 8 o 5 . dessenGeschmack, so wie sein Geschick gute Schüler zubilden, von Kennern gerühmt wird."

(Johann Georg). So heißt bey Hüs-gen rss- A. im Register, im Text hingegen S.3 - 3 . vielleicht irrig Schutz, ohne Weiteres, einSteinschneider, der um 1701. zu Frankfurt «. M.gearbeitet habe.

7- (Johann Gottfried ) aus Dresden gebürtig; erlernte um 1716. bey dem Königl. Churrfürstlichen Hofbildhaucr Joh. Joach. Kretzschmardaselbst, die Bildhauerey. Melzers erneuerteChronik von Schneeberg, S. - 5 - 6 . S. auchunten den Art. des Bildhauer-Gesells zu Dresden ,ohne Namen.

Kandidat der Rechte;

ein Mathematiker und geschickter Zeichner. Erwurde 1704. zu Görlitz , wo sein Vater Schul-lehrer war, gebohren, studierte, gab nachgehendsUnterricht im Zeichnen und bildete auch einige(ungenannte) gute Schüler. In 1760. ernannteman ihn, i» seiner Vaterstadt, zum Deputatusbey den milden Stiftungen; welche Stelle er jedoch20. Jahre später niederlegte und sich zu den Herrn-huthern (woselbst er noch - 8 o 3 ., und zwar zuNiesky in der Lausitz , privatisirte) begab, vondenen er sich eine Zeit lang als Oekonomieinspek-

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kor gebrauchen ließ. Gtto's Lexic. der Ober-lauf-zeit Schriftsteller und Rünstler III. 235 .Schulz fertigte auch den Riß des Kirchthurmszu Königshayn in der Lausitz , dessen Bau 1774.'vollendet ward. Laufitzifches Magazin,Jahrg. 1774. S. 366 .

Schulz (JohannGottlieb), Ingenieur-Lieu-tenant in Oestreichischen Diensten. Nach ihm hatG. F. Lotter eine Karte der Gräflich ReußischenLande gestochen. Vergl. oben F. G. Schulz.

(Johann Gottlob), Königl. PreußischerOberhofbaurath und Gartendirektor zu Potsdam ,vorher (-789.) Baudirektor und Rendant derBaukasse daselbst, geb. zu Alten-Gotteren in Thü­ ringen 1769. studirte in Leipzig die Rechte undMathematik, und zugleich unter Dauthe 'n dieBaukunst. Seit 1777. ist er in Preußischen Dien-sten, und hat viele neue Gebäude, meist nach ei-genen Zeichnungen, ausgeführt. So hieß es schonbey Mensel II. (-789 ), und jetzt weiter, ohnefernern Beysatz in Ebendess. rJ. L. L. wo ersomit (1809.) unter die Lebenden gezählt wird.

(I. B.), s. oben Joh. BernardSchulze.

(I. G.), Maler zu Dresden um 1766.Ein Bildniß des Dresdner -Superintendenten I.I. G- Am Ende hat Syfang in 8°. nach ihmgestochen,

(Lebrecht Wilhelm), Hofkunstdrechslerdes Herzogs von Coburg zu Meiningen in -802.Coburg -Meiningisches jährliches Tasschenb. von 1802. S. 205.

(Martin) Hofmaler zu Berlin , wo ermit vier Gesellen um 1607 arbeitete. Ein unru-higer Mann, der den Maler Nathan Maw mitInjurien, ja mit Thätlichkeiten angriff. Er st.16Z2. kssicolai.

(Martin Friedrich). Von ihm kenntman, nebst Bildnissen, auch Wappen. Mensel

I. (1778.) nennt ihn zuerst. Bey Ebendemselben

II. ( >789.) erscheint er nicht mehr. Indessen st.er erst 1794. Ein Nekrolog von ihm in Ebendess.Mus. S. 38 o. nennt ihn Königl. Warpenmalerund Galerien-Reparateur, und rühmt neuerdingsseine seltene Kunst, alte Gemälde zur Bewunderungwieder herzustellen. In Berlin , Potsdam , Dres­ den und Leipzig habe er diesfallige Beweise seinerGeschicklichkeit aufgestellt, welche ihn jedem Künst-ler und Liebhaber unvergeßlich machen werden.

(M.). So soll ein Maler heißen, vondem irgend ein Gantkatalog Gideons Opfer aufHolz gemalt (-8. Zoll hoch, 14. Z. br.) anführt.Ob er etwa mit vorstehendem Martin Eine Personseyn dürfte?

( ) Kriegs-und Baurath bey der

Kriegs - und Domainenkammer zu Glogau in - 8 o 3 .Das Jahr darauf kömmt er dort abhanden. Vondem oben angeführten Joh. Gottlob Schulzeist er zu unterscheiden. Ob aber auch von demFr. I. E- Schulz, ist uns unbekannt.

( ). So heißt (nach mündlicher

Ueberlieferung) ein vorzüglich geschickter Zöglingdes Hofbildhauer Dvll's zu Gotha , wo er um1800 , damals ungefähr 3 v. Jahr alt, für seinenLehrer, und unter dessen Namen, Vieles an Bild-hauerey und poussirten Sachen verfertigte.

( ), ein Bildhauergeselle zu Dres­ den

, wo er vermuthlich um die Mitte des XVIII.Jahrhunderts starb, sskachrichren von den Haus-armen der Stadt Dresden auf das Jahr-766. Sollte sich dies wohlauf obigen Johann Gottfried beziehen?

( ), gebürtig von Rostock , Glaser-

gesell zu Zürich in der Schweiz . Auf dem dorti-gen Salon 18-0. sah man von ihm ein aus ver-

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