A. Kennzeichen der Mineralien,
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B e i s a m m e n b r e c fa e n. — G e o g n o s t i s c fi e s V erhalt e n. — V erbreitu n g.
F. Alle Zeiträume .durchlaufend.
and Zeolith (Island ). Bergkrystall mit Pistazit, Feldspath , Chlorit .undKalkspath (Schweiz und Dauphine); mit Topas , Beryll und Glimmer (Sib.e-l-ien); mit- Bleiglanz, Blende., Schwefel- und Kupferkies und Silbererzen'(Ungarn , Siebenbürgen , Sachsen). -Gelb - Bleierz mit Ziegelerz (Tyroi);mit dichtem Kalksteine (Kärutlien).
F. Verschiedenheit der beibrechenden Fossilien in einer Gegend.
Glanzerz im Erzgebirge (theils mit Spröd - Glanzerz, dunklem Roth--giiltju-ei'xe, Weifsgültigerz , Rieiglanz, schwarzer Blende, haarf örmigem Grau-Spiesglanzerze , Btatinspath, Kalkspath, Quarz, theils mit Gediegen - Silber ,Spröd - Glanzerz , Gediegen - Arsenik, Roxhgiiltigerz, Rausdigelb, Kupfernicke],'weiUem Speiskobalte, Spatli-Eisenstein, Schwefelkies, Schwersparh, Flufs-spath, Braunspath, Kalkspath und Hornstein). Kalzedon im Erzgebirge (mitBraun-, Schwarz- und Spath- Eisenstein, mit Hornstein, oder mit Gedicgen-Silber, Bleiglanz, Braunspath und Quarz).
G. Verschiedenheit der beibrechenden Fossilien nach dem Vorkom-men in verschiedenen Formationen.
Blätter - Zeolith mit den andern Arten der Gattung und mit Grünerdd,Augit, Chabasie , Gediegen - Kupfer und späthigem Kalksteine (im Flöztrapp) ;mit Bergkrystall, Chlorit, späthigem Flusse und Braunspath (in der Ur-schiefer - j ormation]; mit Kreuzstein, Quarz, Bleiglanz, haarförmigem Grau-Spieso'lanzerze , rotliem Rauschgelb und späthigem Kalksteine (im Übergangs-Gebirge) ; mit Augit,. Hornblende, Pistazit, Titauit, Spargelstein (im Urtrapp)..Dunkles Rothgältigerz mit Weifsgültigerz, Spröd - Glanzerz (im Gneifse desErzgebirges); mit Spath - Eisenstein , brauner Blende, Bleiglanz, Schwar/.gül-tigerz, Zeolith uiid Kreuzstein (in der Grauwacke des Harzes); mit Glanz.-erz, Spröd - Glanzerz, brauner Blende, Bleiglanz, Kupfer- und SchwefelkiesUnd Braunspath (im Porphyr - Gebirge Ungarns ). Augit mit Olivin .undbasaltischer Hornblende (im Basalte ); mit Quarz und Zyanit (im Glimmer-schiefer); mit Granat, Pistazit, gemeiner Hornblende, Magnet - Eisenstein,Kalkspath und Spargelstein (im Urtrapp); mit Magnetkies (im Granite).kVolfram mit Zinnstein und den gewöhnlichen Begleitern desselben (imUrgebirge) ; mit Schwefelkies, Quarz und. Flufsspath (im Übergangs - Gebirge).
2. Vorkommen und geognostisches Verhalten.
A. Nur einer Formation oder einer Gebirgsart eigen.
Borazit im Gypse; dichter schwefelsaurer Strontian im Thon - Mergel;Kokkolith und Sahlit im Urtrapp; Porzellanjaspis im pseudovulkanischenGebirge; Sphen im Urgebirge auf alten Gängen; Bergmilch im Flözkalke;Haarsalz im Steinkohlen - Gebirge; Honigstein iin bituminösen Holze; Na-trolith im Porphyrschiefer; Chabasie im Flöz trapp; Chiastolith im Thon-schiefer ; Finit in der Urschiefer - Formation.
B. Einzelnen Formationen oder GelxirgSarten vorzugsweise
zukommend.
Scheelerz und Uranglimmer dem Urgebirge, namentlich dem Granite;Magnet - Eisenstein dem Chloritschiefer; Blätter - Zeolith dem Trapp in derFiöz - Periode , der Grauwacke in der Übergangszeit, seltner den Gestei-nen der Primordialfrist (so namentlich in Schweden ); Schmaragd demGlimmer- und Urtlionschiefer ;■ Bergkrystall dem Urgebirge und dem Zech-steine des Jlözgebirges; tArragon dem Übergangs- und dem Flözgebirge;Graphit dem Granite und dem Urkalke; Galmei auf Lagern im Flözgebh'ge;Zeichenschiefer dem Thonschiefer untergeordnet; Opal im Porphyre undx n Flöztrapp, selten im Flözkalke.
C. Auf wenige Formationen oder Gebirgsarten beschränkt.
Rothes Rauschgelb im Urkalke und im Flözkalke; Apatit im Urge-birge (Granit, Glimmer- und Talkschiefer).
D. In mehreren Formationen und Gebirgsarten zu finden.
Pistazit im Gneifse auf Gängen , im Urtrapp auf Lagern, im Flöztrappals Ausfüllung der Blaseuräume; edler Granat als Gemengtheil im Granite,Glimmerschiefer und Serpentin; Amethyst auf Gängen im Ur- und im Flöz-trapp - Gebirge, in lezterem auch als Ausfülliingsmasse der Blaseuräume;Kupferlasur- auf Gängen im Ui -, Übergangs- und Flözgebirge; Flufsspathauf Gängen von verschiedenem Alter (zu den ältesten gehören die in derSchweiz , wo der Fl. mit Feldspath und Bergkrystall einbricht, an diesereihen sich zunächst die Zinustein, Rauschgelb, Kupferkies, Quarz,Apatit u. s. W. führenden Flufsspath - Gänge, dann folgt ein Gang - Gebilde ,Wo der Fl. mit Silber- und Bleierzen und ein anderes , , W o er mit Silber-,Kobalt- lind Nickelcvzen vorkommt). Arsenikkies auf Lagern in der Zinu-stein-Formation, beigemengt im Porphyr- und Serpentin-Gebirge, auf Gängenim Ur- und Übergangs - Gebirge als Begleiter verschiedener, theils sehr aus-gezeichneter, Erz - Formationen , auf Stockwerken mit Zinustein.
E. Vielen Formationen und Gebirgsarten eigen.
Schaaliger Baryt, als Gangmasse in Granit, Gneifs, Glimmerschiefer,Porphyr, Grauwacke und Kalkstein; Schwefelkies , im Ur-, Übergangs- undFlözgebirge, auf Lagern, liegenden Stöcken und auf Gängen, auch als Ge-mengtheil. Hornblende auf Lagern im Gneifse, Glimmer- und Tlionscliiefer;int Urirapp ; als Gemeugtlieil vieler Gebirgsarten fast aller Klassen und For-mationen. Bleiglanz fast auf allen Arten von besonderen Lagerstätten, inden ältesten und neuesten Gebirgen; Fahlerz auf Gängen in Ur-, Über-gangs- und Flöz - Gebirgen , auf Lagern iit den Gesteinen der Priinordialzeit.
Glimmer als wesentlicher und zufälliger Gemengtheil vieler Glieder der.Urzeit ; weniger häufig 1 in den' Übergangs.- Gesteinen; desgleichen in derFlöz-Periode, namentlich im .Sandsteine und in mehreren Trapp - Gebilden ;im .aufgeschwemmten Laude als .Gemengtbeil mancher konglutinirt.en Ge?,steine; in der vulkanischen Frist vielen Laven beigemengt. Kalkstein inseinen meisten Arten .als Gebirgsmasse vorkommend; der älteste, fast 'grob-körnig-blätterige, in einzelnen Lagern tief im Urgebirge, er wiederholtsich in der Übergangszeit, wo der .dichte Kalkstein seine Stelle vertritt;mit ihnen hängt der Kalkspath, der fast blos auf besonderen Lagerstätten■erzeugt ist, beinahe .unmittelbar zusammen; der dichte Kalkstein tritt in der'Flöz-Periode noch einrnVl auf, bis er znlezt in der Kreide verschwindet;inr au ('geschwemmten Gebirge trifft man ihn zumal als Tuff und als Ge-mengtlieil der zusammengekitteten Massen; in der vulkanischen Zeit endlichhat ihn unter andern der Piperiuo in .eingeschlossenen Fragmenten aufzu-weisen.
3. Verbreitung.
A. Nur an einem Orte vorkommend.
Kryolith (Grönland ); Uelieropal (Paris ); Honigstein (Thüringen );Schwimmstein (Paris ) ; 2 'afelspath (Bannst); Natrolifi (Hohentwiel) ; Chry sopras
(Schlesien); Zundererz (Harz ) ; Zinnkies (England).
B. Auf wenige Gegenden oder Punkte beschränkt.
Hyalit und edler Opal (Frankfurt , Ungarn , Amerika ); Zirkon (Nor wegen und Zeyion); Uranocker (Erzgebirge , Böhmen , Frankreich ); Schie-fer spath (Erzgebirge , Norwegen , England); Axinit (Dauphine, Harz , Py renäen , Erzgebirge , Norwegen ); Leuzit (Vesuv , Breisgau , Lascher See);Sphen (Gotthard, Dauphine, Graubiindten , Salzburg ); Roth - Spiesglanzerz(Erzgebirge , Salzburg , Frankreich , Ungarn ); Phosphorsaures Kupfer (Ungarn ,Rheinbreit hach).
C. In mehreren Gegenden, jedoch sparsam.
Kreuzstein (Oberstein, Harz, , Vogels - Gebirge, Schottland , Norwegen );gelbes Rauschgelb (Harz , Schwarz wald, Siebenbürgen , Ungarn , Italien , Me xiko ); glasiger Felclspath (Rheinlande, Böhmen , Dauphine, Vesuv , Ungarn ,Auvergne u. s. w.).
D. In vielen Gegenden, aber nur in geringer Quantität.
Apatit-, Olivin; Arragon ; Zeolith (alle Arten); Schwärz - und Braun-Bleierz; Schöll; Silbererze; Schwefel.
E. Sehr Häufig , aber nicht in bedeutender Menge.
Malachit (zumal der faserige) : Braunspath'; Augit ; Amethyst; edlerGranat.
F. Allgemein und in Menge.
Eisenerze (mit Ausnahmen); Bleiglanz ; Kalkspath; SchwerspathHorn-blende; Talk; Braunkohle; Gyps.
G. Ganz allgemein und. in großer "Menge.
, (fuarz (in ungeheueren reinen Massen, welche theils als Felsen überdie Gebirgs- Oberfläche hervorragen, theils mit andern Gesteinsarten abwech-selnd erscheinen; mit andern Fossilien gemengt und so die grofsen Ganzenbildend , welche in manuichfältigen, doch gewissen Regeln untergeordnetenÜbereinander - Lagernngeu , nach den verschiedenen Entstehung» - Perioden,bald in den ältesten und höchsten Gebirgen der Urzeit, bald in neueren er-scheinen. In diesen Gebirgs-Gattungen ist der Quarz wesentlicher Gemeng-theil - und fehlt in der Regel nie, in andern, wo er zwar oft, ja sogar ge-wöhnlich vorkommt, trägt er jedoch den Charakter einer zufälligen Einmen-gung. Aus dieseu Gebirgsmassen besteht der Erdkörper zum gröfsten Theile,der Quarz ist also in' ungeheurer Menge hervorgebracht und hat als einerder wichtigsten Baustoffe gedient. Doch nicht genug, dafs er so vielen An-theil an der soliden Masse des Erdkörpers hat , er mufste auch zur Verzie-rung dienen. Es gibt keine Art der besondern Lagerstätte, welche nichtmehr oder weniger Quarz führt Hier bricht der Quarz, zumal mit metal-lischen Fossilien, in den verschiedensten Formationen, bald als gleichzeitigerin und mit denselben verwachsener Niederschlag, bald krystallisivt und die'Wände der Höhlungen überkleidend). Feldspath (zumal der gemeine, ist unterden Gattungen , weiche als Hauptstoffe die grofsen Massen der Gebirge bil-den helfen, oder in gegenseitiger Verbindung zusamnrensezzen, eine derwichtigsten und steht kaum dem Quarze in einigen Verhältnissen nach. Diabeiden Haupt - Gebirgsarten, Granit und Gneifs, haben den Feldspath zu ih-rem wesentlichsten, der erste sogar zu einem vorwaltendan Bestandteile,woraus dte Unermefslichkeit seiner Quantität hervorgeht. Neuere Gebirgeenthalten ihn ebenfalls. Ferner bricht er auf besonderen Lagerstätten ver-schiedener Art).
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