Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1611
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Serre.

zu Dresden i8w» sah man von ihm den Grund-riß und die Fcu^ade einer Villa, und i8n. der-gleichen von einer Reitbahn. ^Iksc.

* Serre oder Terra (Michel), nach Gauktde Sr. Germain S. 266. geb. zu Tarragona ,und gestorb. zu Marseille (79. I. alt) 17ZZ. Derausgebreitete Beyfall, den seine Bilder fanden,machte ihn nach und nach übermüthig genug,seinen Ruhm der Gewinnsucht aufzuopfern, undeigentlich fabrickmäßig zu arbeiten, was freylichbey de Fonrenai große Leichtigkeit heißt. SeinDeßkes, dessen Verdienst in lebhaftem Ausdruckund reicher Composikion besteht, sieht man zu Aixbey den Weißen Penitentiern, und in der Pfar-rer) St. Magdalena; zu Marseille , bey den Non-nen von St. Clara; besonders aber auf demRathhause zwey Darstellungen der dortigen Pest,die er mit angesehen hatte. Sein Bild bey denDominikanern daselbst (dessen schon das Lcx. ge-denkt) stellt die Marter von St. Peter vor. Eineumständliche Beschreibung jener zwey Hauptbilder,finden sich in dem joural 8bre§e äs SS gui s'sstpasse a Marseille l'annee äe ?ests 1721. Fio-rillo III. 584 IV. 555 54 Diese letztem er-regten sehr des Herrn Millin's Bewunderungnicht sowohl der weifen Composikion, korrektenZeichnung, oder des brillanten Colorits wegen,sondern wegen der Wahrheit und der Verschieden-heit des Details. Serre konnte am Bcßten sol-che Scenen darstellen; denn er bekleidete wahrenddieser Pest die gefährliche, aber desto ehrenvollereStelle eines Kommissairs seines Viertheils zu Mar­ seille , der er auch ganz zu seinem Ruhme vorstand.Beyde gedachte Gemählde, seine Meisterstücke,sind von Rigaud (ohne den Namen des Serre)in Kupfer gebracht worden. Das Museum derStadt Marseille zeigt noch 21. Bilder von ihmvierzehn derselben enthalten das Leben des H.ranz) worunter die Marter des H. Petrus dasbeßte ist. rTAllm, der unsern Künstler Serres nennt, meint übrigens irrig, daß dieser verdienteMaler (an dem etwa ein mattes und wenig an-genehmes Colorit auszusetzen wäre) fast unbekanntsey. S. A. L- Vcr^aZe äsns les

Departements äu Niäi äe la b'rance III. 289.210. ff.

* Serres od. Terra (Dominicus). Serraist in Jerry's de Sr. Tonstant: I>onäres etles -Xn^lais sein irriger Name. »Die Merkedieses Meisters" (heißt es irgendwo)habenwahre Verdienste. Einige sind voll Abwechslung,Stärke und Ausdruck, die Färbung schön, unddie Wirkung des Ganzen gefallend." Bey Fiorillodann, der ihn einen italienischen Künstler nennt,liest man (V. 758 40.) substanzlich näher, wasfolgt:Derselbe zeigte in Seestücken eine bewun-dernswürdige Starke. In 1771. wurde er zumLehrer bey der königl. Akademie zu London ernannt,und durch seinen langen Aufenthalt in Englanddort so gut als naturalisirt. Was Vernet in derFranzösischen Schule war, ist Serres für dieEnglische geworden. Zu seinem Beßten gehört:Die Rückkehr des Königes zu Neapel von einer(friedlichen) Seereise; das Meer wimmelt vonFahrzeugen, die in der größten Herrlichkeit auf-geputzt sind: An den Matrosen unterscheidet mandie Nationen. Die allgemeine Feyer, die unbe-wölkte Luft, die Durchsichtigkeit des Seewassers,und die Wirkung eines großen Leuchterhurms sindvortreflich dargestellt. Ein anderes seiner Meister-stücke stellt den Meerbusen von Gibraltar , seinenbefestigten Felsen. und die mit den erbeutetenSpanischen Kriegsschiffen ankernde siegreiche Flotteder Britten so wie ein drittes das KriegsschiffMediator dar, wie es (1782.) auf fünf franzö­ sische Schifte losgeht, und zwey derselben erobert.Alle drey sind vortrefflich von R. Pollard gesto-chen. In 1797. entwarf er in einer schönen Zeich-nung die Gefangennehmuug des Sr. Siduey Smith,bey dessen Kreuzung beym Cav la Hove, (vonJukes in Kupfer gebracht). In 1804. sah man

Servandöni. i6ir

von ihm eine Ansicht der malerischen Stadt-wer auf ihren schroffen weißen Felsen, und in 1805.sein so genanntes Pandämonium von Boulogne ,eine Art Panorama, das den größten Zulauf er-hielt, in der That zu dem Beßten dieser Art ge-hört, und besonders von den Seeleuthen, seinerWahrheit wegen sehr bewundert wurde, und voreinem andern von Joseph Dannint (s. oben die-sen Art.) die Palme errang. So großer Talentewegen, wurde Serres von dem Könige, demHerzoge von Clarence und der Admiralität zu ih-rem Seemaler ernannt. Endlich hatte er sich auchdurch ein Werk: tke liltle 8ea - torck, or tkeguiäe kor coastlnA kilots kol. ( die kleine See-fackel oder treuer Führer der Lootsen) um See-fahrer und Hydrographen große Verdienste erwor-ben. Eigentlich ist es eine Uebersetzung des Fran-zösischen von Bougard, hat aber viele Verbesse-rungen und Zusätze durch ihn erhalten Alle die,welche die Küsten von England, Frankreich . Spa­ nien , Portugal , Italien , Sicilien , Malta , Cor-sica, Sardinien , der Barbarey, und von CapBon bis ans grüne Vorgebirge zu be'chiffen ha-ben, finden es unentbehrlich. Dasselbe begreiftüber 100. Ansichten von Landspitzen und Leucht-thürmen, welche der Natur so nahe kommen, alses die Kunst je zu thun vermag. Beygefügt isteine Tafel von den Tiefen, mit allerley Erklärun-gen." Conf. Eng!. Misc. von Härener V.(1.) 6r. Dieser geschickte Mann lebte unsersWissens noch um 1808. Gestochen nach ihm kenittman, neben dem schon Angeführten: Sonnenun-tergang und Mondlicht, zwey Marinen, von M. N. Picot; den Sieg der Englischen Flotte unterRodney über die Französische unter Graste (1^82.),unter I. Fittlers Leitung schön gestochen; dann:Ansicht des Dreyeinigkeit - Hafens und die ganzeNordseite von Martininique, unter Hervey (1762.)erobert, so wie diejenige der Insel von St Lucie(1778 ) unter Darrington, beyde von P. C- Ca-not, ebenfalls schön. v/mkler. Look. llranäes.Dort werden aus Pollards Darstellung der Groß-thaten des Mediators drey verschiedene Blättergemacht. Noch an einem andern Ort finden wirangeführt: Die Zerstörung der schwimmenden Bat-terien bey Gibraltar 1782. qu. Regalfol. vonWilkinson.

* Serres , s. gleich oben Serre.

Serrius ( ). Ein solcher war IN der

letzten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts Hostjsch-ler des Herzogs von Mekelnburg - Schwerin, zuRostock . In 1798. lebte er nicht mehr.

Serrurier (L.), ein Kupferstecher u. Zeich-ner zu Berlin um 1790. und noch 1801. In demBuche: Laura oder der Kuß in seinen Wirkun-gen (Berlin 1792. 8.) und in Buffons Natur-geschichte die zu Berlin , übersetzt von Otto er-schien , findet man mittelmäßige Arbeit von ihm.Dann zu D- F. Boerecher's Auswahl des chi-rurgische» Verbandes (Berlin 179h. 8°) i 5 . Ku-pfertaf. nach der Zeichnung von Krüger jüng.; zuder Gallerie der Welt, von Rumpf«.Barrholdi;zu dem Bande der Ehe (Berlin 179h. 8°. ; zuder bey Oehmigke jüng. in Berlin erschienenentfteuen Bildergallerie für junge Söhne undTöchter, zum Theil nach eigner Zeichnung.

Sersanders (Andries). Von einem, unssonst unbekannten Künstler dieses Namens geetzt,finden sich zwey Blätter, welche die Belagerungder Stadt Juliers durch die Franzosen (1610.)darstellen.

* Serrermanni (Jusius), irrige Benen-nung von Iustus Eustermans.

* Gerror ius, s. Sarrorius.

* Servandoni (Johann Niclaus, oder Jo-hann tzieronymus). Ausführliche Notizzen überihn befinden sich besonders bey d'Argensville I.447 66. Wir entlehnen aus denselben, was