Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1625
JPEG-Download
 

Sherwin.

faule desselben vonJ. Wilton, und der Zeichnungvon R. Brompton (wonach ein Irrthum, obenim Art. Brompron zu berichtigen ist). Endlichhatte, dem Katalog von Brandes zufolge, I.R- Smith nach ihm ein seltenes und sehr schönesBlatt, das Bildniß des Mr. Ward, in Schwarz-kunst geschabt. Dieser vorzügliche Künstler starbnoch in blühenden Jahren zu London 1792. undtrug bey seinem Tode auch den Titel eines Ku-pferstechers des Prinzen voy Wales. MenselMus. XVIII. 187. Lonf. über ihn: zss. Bibl.Sch- Wiffensch. XI.VII. - 5 /. u. ff.

* Sherwin (Wilhelm), Zeichner und Ste-

cher mit dem Grabstichel und in Schwarzkunst,geb. zu London um 1670. Derselbe war der Sohneines Englischen Geistlichen; bey wem er die An-fangsgründe des Zeichnens und Stechens erlernt,ist nicht bekannt; und eben so wenig, wodurch er(.einmal nicht durch seine Talente) das Patenteines Kupferstechers des Königs erlangt habe?Seine Arbeiten bestanden in Bildnissen und Bü-cherverzierungen. Die bessern derselben zeigen, daßer denn doch den mechanischen Theil seiner Kunstziemlich inne hatte. Von ihm, und zwar nacheigener Zeichnung, sind die meisten Blatter zuder Foljoausgabe von: 6oä's jisven^e s^sinstMurcler (1669.). Dann kennt man von ihm ei-nige Bildnisse, wie z. B. John Blancowe's nachCloostcrmann; dann mehrere, ohne weiter» Na-men, als den (einigen: Des Arztes WilhelmSermon's (1671.) ausdrücklich bezeichnet: vi-

VUIN lielin. et sc. Dann eben so eines (desRichter Powel's) noch 1711. Endlich auch einigeEchwarzkunstblätter, aber alle in schlechtem Ge-schmacke, außer etwa noch das zugleich seltenevon Beverland. Roft IX. 82-8Z. M§c. Nochnennt Heinecke II. 407. von ihm (unter demverstümmelten Nainen Sberm) geschabt eine kleineMadonna della Sedia (ohne den Johannes),dieselbe, welche van Schuppen so schön gestochenhat.

( ). Noch einen Stecher die-

Geschlechts (ohne Taufnamen) in punktirter Ma-nier nennt der elende Basan Lck 8t-c. welcheroffenbar kein Andrer als der obige I. RepseGberwm ist, da er ihm das Bildniß des Ste-chers Woollet zuschreibt.

* Sherwsuter s. Serwourer, im Lex.sdwohl als in gegenwärtigen Zusätzen

Sbiplep (Wilhelm). Nach der Zeichnungeines solchen, nach G> Schalken, hat JohannFaber 17hl. einen jungen Mann, der Kohlenanbläst, um ein Licht anzuzünden, schön inSchwarzkunst geschabt.

Shireffs ), ein Taub-und Stummge-borner, der 1770. als ein junger Miniaturmaleraus Edinburgh nach London kam und gegenr8oo. sowohl daselbst als zu Bath in gutem An-seht! lebte und arbeitete. Derselbe besaß dabeyein besondres Talent zur Mimik, war ein großerVerehrer von Garrik, und wurde auch von die-sem geschätzt. N. Berlinische Monarsschr.XIII. 442. ff.

Sboore oder Thüre (Johann), ein Eng-lischer Miniaturmaler und Architekt (was sich wohlselten einigt) der unter der Königin Elisabethblükete, und von dem Herzoge von Northumber-land ihhc». nach Italien geschickt und dort un-terhalten wurde, um die Baukunst unter den beß-tcn Meistern zu erlernen. Nach seiner Rückkehrtrat er in die Dienste seines Gönners, und stellte(Fol. 1H6Z.) ein Buch über die Architektur mitFiguren in Holzschnitt ans Licht, welche wirklichvortrefflich seyn sollen. In der Vorrede nennt ersich selber Maler und Baumeister, und erzähltseinen Lebenslauf. Noch gab er (1662) zwey Ue-bersetzungen aus dem Italienischen , welche frey-lich nicht zur Kunst gehören; die eine über den

Sicard. 1625

Ursprung der Türken, die andre über den Kriegderselben mit Georg Scanderberg. Sboore's alsMiniaturmalers, gedenkt auch Haxdock in seiner1^98. erschienenen Englischen Uebersetzung desLoinazzo. Fr'orillo V. 243. und sbi62.

S«' am 0 ( ), ein Kupferstecher, der in einem

Gantkatalog unter die italienischen Meister geord-net ist, und dem hier drey Blätter mit Thierenin 4°. zugeschrieben sind.

* Sr'bersma ( ). So heißt irgendwo,

ohne Weiteres, ein Maler zu Haarlingen, der um1620. blühete,

Siberr ( ). So nennt eine unserer Hand-

schriften um 1763. ohne Weiteres, einen Blu-menmaler von Ludwigsburg .

* Sibilla (Caspar). Von ihm kennt manauch eine Statue an dem Grabmale Benedikt XIV. Mrc.

(Gisbert), von einem Maler dieses

Namens sieht man in der Kaiserlichen Galleriezu St. Peterburg N°. 96Z. die Darstellung desjungen Samuels im Tempel, und N°. 1!ZV.Davids Triumph,

Sibire (Madmoiselle), eine Schülerin von..David (nicht d. berühmten) gab die Logen Raphaels,in H2. Bi. 4 °- mit einem erklärenden Texte, wo,von die dritte Lieferung (zu 6. Fr.) im May 1808.erschienen war.

* Sibirischer, s. Siebmacher .

*Si brecht«, auch Siberechrsu. Spb-rechts (Johann). Unter diesem letztem Namenheißt es von ihm bey ^iorillo V. 489 90.Derselbe suchte in der Anordnung seiner Land-schaften Bergheim und C. du Jardin nachzuah-men, und brachte es so weit, daß seine Werkemit den Arbeiten jener Meister oft verwechseltwerden. Die unmuthigen Rhein -gegenden findetman häufig von ihm dargestellt Uebrigens sindseine Gemälde seltner als seine (damals sonst nochwenig gewohnten) Aquarellblättcr. Der Herzogvon Buckingham, der von seiner Gesandtschaft zuParis durch Flandern zurückkehrte, zog ihn nachEngland, wo er ihn zu Cliefden beschädigte. In1686. malte er verschiedene Ansichten von Chats-worth. Auch auf dem Landsitze des Lord Biron,Newstede - Abbey, bewunderte man zwey Bildervon ihm: Eine Landschaft im Style von Rubens ,und eine Ansicht von Longleate. Er st 7Z. I.alt 170z. Ob er, wie das Lex. zu vermuthenscheint, mit dem dort später folgenden GunbrechrEine Person sey, ist uns unbekannt; doch nochwahrscheinlicher, daß letztrcr mit dem MarcelSibrechr des Lex. Einer seyn dürfte.

Siburg s. unten Sieburg.

Sicard, Siccardi, oder Sicardy (Lucas),ein neuerer Französischer Künstler, geb. zu Avig-non UM 174b. der im Almanach öeauxsrts1804. noch bloß unter den damals zu Paris le-benden Mignatur-und Schemelz-Malern erscheint.Bald aber legte er sich auf kleine Mattungsbilderin Oel, wie Miniatur ausgemalt, meist komischenJnnhalts. So sah man von ihm auf dem Sa-lon 1804. Pierrot der sich mit einem Ragout denMund verbrennt, die Frau dazu lacht, und ihrklügerer Bube auf seinen Bissen bläst, woranman nur ein lebhafteres Colorit vermißte. Xc>uv.«l. )).rt8 IV. iZi. Dann i8o(i. wieder den näm-lichen Sohn von Pierrot, der den Schlaf seinesVaters benutzt, um ihm, mit aller nur möglichenFeinheit, einige Leckereyen aus der Tasche zu Mau-sen; er ist auch beynahe zum Ziel gelangt, unddie Mutter von der Geschicklichkeck des Sohnsentzückt. Die Figuren sind sekr lebendig und aus-drucksvoll, aber die Behandlung vielleicht einerpunktirten Zeichnung zu ÄMich. In einem an-dern artigen Bilde stehe man Kinder, für die ihrem