»6Zr Skelion.
tu Bogenhausen und des Freyherr» von Hartmannju Jsmaning gleichfalls zu verdanken. Liporvskys. v. Sckell S. 92—98. Ebendas. S. rvo—ioä.befindet sich eine Skizze der Ideen unsers Künst-lers, nach welchen er Volksgärten behandelt undausführt.
Skelron (W ). So nennenBasan(L6. sec.1789.) und Andere einen Englischen Stecher, derverschiedene Seegefechte u. a. Marinen aus dem(damals) jüngsten Kriege geliefert habe. Nochum 1794. soll er nach Stothard gestochen haben.
Skerl (Friedrich Wilhelm), Maler, vorzüg-lich von Bildnissen und Nachlstücken in Oel, Pa-stell und Miniatur, geb. zu Braunschweig 17H2.Schon in seiner frühesten Jugend ließ er vieleNeigung zum Zeichnen blicken. In seinem vier-zehnten I. kam er zu dem damaligen Hofmalervon Span zu Draunschweig in die Lehre. Beydiesem zeichnete er anderthalb Jahre sehr fleißig,wurde aber wegen übler Behandlung weggenom-men, und kam Zur Hofmalerin de Gaic; aber auchda konnte er nicht zu seinem Zwecke kommen, wes-wegen er zu einem Dekorationsmaler, NamensHemeling, zu Hildesheim auf zwey Jahre in dieLehre gegeben wurde. Bey diesem kopirte er vielnach Niederländischen Meistern, und fieng nachVerlauf seiner Lehrzeit an, für sich selbst zu arbei-ten. Er bildete sich hauptsächlich zum Bildniß-maler in der Herzog!. Gallerie zu Salzdahlen,besonders nach Rcmbrand, van Lyk, und vor-züglich Kupetzky. Er malte viele Familien, beson-ders in der Kurmark Brandenburg , vorzüglich vieleOfficiere von der Preußischen Armee, sowohl inDel als in Pastell. Im I. 1781. kam er nachDresden , wo er auf der Churfürst!. Gallerie fleißigkopirte. Der Umgang mit den dortigen Künstlern,und vorzüglich Grass s Freundschaft, trug viel zuseiner Bildung bey. Uebrigcns brachte er seinemeiste Zeit auf Reisen zu, theils des Erwerbeswegen, theils, um für seinen Kunsteiser immerfortdauernde Beschäftigung zu habe». MeuselH. und sJ. L. L Auf dem Dresdner - Salon1801. sah man von ihm ein Mädchen, das eineCitrone zerschneidet, durch ein Licht beleuchtet, inOel, welches Kenner gut behandelt, doch vielleichtauf dem Gesicht des Mädchens die Wirkung desLichts für dessen blaßen Schimmer zu stark fanden.Deutsche Runstbl. IV. 5 g.. Daß er auch inKupfer gearbeitet hat, beweist das 1807. vonTauchnitz in Leipzig herausgegebne Verlagsver-zeichniß; wo übrigens in den Vornamens-Buch-stabe» ein Druckfehler eingeschlichcn ist. SeinArtikel lautet nämlich: „T. W. Skerl (Maler„in Dresden ). Sechs Blatter von verschiedenen„Pferdera<ftn nach Gemälden und Zeichnungen„berühmter Künstler, in Aquatintagearbeitet, qu.„40. Pr. z. Rchl. Es sind Gruppen aus Gemäl-den von Wouwermann, Potter, Bourgignon,„Pforr, welche Anfängern im Zeichnen reichen„Stoff zur Uebung darbieten." Skerl st. 1810.zu Dresden an der Auszehrung. Bey der Todes-anzeige desselben (s. Dresdner poltr. Anzei-c,er Jahrg. 1810. N°. 80. S. r/, 47 .) erinnert seinhinterlassener einziger Sohn Paul Anron, gewöhn,ljch aber nur Paul Skerl genannt, baß er dasvon seinem Vater besorgte Nebengeschäft der Ku-pferdruckerey, zu Dresden weiter fortführen werde,da er als Künstler studiere, und sich auch die nö-thigen Kenntnisse zu diesem Fach erworben habe.Jeder Manier der Kupferstecherey würde er, ver-möge der vortreflichen und einzigen Einrichtungseiner Pressen, Genüge leisten können. Nach dervon Paul an Ort und Stelle verfaßten Zeichnungerschien z. B. 1810. (s. I. c. Jahrg. 1810. N°. iäa.S. 2Z17.) ein von C. G. Morasch (aus dessenFamilie Pauls Mutter war), in Aquatinta geätztesBlatt: Seume'S Grab auf dem Löplitzer Kirch-hofe. Dasselbe (14. Zoll lang n. Z. hoch; braun18. gr., kolor. i. Lbkhlr.) war zu Dresden beyMorasch und bey Walther zu finden. Ueber Skerl's,des Vaters, frühere Geschichte Lauf. Leller,
Skotnitzky.
wo es, neben Anderm heißt, daß die sprechendeAehnlichkeit, welche er seinen Bildnissen, nament-lich auch in Absicht auf die Gesichtsfarbe, zugeben wußte, die Aufmerksamkeit des PreußischenMinisters Michaelis auf sich gezogen, der ihnnach Berlin beschiel), wo er vorzüglich sein Glückgemacht hätte, als der frühe Tod dieses seinesBeschützers ihn daran verhinderte. Alsdann durch-zog er verschiedene Städte Niedersachsens , undkam endlich »ach Dresden . Um 1788. befand ersich neuerdings auf Reisen, u. s. f.
Skerricp (P.^. Von einem uns sonst ganzunbekannten Künstler dieses Namens besaß H.Paignon-Dijonval noch 18ro. in getuschter Hand-zeichnung eine Himmelfahrt Maria.
Gkjöldebrand, Sköldebrand oderSkjeldebrand (A. I oder A. F-). Ersteresist der richtige Name dieses um 1804. noch le-benden Schwedischen Obristcn und Ritters desSchwerdtordens, der im Landschaft-Zeichnen undMalen sehr geübt, und in 1799. Reisegesellschafterdes bekannten Acerbi war. Eine Frucht dieserReise ist das Prachtwerk der von ihm in 1801.und 1802. zu Stokholm in 4 - Querfol. Bänden(Heften?) mit 60. Kupferbl. erschienenen: Vo^s-tze plttm esqus Cup diorä. wozu er die Plat-ten gezeichnet, und den größten Theil ebenfallsselbst in Aquatinta geetzt h,t Anderwects heißtes, daß er und etliche andre Künstler solche anOrt und Stelle gezeichnet haben; ferner, daß in180Z. erst drey Hefte davon erschienen waren, undein viertes noch folgen sollte. Unter den Stechernbefand sich Marti». In 1804. gab Skjäldebrandein zweytes Werk: Oescriprion cws (.'srsraoreset äu Lrmsl steProllhastts eu 8ueste(4o.8tc>ckh.okes velen). mit Karten und Aussichten, (12.Bl.) ebenfalls von ihm selbst in Kupfer, geetzt.Deffenrl. Vlachr. Von dem zuerst gedachten Werkeerschien auch eine geringere Ausgabe, ohne Kupfer,zu Stockholm i 8 » 5 -
Skive (Lorenz Thomas). So heißt irgend-wo, ganz ohne Weiteres, ein Künstler, nach wel-chem I. Friedlin (1704 ) etwas uns Unbekanntesgestochen habe.
* Skorodumorv, s. Scorodoomoff.
Skotnitzky oder Scornicki ( ), ein
Polnischer Graf aus Warschau gebürtig, der zuDresden die Malerey (ob nur zu seinem Ver-gnügen wissen wir nicht) studierte. Auf den Dresd ner -Kunstausstellungen 1798. bis 1800. sah manvon ihm, meist nach eigener Erfindung, historischeOelgemälde, denen man viel Lob beylegte,
So z. B. 1800. eines: Magdalena, Johannesund Petrus bey der Auferstehung Jesu , Halbfi-guren; was in den Lunstblärrern (8°. II. 20.)nicht bloß ausführlich beschrieben, sondern auchnachgebildet ist. Dorr heißt es davon: „Gewißein vorzügliches Bild der dießjährigen Ausstellung.Es zeigt uns Fleisch, wie die Narur es hat, undFormen, wie sie die Natur selten erreicht. DieHeilige sagt eben voll Schmerz zu Petrus undJohannes, daß ihr Freund, der Sohn Gottes,nicht im Grabe ist. Welch ein Gesicht hat dieserPetrus, wie schön ist der Jüngling Johannes;und Magdalene, wer wünschte nicht den Kummerzu theilen, der ihre reizende Brust erfüllt! Wiefließen die blonden Locken um den anmuthigenKopf, wie ihre Gewänder um die weichen Kör-perumrisse! Für eine reuige Sünderin möchte indeßfreilich der Busen zu wenig verhüllt seyn, auchdie schon an sich übergroße Fülle ein zu warmes,üppiges Leben verrathen. Die Draperie zeigt unseinen verständigen, gelungenen Faltenwurf. DasKolorit des Ganzen ist schön, und der Künstler,wie man sagt ein noch sehr junger Mann, be-rechtigt um so mehr zu den höchsten Erwartungen,da er sich die gegenwärtige Fertigkeit in der kur-zen Zeit einiger Jahre erworben hat, und nochimmer unter der Leitung des Herrn Erassi arbeitet.