bien; winzig das Ellemiitiafi nach welchem ihnder übrigens scharfsichliae de piles richtet; zumAerqcr oberflächlich d'AegensviUe in seincin Le-ben Rapbaels; merklich überdachter Lepiciergzz);unverschämt, wie wir schon einmal bemerkt haben,Falconer; nicht ganz unbedeutend des Marquisd'Argens Parallele zwischen Sanzio und leSueur. Von den Neuern dann ist der wackernMareler's und l'Evesque's Charakteristik unsersKünstlers, wie sie (redlicher als der obenerwähnteBittre) selbst sagen 436), wieder nichts anders,als eine (gute) Analyse der Mengsischen. Vondem (geistreichen) Lochen führen sie das, seinerungesuchten hohen Wahrheit wegen, aller Ehrenwerthe Urtheil an: »Wer kvaphael siudirt, wirdneben Anden « nicht ohne Erstaunen bemerken, wasschon allein einen großen Lob sprach ausmacht: Daß,welche Sorgfalt man auch anwendet, ihn genau zukopiren, solches nie mit vollkvmniner Richtigkeitgeschehen kann; daß man immer empfinden wird,man habe das Einfache und Edle seiner Umrissenicht ganz gefaßt, und sey — kurz! unter ihm ge-blieben. Hierin ist er ganz der Natur gleich; manist nie zufrieden, was man ihr oder ihm nachbildet,als wenn man das Urbild nicht vor sich hat."Dann rath eben dieser Kunstrichter jungen Künst-lern : Beym Studium der kvaphaelischen Köpfe,solche, welche Adel und Grazie habe», denjenigenvorzuziehen, die sich durch heftigen Ausdruck aus-zeichnen ; doch nimmt er bey dieser Regel, wohlmit gutem Grund, die herrlichen Köpfe der Engelim Heliodvr aus. Ganz unnütz aber, oder viel-mehr vollends nachtheilig sey es, in der Schlachtvon Constantin die — Pferdcköpfe zu kopiren, dasolche so offenbar manierirt sind, und die schöneNatur weit besser hiefür tauge. Unvcrhvlen miß-billigend bann berühren Marelee und l'Evesquedas wegwerfende Urtheil von Falconer über dasBild der Verklärung, und die von ihm erzählteelende Kunstfabcl: Daß, als man dasselbe vonPietro Moukorio, wo es fast im Dunkeln hing (?)genommen, um solches für St. Peter in Mosaikzu bringen, Kenner mit Erstaunen bemerkten, wiemehrere Figuren darin, ihres großen Meistersganz unwürdig stycn; und daß man hierauf hohenOrts verboten (!) habe, weiter von der Sachezu sprechen. Für die beßten Bilder im alten Kö-nigl. Französischen Kabinete werden hier: Das
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Silentium wegen des Kopfs der Madonna vollmit Milde vereinten Adels, dann die bekanntegroße H. Familie, der St. Michael, und das Bild-lich der Johanna von Arragon erklärt, und anletzterm auch dir schone Färbung gerühmt. — Zer-streut dann finden sich in Eandons Beschreibungender so zahlreichen Raphaekischen Bilder im Fran-zösische » Museum, verschiedene uiigeincin richtigeBemerkungen, wovon wir'mehrere bereits an sei-nem Ort angeführt haben. Was hingegen Eben-derselbe in seinem Leben von Raphael 437) imAllgemeinen über dessen Kunst urtheilt, ist vonwenig Bedeutung. Am Vorzüglichste» indessen undam Enipsundensten spricht von dem Uibmaren deruns disdahin seinem Namen nach 438) unbekanntgebliebene geistvolle Verfasser des Tones zu», .-Nanuel 6 u Nurieuni krari^aiL 4ZY). Dort heißtks j. B.
»Raphsels Talent hatte verschiedene Zeitalter,aber keine Kindheit. Das, immer unabhängige,Genie allein hätte ihn auch bloß auf sein Talenteingeschränkt; aber sein Verstand diente ihm dazu,das Talent Anderer zu empfinden, und sich dessel-ben zu bemkister», um es mit dem seinigen zn ver-binden. Alles, was er gut vor seiner Zeit fand,eignete er sich durch Vervollkommnung zu, undverschönerte Alles, was er berührte. Anfangsmalte er, wie Periigin, sein erster Meister, odervielmehr, er malte besser in desselben Manier.Alsdann maß er die Schritte, welche da Vincigethan; und bey seinem ersten Versuch schritt er,hm vor. Endlich, als er auch Michel Angelvsein Geheimniß abgelauscht hatte , machte er esin dessen Styl besser als dieser selbst. Eine solcheGabe der Nachahmung, und zugleich der Vervoll-kommnung, ist aber eben das besondere Eigenthumdes Verstandes; das Geuie schafft nichts, als wases selbst ist 440), und das Talent macht es nur,wie das Muster, daS es sich vorsetzt, kaphaelerreichte nicht mehr, als die Hälfte eines gewöhn-lichen Lebens, und ließ Meisterstücke zurück, welchenvier Jahrhunderte nach Ihm nicht gleichkommenkonnten. Die Kunst stieg gleichsam von seiner Ge-burt an, durch ihn auf ihren Gipfel, stieg nie mehrauf die Höhe, wozu er sie erhoben hatte, undsank vielmehr von Alter zu Alter. Die Natur hattesich angestrengt, und sie ruhete aus." Hieraufnennt der Verfasser jene Verkündigung 441), von
AIS Herold » und Verkünden» einer ersten Ursache, in der allgemein verständlichen, an die Sinnegerichteten, Bildersprache vereint sie die zerstreute» und wilden Menschen in ein geselliges und religiösesBand. WaS die Eingebung des Auges und der Wunsch der Herzen war, wird allinählig zum Nesulkat derVernunft, in den Charakteren der Schute zu Athen , durch die Forschungen der Philosophie, welchevvm Körper zur Seele, von körperlicher Harmonie zur moralische» Schicklichkeit > und von den Pflichten desgeselligen Lebens zu der Lehre von Gott und den Hoffnungen der Unsterblichkeit hmaussteiar. Hier nimmtdie Offenbarung , im strengern Verstände, ihren Anfang, und Muthmaßung wird zur glorreichen W-irlsich-keik. In der Komposition von dem Streite über das Sakrament sieht man den Weltheiland nachseiner Himmelfahrt auf dem Throne, als bewährter GolreS-und Mcnschensvhu, umgeben mit seinen Vor-bildern, den Propheten, Patriarchen, Aposteln, und den himmlischen Heerschaaren, wie er die Geheimnissestiftet, und zu seinem Sakramente die Häupter und Aeliesten der streikenden Kirche enuveihr, welche, i» derhohen Gegenwart ihres Meisters und der himmlischen Versammlung, seine Lehre erörtern, erklären underwägen. Daß das geweihte Geheimniß alle Zweifel aufklären und alle Ketzerei besiegen werde, zeigt sichan dem Wunder der mit Blut besprengte» Hostie. Daß eS ohne Waffe», durch den Arm des Him-mels selbst, seine Bekenner erlösen, und seine Feinde überwinde» werde, das bezeugen die Befrevung desPetrus , die Niederlage Heliodor's, die Flucht des Attila, die Gefangennehmung der Sarazene».Daß sich die Natur selbst der Gewalt der Kirche unterwerfen, und daß die Elemente ihren Befehle» gehor-chen werden, beweist die gedämpfte Feuersbrunst der päpstlichen Burg. Endlich erfolgt der völligeTriumph -er Rirche, ihre Vereinigung mit dem Staat; und dieses verkündigt die dem Konstantin wer-dende Erscheinung, von der SGaar des Marentius bestätigt; gegründet wird diese Vereinigung dadurch, baßder junge kaiserliche Prinz sich taufen, und daß er stch's gefallen läßt, seine Krone zu den Füßen LeS bischöflichenOberpriestcrS in Empfang zu nehmen.
4 ZZ) ll>5t»irs Sex yui ont rspport au llexnin 8 ksrii üyZ.
4 Z 5 ) ä» Dadti».,x W äsor. 4 ?ari'5 732.
456) S. die Art. ls.cole und Orapperie.
4 Z?) Vie et Oeuvres ckes keintrex etc. 1 . I.
4Z8) Den er mir den acht Buchstaben: k'. bl. P. HI. v. I.. I. X. bezeichnet, oder eher verbirgt.
4 Z 9 ) klr. 4. ILcvle ltalieoiie. Oeuvre <te
4i") kalt gue cumms sei.
4 i>) S. oben S. z.