Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
93
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Meyer) »dir H. Familie in lebensgroßen Halb-figuren dar. ^ Das Christkind schlaft, und Mariahebt einen dünnen Schieyer auf, der dasselbe bedecktzu haben scheint. St. Joseph steht hinter derMutter, an einen Stock gelehnt. S. 58 . undAnmerk. 306. im Texte wird eines ähnlichen R.Bildes, einst in der Gallerte Orleans, jetzt in Eng-land, gedacht."

Ebendas.Ausser den, nach Ramdohr in derGallerte Borghefe aufbewahrten Bildern von R."(bemerkt uns ein Freund)befanden sich noch 1796.daselbst: Die Caritas, und eine andere weiblicheFigur mit einer Blume in der Hand, aus des Künst-lers erster Manier" (nicht unwahrscheinlich diejeni-gen, welche Goede seither in der Villa Becksordin England fand; (s. S. 62. im Texte).Der jungeJohannes in der Wüste, von welchem Ramdohrspricht, und ihn nicht für originell erkennen will,ist wirklich immerhin nur für eine Copie des Jul.Romans gehalten worden; und eben sojenewvhl-gruppirte Madonna mit dem Kinder DiejenigeMadonna (nicht H. Familie) dann, von welcherer sagt, man konnte sie für ein Oelbild des po-lydoro achten, ist, mit seiner Erlaubniß, überausvortrefflich, und, wo nicht von Raphael, dochseiner würdig" (Eben dieses bestätigt uns auch H.Lips, der diese Madonna einst für Lavatcrn gezeich-net und gestochen hat).Das kleine Bildchen vonden drey Grazien endlich wurde gewöhnlich demJul. Romans zugeschrieben."

S. 4748. Das Vildniß der Fornarina, Halb-figur, in der Gallerie Barberim" (bemerkt unSH. Meyer)hat ein warmes sehr kräftiges Ko-lorit. Auch die gegenüber stehende Kopie, welchevon Jul. Romans seyn soll, ist keineswegs schlechtzu nennen; sie wird nur von dem Originalgemäldeverdunkelt."

S. 48. »Im Pallaste Pamphili, jetzt Dona 462)sind" (schreibt unsH.Meyer)die beyden Rechts-gelehrten allerdings vortrefflich, frisch und kräftigvon Farbe, keck gemalt, und nichts desto wenigeraufs Fleißigste ausgeführt, herrlich gezeichnet. Au-gen und Mund, zumal in dem Bildnisse zur Rech-ten, sind unverbesserlich."

Ebendas.Diejenige Madonna" (bemerkt unsEbenderfelbe)aus dem Pallaste Eolonna,welche ich kenne, ist eine solche mit dem Kinde(Halbfig.), und die in der Hand ein Buch halt,bewundernswürdig jungfräulich und anmuthig, ausR. erster Manier, und schwerlich diejenige, vonwelcher Ramdohr spricht. Dasjenige Bild dann,welches mehrere Heilige, und oben Gott den Vaterdarstellt, soll, nach andern Berichte», aus derGallerte Colonna verschwunden seyn."

S. 4849- Im Pallaste Albani sah H. Meyernoch, neben den von Ramdohr bemerkten Kopiennach R. ein Original: Das Bildnis' seines Vaters,wie man sagt 1519. gemalt; ein treffliches, geist-reiches Werk, aber leider an vielen Stellen ritoccirt.

S. 49- setze noch zu

Rom.

v Bottan in einem Schreiben an I. B. pon-fredi spricht von einer Raphaelsthen stehndenMadonna mit dem ebenfalls stehnden Kinde , wovondas Urbild, nach den Einen im Pallaste Barbe-rim', nach Andern im Pallaste Albani , wieder nachAndern in Frankreich , eine herrliche Copie davonaber im Pallaste Bracciano zu Rom , von Sasto-ferrato sich befinden soll, welcher überhaupt vielnach Raphael und dessen Schule gemalt habe.

. Oonk. im Text S. 48. und Anmerk. 245. u. 25z.Leicht ist es möglich, baß letzteres das dort für dasUrbild geachtete sey!

In 1756. schrieb Z. L. Cresp« anAlgarotti:«Ein von Raphael uud Jul. Romans gemaltesZimmcrchen im Casino des Herzogs Lanri auf dem

462) Im Terte sind aus diesem Einen Pallaste zwey geDoria angeführten zweyanonymen" Bildnisse kei

Anh. zum VII. Heft.

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Gianicolo ist ritoccirt, d. h. verdorben worden.I.ett. pitt. III. 278.

S. 50. Die H. Familie auf tfapo di Momezu tJeapel sah dort noch vor 20. Jahren H. Pros.Meyer, und hielt solche für ungleich sicherer,als die Madonna Vella Gatta, für ein Raphaeli-fches Werk, das aber beschädigt, und von demberühmten Andres resiaurirt worden war.

Ebendas.Die Zeichnung, welche H. Mor-genstern in den Studi zn Neapel von Raphaelfand: Moses vor dem brennenden Busche, ist"(bemerkt uns wieder H. Meyer)ein wirk-licher Carton, wahrscheinlich zu dem Deckengemäldein der Stanza des Heliodvrs, welches eben diesenGegenstand darstellt."

Ebendas. Nach Domenic, (III. ioz.) befandsich auch in der Sakristcy der dortigen Dominika-ner -Kirche eine Verkündigung von R.

S. 54. Ein anderes Raphaelifches Bildnisdes Grafen Eastiglione, aber nur den Kops, besaßeinst der Cardinal Ludwig Dalenti zu Rom , wel-ches derselbe von der Familie E. zn Mantua ansich gebracht hatte. I.ett. pittor. VI- p^ 4.

S. 56. Anmerk. 294. Die Madonna dellaSedia gab auch in einem großen Folioblatte (wirglauben, eben nicht mit großer Kunst) I. B. Cecchü

Ebendas. Ein (altes?) Bild der H. Familie,wo die Mutter das schlafende Kind aufweckt, sahMorgenstern (1809.) IN der Sammlung alla Brcrazu Mailand , und hielt es für eine Copie desjenigen,welches, als Kunsteroberung aus Lvretto, sich imMuseum Napoleon befindet, und im ManuelNro. 34. nachgebildet ist. ^us2'ü§e n. < 1 . 1 g§eb.I. ( 3 .) 8. 584 -

S. 58 . u. Anmerk. 306. S. oben die Anm.zn S. 47. in Betreff der Copie einer Raphaeli-s'chen H. Familie von A. iJucci in St. Agostinozu Rom .

Ebendas. Ob es die dort unter Nro. 6. angeführteMadonna sey, welche Vangelisii, mit der Aufschrift:le Premier Devoir cles üleres, als ein Bild ausdem Palais Royal gestochen hat, und bey VinklerNro. 3775- als: In Vierte pressn tank ls seinsi l'enfsnt angezeigt ist, wissen wir nicht zuvn lästig;doch vermuthen wie s.

Ebendas. Nach Ilandon (Vis et Oeuvres6s -?.) kam der St. Johann in der Wüste, einstim Palais Royal zu Paris , beym Verkauf dortigerGallerie, nach England; und wahrscheinlich ist esauch derselbe, welchenG. Vendramini dort in einemschönen großen Blatt: 8t. ssobn in tiie äVlläernels,gestochen hat.

S. 59- Anmerk. 315. Noch ein drittes Ge-sicht Ezechiels soll sich ebenfalls in England, imBesitze des H. Richard Eosrvay befinde».

S- 63. Zu den Notizze» über die Raphaelein England setze noch:

Nach Richai'dion III. 477. besaß sein Vatereinen sehr schönen Raphaelifchen Carton in schwar-zer Kreide: Das sitzende ganz nackte Christkind,mit einer Weltkugel, und über derselben das Kreuz.Dabey noch eine große, wunderschön gezeichneteHand, wie man glaubt, von St. Francisc (?),welche das Kind zu halten scheine.

Ein Silentium von Raphael soll einst Reynoldsbesessen haben, und solches nach dessen Tod in denBesitz von B. LVest gekommen seyn.

Ebendas. Nach England setze:

Holland und die Mederlande.

In dem ehemaligen berühmten Kabinet Reynstzu Amsterdam befand sich eine von St. Annabegleitete Madonna, die das Kind in den Armentragt, und in einem unvollendeten Blatte von Lutma(opere mnllei) wahrscheinlich gut gestochen ist.

Im Cabinet Rutger wurde eine R. Zeichnung

acht, und somit die von Ramdohr aus dem Pallaster andern, als diejenigen, von welchen hier die Rede ist.

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