i59? Seeger.
Geeger (Friedrich), ein Condukteur undLandmesser in Preußischen Diensten; in 1796.und noch in 1800. hakte er zu Angermünde seineAnstellung. An diesem Orte und zu gleicher Zeitbefand sich auch Joh. Friedrich Seeger, alsCondukteur; so wie daselbst 1809. ferner nochein Martin Friedrich Geeger als Zimmermei-sier und Condukteur erscheint. Vermuthlich gehö-ren alle drey zu Einer Familie. Johann Fried-rich hatte um 1800. seine Station zu Prenzlau. ^kLc.
— — (Johann Friedrich), und
— — (Martin Friedrich), s. oben FriedrichSeeger.
— — (Paul), ein Glockengießer, s. obenPape (Jacob.)
— — — — Abt des Klosters Gengenbach ,um die Mitte des XVIll. Jahrh., war ein ge-schickter Maler. In dem Speisesaal des Con-vents gedachten Klosters, sieht man sein Bildniß.(So eben bemerken wir, daß derselbe schon oben,s. v. Gengenbach erscheint.
* Seegers, s. Segers.
Seehas oder Seehase (Christian Ludw.),ein Maler, der sich um 1782. zu Dresden aufhielt;er gieng nachgchends auf Reisen, und befand sich1785. zu Wien und in 1789. zu Rom , Alphab.Verzeichnis der Bruder Mitglieder zu den3 . Granarapfeln in Dresden . Auf den Dresd ner Kunstausstellungen sah man Mehreres von ihm.Geebas eyke auch, meistens ohne seinen Namen,mehrere Bildnisse, z B. I. A. Homilius , Cantorzu Dresden , ohne Personal-Bezeichnung, in undum 1783. Seine Nadel war damals noch flüch-tig, zu roh und unangenehm für das Auge, undseine radirten Sachen überhaupt nicht ganz tadel-frey in Rücksicht der Zeichnung. Auch
Mensel's ss!- R- L. nennt ihn kurz, als «inenum 1809. noch lebenden Hof- Portraitmaler zuLudwigslust im Herzogkhum Meklenburg-Schwerin.
* Seekarz (Johann Conrad). Nach Eini-
gen starb er erst 1770. von Männlich charakre«risirt ihn wesentlich ganz anders, als das Lex.„Seine Manier", sagt er, „ist zwar keinem Mei-ster abgedorgt; aber nichts desto weniger ist sieManier, und keine durch Schönheitsgefühl be-seelte Nachahmuna der Natur." Nach ibm ge-stochen haben: I. H. Apel zwey Landschaftenmit fröhlicher Landjugend siaffirt; Romanet: Ei-nen Dorfkräincr und einen Bänkelsänger; dannein M * ebenfalls zwey Gesellschaften jungenBauernvolks. S. auch über diesen
Künstler: Goerhe's Wahrheit u. DichtungI. S. 197. und 255 .
* See! (Paul). Von ihm kennt man, ohneweitcrn Namen als den seinigen, ein Blatt, wel-ches den Brunn vor dem Erzbischöflichen Pallasteju Salzburg darstellt.
Secierender (Niclaus). Derselbe hatte an-fangs als Schlosser gelernt, und war damals zuErfurt seßhaft, wurde aber durch seine Neigungz» den bildenden Künsten bald auf das Kupfer-stechen und Stempelschneiden geleitet. Als Ku-pferstecher gab er doit einige Bildnisse, z. B. dasdes Churfürsten Lothar von Mainz. Als Medail-leur die im Lex. angeführte Schaumünze auf denGrafen Boineburg 1709. Dann 1710. bey Gele-genheit der Eröffnung des Herzog! GorhaischenMünz - und Medaillenkabinets und eine andere , beyder er alle seine Kräfte zusammennahm um einMeisterstück iu liefern > zu Ehren des HerzogsFriedrich 1 l. von Gotha . Der Avers trägt dasBrustbild dieses Fürsten , wobey (jämerlich zu hö-ren!) die Umschrift: friecisricus ll. I)ux Fax.
I. 6. !U. ^ x. VV aus lauter zusammengesetztenFiguren (das k. eine Fama, das k. eine weibliche
Seele.
Figur mit dem Füllhorne u. s. f) in der Größeeines halben Zolls besteht. Der Revers ist ge-drängt voll von Allegorie. Diese Schaumünze,welche zwar von erstaunlichem Fleiße, aber nichtvon gleicher Kunst (und am allerwenigsten vonGeist und Geschmacke, zeugt, ist von ausnehmen-der Größe und wiegt in Silber 5 o. Loth. (vergl.oben Joh. Ritz'. Riebe in der Beschreibungvon Gotha S. Ü2. sagt, daß davon nur EinExemplar geschlagen worden, und dasselbe, nebstden Stempeln, in dem Gothaischen Münzkabinetaufbewahrt werde. Ob es nun gleich wahr ist,daß diese Schaumünze vorzüglich selten zu nennenist, so irrt doch Alebe. Den Beweis liefert z.B.der Gräflich Dalrvitzische Münzkatalog S. 226.N". 2716. (reaukrionirt Dresden 1798 ) bey wel-chem Ausrufe sie mit 7b Thäler bezahlt wurde;und dann der Lepserfche Münzkacalog (Leipzig 2791. G. 5 g 5 . N". b<> 3 .) welcher noch bemerkt,daß M'clau» sich nachgchends, als Hofkupferste-cher von Erfurt , nach Hannover begab. Dasselbemuß um 1718. (nicht schon 1711. wie das Lex.sagt) geschehen seyn. Zu Hannover stach oderetzce er verschiedene Blatter; so z. B. Leibnitzens;dann in 1720. den Kammerherrn Friedr. WilhelmFreyherr» von der Echulenburg, und dessen Mo-nument, was ihm sowohl zu London als zu Etü-den von seinen Angehörigen errichtet wurde, beydeletzter» in fol.; um 1725. den Ar;' M. R. Rosinus;ferner einige Monumente n. dergl. nach eigenerZeichnung, zu der Geschlechtshistorie derer vonMünchhausen von G. S. Treuer, Gotlmge»(17^0.) fol. (geringe Arbeit) u s. f. Zu Hanno ver lebte Lsticiaus noch in welchem Jahre
er ein von ihm verfaßtes, von Kennern aber nichtgeachtetes Werk: Zehen Schriften vom Teut-schen Münzwesen mittlerer Zeiten (Hanno ver 174z. /,°.) mit lä. eigenhändig geetzlen Kli-pfertafeln) herausgab, dessen Abhandlungen, wiedie ihnen vorgesetzten frühern Jahrszahlen dar-thun, schon ehedem einzeln ins Publikum gebrachtworden. Nach einer andern unsrer Notitzen starbunser Seeländer um 172». Irgendwo (so ver-schieden sind Ansichten und Urrheile) wird er eingelehrter und geschickter Mann, und wieder an-derswo ein schlechter Dildnißstecher genannt Ausder Lebensbeschreibung des Pfarrherr» F. C. Lesser,von seinem Sohne J.P.F. Lesser (Nordhausen «755.4 °. S. b>>.) erfahren wir, daß derselbe das Lebe»Seeländers, in der Alronaer gelehrt Zei-tung Jahrg. >7^5. St. ivi. S. 820. beschriebenhabe. Hieraus vielleicht dann künftig ein Meh-rcres.
Seele (I.? ), ein um 1812. noch lebendesPrivat-Gallerie-Direktor und Hofmaler zu Stutt gart , der sowohl Geschichte und Schlachten alsBildnisse malte, und schon vor etlichen Jahrenvon dem damaligen H. Churfürsten (jetzt Könige)für ein Ihm zugeeignetes historisches Bild mit70 Louisd'or beschenkt wurde. Um i8oä. gab erunter dem Titel: Militärische Comrositioncn, 5 .Bl. von ihm selbst (». l>. von Kunz) geetzt, undunter seiner Aufsicht colorirt; nämlich: Den ab-'gedankten Invaliden, und das abgedankte Kaval-leriepferd; dann einen Oestreichischen und einenFranzösischen Vorposten; endlich das von einenFranzösischen Jäger beraubte Mädchen, das sichnackt auf sein Pferd schwingt, und im Galoppdavon reitet. Umständlich beschrieben und beur-theilt findet man diese Blätter in der Allgem.Runstzeirung S. 2L1—8H. wo es davon (nachguten Bemerkungen über diese Gattung) heißt:Der Künstler besitze im höchsten Grade jene dich-tersche und malerische Laune, welche den wahrenKomiker vom Karrikaturisten unterscheide; auchdie mechanische Behandlung lasse wenig zu wün-schen übrig. Um dieselbe Zeit lieferten nach ihm:A. Karcher und L. Schlemmer (dieser in Copienach dem erster») kleine Bildnisse des H. Groß-herzogs von Baden. In 18ns arbeitete er aneinem großen historischen Bilde: Josephs Traum-