Band 
Zweyter Theil [3].
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1622
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1622 Shelott.

der, in besonderm Ansehn. Hiernächst wird: Eben-das. bemerkt, daß er auch für Buchhändler (z.B- zu Akenstde's Schriften) kleine allegorischeZeichnungen gefertigt habe. Nach ihm dann kenntman vörderst das Bildniß des Herzogs und derHerzogin von Marlborough, die ihr Kind auf denKnieen halt, von Bartolozzi ; Marcell nach Don-quixotte, von T. Burke; Lavinia und ihre Mutter,nach Thompson, sowohl von T. Ryder als vonI. R. Smith. Dann von diesem letzter» noch:Abelard und Eloise, die Hirtin in den Alpen,und: tke VülaAe - ^Vanäerer, lauter, theilsschwarz, theils roth punktirte Blätter.

Noch finden wir anderswo: Rosiland, Coeliaund Orlando von W. Nutter und C. G. PlayterNach einer unsrer Notizzen hat eben auch nachunserm Samuel Caroline Watson schön in Far-ben geliefert: Urs. (Ueoree Da/ Drummonä»nll Ltiilären. Und eben so soll ein schönes Fo-lioblatt, eine weibliche Figur bey einem Monu-mente vorstellend mit: F. in v. et kec.

bezeichnet seyn, wonach er also auch in Kupfergearbeitet zu haben scheint.

Sbelott ( ) und Heße ( ). Von

diesen beyden gestochen, sah man: Muster zumSchönschreiben, von Flecken stein. Ouer-fol. Düsseldorf 1808., welche 1. Thl 10. Gr. ko-steten, und bey Badecker u. Comp. in Duisburg verlegt wurden.

Ghelton (W.). So heißt im: Journal f.bllll. dünste 8. ior. ein Künstler, der fürBoydell'sEhakespears-Galleri'e aus: Doves labour löst dieSz. 2. (in der Uebersetzung Sz. 4 ) des V. Acts:Umkleidung der Prinzessin und ihrer Hofdamen,nach F. Wheatley schön gestochen habe.

* Sbenius (Bartholomäus). So heißt ir-gendwo corrupt Barrholome Schön, der im Lex.in dem Art. seines Bruders Marrin erscheint.

Shephard (Uoung) ein Kutschenmalcr zuLondon , und zugleich einer von den vielen Brir-tischen Narren, die den gegenwärtigen König zuermorden gesucht. Als er nun auf dem RichtplatzcGnade erhalten konnte, wenn er den König darumbitten wollte, weigerte er sich beharrlich, durchdieses Mittel sein Leben zu retten,

Sbepberd(C-). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Engländer, der um 1780. Bildnissegeetzt habe; wie z. D. diejenigen von Carl Leeund von Israel Putnam , erstres ohne uns bekann-ten andern Namen als den seinige», letztres, wiewir glauben, nach Wilkinson. S- auch sofort K.Sbeppard.

Sbeppard (R). Don einem Künstler diesesNamens findet man in einem uns unbekanntenEnglischen Werke ein, wahrscheinlich zu irgend ei-nem historischen Werke gehöriges Bildniß desKöniges John in Fol. von mittelmäßiger Arbeit,und ohne uzis bewußten wettern Namen als denseinigen. Ob er etwa mit dem gleich oben ange-führten <t. Sbeperd EinePerson seyn könnte,ist uns unbekannt.

Sherard (Wilhelm), ein Engländer, dernach einem, an den Doktor Kniphof 1733. ab-gelassenen, Brief des Doktor Brückmann, dieErfindung gemacht haben soll, Kräuter und Blu-men mit Farbe auf Papier so abzudrucken, daßsie sich mit allen ihren Adern und Linien darstel-len- Gedachter Franz Ernst Brückmann (einArzt zu Wolfenbüttel , der sich durch seine natur-historischen Schriften bekannt gemacht hat, geb.»697. zu Marienthai bey Helmstädt, wo sein Va-ter Amtmann war, gest. zu Wolfenbüttel 1753.)übte diese Kunst selbst, und giebt auch sein Ver-fahren an. Man breite, sagt er, eine schwarzeund konsistente Farbe, von Kühnruß und Leinöhlauf eine ebne Flache, drücke die Pflanze darauf,damit sie Farbe annehme, und ziehe dann von

Sherard.

dieser Pflanzenplatte den Abdruck ab, den manauch nachgehends, der Natur gemäß, bunt aus-malen kann. Man ist im Stande 2Zoo. solcherAbdrücke in einem Tage zu machen. Die gleichdarauf erfolgte Antwort Kinphof's nennt jedochseine Methode untauglich, weil sie nur undeutli-che und schmierige Abdrücke liefere und die Oehl-farbe das Papier durchschlüge. Dagegen rühmter die selbst erdachte Manier, zu welcher sowohlfrische als dürre Pflanzen hinlänglich wären. Erentdeckt diese aber nicht, um den Buchdrucker I.M. Funke, der unter seiner Anleitung von die-ser Kunst Profession machte, in keinen Schadenzu setzen (?); führt aber weiterhin an, daß derHofralh (Professor der Arzneikunde, HermannPaul) Iuch zu Crfurth, ein Zeitgenoße vonKniphof, auch solche Abdrücke zu nehmen ver-stände; daß dies überhaupt eine alt teutsche Er-findung sey, und daß ihm in seinem Leben nichtder Name Sherard vorgekommen wäre. (S-den ersten Brief, Dresdn er-Gelehrt. An-zeiger Jahrg. 1 / 58 . S. 539 61. die AntwortI. c. Jahrg. 1757. S. 338 35 ». Uebrigens istbeydes auch einzeln und sonst abgedruckt zu fin-den). Wilhelm Sherard, geb. zu Bushby inLancastershire, Doktor der Rechtsgelchrtheit, u.eine Reihe von Jahren Englischer Consul zuSmyrna, ist aber als ein großer Botaniker be-kannt; chasselquist nennt ihn (ob gleich S- sehrwenig in Druck gegeben hat) den Fürst der bo-tanischen Welt seiner Zeit. Nachdem derselbe ausder Levante zurückgekommen war, wurde er Auf-seher des botanischen Gartens der Universität zuOxford und st. hier 1738. Er vermachte ange-zogener Universität nicht allein Geld-Legaten undeine kostbare Bibliothek, sondern hinterließ ihrauch sein Herbarium, eins der vollständigsten inder Welt, welches dem des Linnäus fast gleichzu stellen ist. Was obigen Johann HicronymusKniphof, Professoren der Arzneikunde zu Erfurth(wo sein Vater, dem er 1704. geb. wurde, eben-falls Arzt gewesen war) anbelangt, so fand erals Jüngling Geschmack an den bildenden Kün-sten, zeichnete fleißig und übte sich im Form-schneiden. Zu seiner: Disput, inaug. exkibensDepram arabioain, 8ive Llepbantiasin. Lrforll.1727. fertigte er auch einige Holzschnitte. Er warder erste, welcher zum Behuf der Abdrücke vonnatürlichen Pflanzen, eine ordentliche Druckerei)einrichten, (dies geschah, wie aus vorstehnderseiner Antwort erhellet, zu Ende 1732.) und solchesfabrikmäßig treiben ließ. Der große Brand, wel-cher in 1738. zu Erfurth wüthete, entriß ihm aberseine botanischen Bücher, und die sämmtlichenExemplare seiner Kräuterwerke, die jetzt seltensind, da nur erst die bestellten davon ausgegebenwaren und, da sich überdies die Umständeseines Beygehülfen, Funkes, geändert harten, auchdie Lust zu fernerer Fortsetzung derselben. Wasdavon erschienen ist, führt die Verlagsadresse:Erfurth, und durchgängig den Haupttitel: l)ota-nics in original;. Wie sonst die Titel unterschie-den sind, werden wir hier bemerken:das istLebendig Kräuterbuch, in hiesigen Landenwachsender Kräuter. Erst. Hundert 1x33. Fol.d. i. leb. Krrrb. in hiesigen Landen wach-sender OiDcinalia. zweyt. Hund. 1733. Fol.st'om. II. Oent. I. Ve^etabilia in okkicinis nonusttata oxkibens 1733. pttarmaceutica» d.i. leb. Krrrb. der in Apotheken gebräuchli-cher Kräuter 1735. Fol.d. i. leb Krrrb. al-ler in hiesigen Landen wachsenden Garten-gewächse. Erst. Hund. 1733. Fol. d. i. leb.Krrrb. der Blumen - Baums und Küchenge-wächse Deutschlands und fremder Garten-Erst. bis drittes Hund. 173436;" seu Herba-rium vivum, in cjuo plantae 'Dournekourkü,Livini ek ttuppü metboclo eollectss. S. B ö r-ner's lebende berühmte Aerzre und hsarur-forscher(i.B. Wolfenbüttel 1749.80. S- 468 - 85 .).Kniphof starb zu Erfurt um 1760. Sein Ge-hülfe, Johann Michael Funke, kam anfangs