Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1562
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1562 Schulz.

schiedene» Sorten Glas künstlich verfertigtes Uh-rengehäuse.

Schulz, s. auch Scholze.

Schumacher (Albert) zeichnete das vonUhlich in Leipzig elend genug geetzte Titel-Blattzu des <t- Ikenius: ^ntchuitstes kebrsicae(ilremae 1/02. ZO ). Vermuthlich ist er derselbeSchumacher, welcher ein Dildniß von dem 1700.gebohrnen und 1710. zu Halle verstorbenen HerzogFriedrich August von Sachsen - Nanmburg-Zeitzzeichnete, was ein Ungenannter, zu irgend einemBuche, ebenfalls schlecht in 8°. gestochen hat.

(Franz Xaver Placidus von), geb.zu Luzern 1755. siudirte, so wie früherhin sei»Vater, Franz l)Iacrdus Anron Leodegar, zuBologna , wie es scheint vornehmlich mathema-tische Wissenschaft, und kam, gleich dem erster»in Modenesische Hosdienste, zuerst als Page. Baldaber (177/,.) erklärte ihn der Herzog zum Kam-merherrn und Ritter des Ordens vom güldenenSchlüßel. Nachwerts scheint er verschiedene Stel-len im Vaterland, und namentlich 1782. diejenigeeines Landshauptmanns zu Wyl bekleidet zu haben.In den Supl. zu Leu's Lex. (1791.) heißt esvon ihm etwas kauderwelsch: »Er arbeitete schonseit mchrern Jahren an einer kostbaren topogra-phischen Zeichnung der Stadt Luzern , die mit einerunermüdetcn Addrcsse sowohl in Clevation als geo-metrischen Ausmessung aller Gebäuden und Häuser,sowohl a Vüe d'Oiseau als auch beygefügtenGrundriß, so den fehlerhaften des Martini von1696 gänzlich verbessert und weit übertrift, undansetzt von Claußncr zu Zug in Kupfer gestochenwird". Ob er etwa späterhin wieder nach Modcnazurückgieng, und eben so, ob und wo er noch lebe,ist uns unbekannt. Nach seiner Zeichnung (r, 9 j.)von Midart zu Salctta gestochen, kennt mau näm-lich die Facade des Herzoglichen Schloßes zuModena ; ein Blatt, auf welchem er den Titel:Liamboriano ckel Ouca cli likocisiis, LousiAliereäi I^ucorna e kallivo äi Habspur^o (dies inpurcibuL Insillolium l) trägt.

(Helbig Michael), ward 175-2.zum Herzog!- Gothaischen Hof-Ebeniste» erkiest,erscheint aber jm dortigen chofkalender 1758.nicht mehr.

-Jacob) aus Colmar im Elsaß ,war erst Bildhauer, nachmals ein geschickter Bau-meister in Diensten der Kayserl. Artillerie-Kanzlcyzu St. Petersburg . Er verstand (?) den Ditruv,n»d zeichnete sehr wohl. Dieser Künstler bautedas dortige schöne Gießhaus; eben so auch a» demZeughmse zu Moscau , und starb zu St. Peters-burg 176). Llieusel Miscell. XI. 27g.

* (L.) Seine Arbeiten in Gakz-chalum waren: Ein mit der Mütze bedeckter Kopfin schlichten Haaren; das Brustbild eines Bac-chanten (?) mit einem Zettel in der Hand; undein Geldwechsler bey Tische hält ein Glas (Brille?)vor die Augen, und zählt Geld; vor ihmwahrscheinlich ein Schuldner. I. Krügner hat nachihm das Bildniß Christians van Linden gestochen.

Schumann (Adam) ein Zinngießer zu Dres­ den . Er wurde 1619. zu Zinnwalde gebohren undstarb zu Dresden löiH. s. Michaelis Infcrip-tiones der Dresdner-Frauenkirche S. 38 ».

(Adolph), Schüler der Akademiezu Leipzig , als Mäurer; zeigte auf der Dresdner Kunstausstellung von 1808. eine architektonischeZeichnung, die Ansicht eines Gartengebäudes vor-stellend.

(Arthus), f. Schouman rm Lex.und hier.

(Carl Franz, gewöhnlich Carl)ein, wie aus Meusel's M R. L. und ausEbendess. neuen MisceU. XIII. 6og. (wo

Schumann.

er ohne Taufnamen erscheint) erhellet, wenigstensum 1809. noch lebender Geschichtsmaler zu Berlin ,ordentliches Mitglied dortiger Akademie, und seitungefähr 1802. Professor bey derselben. Anderesvon seinem Leben und seinen Werken erfahren wirbey Meusel nichts. Dann aber anderwerts her,was folgt. Nach dem Taschen!) für Frepmaurer(Cölhen i 8 » 5 . S. 435 .) fällt seine Geburt!) in 1770.Um 1789. wird er irgendwo unter den Eleven derBerliner - Kunstakademie bereits mit Lob genannt.Bald nachher lieferte er von Zeit zu Zeit mancher,ley Zeichnungen für die Buchhändler (wo er bis-weilen Schuhmann heißt). So z. B. zur Gal-lerte der Welt von Rumpf und Bartholdi, zuvGynäologie u. s. f. Späterhin sah' man von ihmauf dem Kunstsalon zu Berlin 1800. Friedrich von Zollern , den ersten Fürsten von Brandenburg ausdiesem Hause, wie er in dem Anführer einer Reu-terschaar seine Gemahlin, die schöne Elfe erkennt,ein Bild von D hohen Figuren, an welchem Co-torir und Ausdruck besonders in einigen Köpfe»gelobt wurde. Einige Rüge darüber indessen s.in der Zeitschrift: Ilerlm li. (4. 81. Ebendas( 5 .) 10Z 5 . aber noch weit mehreres Lob seines Ju­ lius Sabinus mit seiner Gemahlin in dem m.rer-irrdifchen Gewölbe, im Augenblick, da die Sol-daten hereinstürzen, um ihn gefangen zu nehmen:Dies nun ein lebensgroßes,und" (heißt esdort)wahres Gemälde der Natur," der Momentvortreflich gewählt; sprechender Ausdruck; schöngezeichnete Gruppen; nur hatte man die Soldatenbesser im Hintergründe gewünscht. Das röthlichtrübe, eintönige Licht wird, wie billig, getadelt.Noch befand sich von ihm (Alles auf demselbenSalon) eine St. Anna, welche die H. Jungfrauunterrichtet, zu weicher letzter» aber irgend einMädchen, das er aufmerksam neben der Gouver-nante sitzen sah, zum Muster dienen mochte! l. c.107. Noch auf den Salon 1808. gab er wiederzwey vaterländische Stücke, welche viel Guteshatten. Tüb. Msrgenblarr » 8 u 8 S- 596.Gestochen nach Schumann hat I. F. Kret-tvw die Zusammenkunft Alexander l. mit demjetzigen Könige von Preussenzwey" (wie eSirgendwo heißt)neben einander gestellte geradeFiguren." Ferner F. Inge! den Zusammentrittdes erst erwähnten Monarchen mit dem KaiserNapoleon (dies colorirt). Hiernächst D. Bcrgcr,in einer Art Tuschmanier, ein Blatt in gn. Fol.mit der Unterschrift:Den Brennen gcwiedmet."Dasselbe enthält: Die Brustbilder des Königesvon Preussen und seiner (jetzt verstorbenen) Ge-mahlin , von Schutzgeistern in den Wolken getra-gen, worunter, d. h. auf unserm Planeten stehend,sich mehrere allegorische Figuren befinden. Abernicht allein daß die Bildnisse der fürstlichen Haupt-personen verfehlt sind, so ist überhaupt auch Zeich-nung und Stich nicht anders als kraft-und saftloszu benennen. Auch mehrere Bildnisse sind nachihm vorhanden; z. B. des Berliner- Theologen I.P. Ermann, von Krckhlow zu Berlin i 8 o 5 . enMedaill. punktirt. A 7 rc.

Schumann (Christian), s. unten Walter.

(ChristianFriederich). Ein solchernannte sich Königl. Kunst-und Kanonen-Arbeiterrn Dresden , wo er auch 1761. 49 - J> alt verstor-ben ist. Sachs. Rur-Lab. 1761. S-287.

(Christoph), s. unten walrer.

(Georg), EHofdrechsler des Kö-nigs von Polen und Churfürsten von Sachsen , si.zu Dresden 1782. s. Iccanders renrärq. curi-eus Briefe. (XIII. und XIV. Paquet) Leipz.17Z5. S. 224.

, s. unten Johann Gott-fried Schumann.

(Hans) von Tharast, und einzweyter gleiches Namens von Hochendorf, beydeWerkmeister, die um 1640. an den Kirch-Pfarre