Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1653
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Skribaneck.

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Was uns jedoch nicht recht an diesem Gemäldegefallen wollte, waren die Hände. Die der Mag-dalene sind nicht schön, und die eine Hand desJohannes steht dem Arme des Petrus so nahe,daß sie, wie letzter», gehörig, erscheint; auch istsie für den schönen Jüngling viel zu alt. Dieaufgehobene Hand des Petrus endlich erscheint,wie abgerissen, dastehend. Wir sehen den Armgar nicht, ;u dem sie gehört, und wie ße hierhinter dem Gewände hervorsteigt, thut sie einenÜbeln Effekt." Uns schien, aus jener Abbildungin den erwähnten Kunstblättern zu urtheilen,das, was sich daraus erkennen laßt (Komposi-tion und Ausdruck) zwar gut, aber (nach neue-ster Weise!) ohne Auslegung unverständlich zuseyn. Uebrigens haben wir seither von diesemKunst liebenden Grafen weiter nicht das Geringstevernommen.

Gkribaneck (Jos.). So heißt ein jungerKupferstecher, der in dem KK. Kriegsarchive zuWien unterrichtet wurde. Plane von ihm gesto-chen, sieht man in dem dritten Hefte der dort(1809.) erschienenen Militärischen Zeitschrift, wel-che viel von seinen diesfälligen Talenten hoffenließen. Tüb. Morgenbl. 180g. S. 164.

Slabaert ( ). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Kupferstecher, von welchemman ein Bildniß Pauls de Perre, Syndics vonMiddelburg , ohne wettern Namen als den seini-gen kenne.

* s. auch Schlaberr im Lex.

Slade (T. M.). So nennt der Katalogvon Brandes einen Künstler, nach welchem R.Cooper ein großes Aquatinta-Blakt: Viexv

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^reatkull Lartkhnaks 178Z. geliefert habe.

Slangenburgh (S. I. von Baer von).So heißt in öffentlichen Blättern der Prälectorin der Zeichenkunst auf der holländischen Univer-sität Harderwyck, ,809.

Slarer ( ). So heißt bey Fiorillo V.

665 . ein Landschafts-und Architektur-Maler imGeschmacke Pannini's, aus der Mitte des XVIII.Jahrh, der seine Bilder mit kleinen Figuren staf-firte. Das Wichtigste seiner größern Arbeitensollen Deckenstücke und al Fresko's zu Stowe und Mereworth, (Landsitze des Grafen von West-moreland in Kent ) seyn. Ohne Zweifel ist dieserKünstler der nämliche Slarer, der im Catalogvon paignon-Dijonval: Joseph G- EnglischerZeichner um 1780. heißt, und nach welchem dortein Blatt von I. Hcath (1789.): Schützen, dienach dem Ziel schießen, angeführt wird.

Slaughrer (Stephan). Und so ein Eng-lischer Bildnißmaler aus der zweyten Hälfte desXVIll. Jahrh, von welchem man einige Arbeitin dem berühmten Schlosse Blenheim finde. Fio-rillo V. 5 / 4 -

Sieigserau, ist ein verhunzter Name, un-ter welchem Monconps den bald nachfolgendenSlingelandt anführt.

Slela (Paul), teutscher Maler. Nach seinerZeichnung und für eignen Verlag gab er 1622.zu Mailand eine Himmelfahrt Mariä in Fol.,die Hieron. David (mit seinen verzogenen Na-mensanfangsbuchstaben bezeichnet) in Kupfer ge-bracht. Ein Exemplar davon befindet sich imKönigl. Kupferstich -Salon zu Dresden . DemAnsehen desselben nach zu urtheilen, muß Slelaein trefflicher Künstler gewesen seyn. Komposi-tion und Zeichnung sind des größten italiänischenMeisters würdig.

Gleyaerrs oder Slynyaerts ( ),

von Brügge . So heißt irgendwo ein ausgezeich-

neter Künstler (in welcher Gattung wird nichtgesagt), dessen Arbeit auf dem Genter-Salon von1806. ausgestellt war.

* Slingelandt (Peter), von Männlichurtheilt von dem, was das Lex. nach Descampssagt, gerade das Gegentheil: Daß er nämlichseinen Lehrer zwar nachgeahmt, aber nicht erreichthabe. Von ihm besitzen in Deutschland : Die Gal-lerte zu München die Werkstätte einesSchnei-ders, ehemals in Schleisheim; und diejenige znDresden eine Tochter die auf dem Klavier spielt,ihr Meister begleitet sie mit Gesang. An einerHalskrause von Spitzen in dem Bilde der Fami-lie Meermann, von welchem das Lex. spricht, ar-beitete er einen Monath lang. «>An seinen Thie-ren" (sagt watelee) «konnte man die Haare,diejenigen einer Katze von denen einer Maus un-terscheiden, und an seinen gestrickten Mützen dieMaschen zählen. Sein Kolorit ist gut; aber seineStellungen sind steif*), und seiner Zeichnungfehlt Geschmack. Dennoch haben seine kalten undmühlichen Arbeiten Bewunderer gefunden, undfinden sie noch. Aber eben dieses Fleißes wegen,ungeachtet sie sehr gut bezahlt wurden, gewanner wenig mit seinen Bildern. Eines derselbenbesaß auch das Palais Royal . Nach ihm gesto-chen oder geschabt kennt man z. B. die Bildnissedes Gottsgclehrten C. Wittichius von A. Bloote-ling, und des Professors der Theologie und Phi-losophie, D. Knibbe's, von Ph. Bottats demjüngern. Dann von C. H. van Meurs etwas in ei-ner Sammlung von 19. Blattern, welche derselbenach niederländischen Künstlern gegeben hat./seiuecLe lclee, p. ivo.

Gloane (Michel), eiu uns wenig bekannterKupferstecher, der um i 8 n 3 . unter dem Titel: An-betung der Hirten, die Nacht des Corregio vonDresden , nach Nichrigalls Zeichnung, besser alsSurugue für das bekannte Galleriewerk, zu An-fang dieses Jahrhunderts gegeben hat. So sollman';. B. in den Köpfen des jungen Hirten, dermit Entzücken nach der oben schwebenden Glorieschaut, und des Mädchens mit den Tauben, dassich gegen das von dem Kind ausströmende Lichtmit der Hand zu schützen sucht, etwas von derSchönheit des Originals finden, und auch dieGruppe der Mutter mit dem Kinde zeigen, daßder Künstler seinem großen Urbild« nachempfundenhabe. Auf die Abstuffungen, und die daraus ent-stehnde Harmonie habe er, so viel ihm sein In-strument erlaubt, die gehörige Rücksicht genommen,und überhaupt verschiedene Manieren in der Be-handlung zu verbinden gewußt. In Deutscht, kostetedas Blakt 10 fl. Allg. Runstz. S. 5Z. 206.

* Slodts (Paul Ambrosius), Sebastiandes Aeltern jüngster Sohn. Derselbe trug denTitel eines Kammerzeichners des Königes. Inder Kirche St. Mery arbeitete er gemeinschaftlichmit seinem Bruder, dem nachfolgenden RenarMichael, rie /o»te»ar.

(Renat Michael). Den Beynamen

Michaels Angela gaben ihm sein Vater, seineBrüder und seine Freunde schon in früher Jugend;und er blieb ihm nachher aus Gewohnheit. SeinGeschmack für die Sculptur siegte frühe übermancherley Schwierigkeiten. In seinem Ein undZwanzigsten gewann er den zweyten akademischenPreis, und damit das Pensionnat zu Rom . Dortkennt man von ihm, neben seinem St. Bruno, dasGrabmal des Marquis Capponi in St. Johannder Florentiner, und rühmt daran vornehmlichden Ausdruck und die schöne Drappirung. Einauf einem Bethe ruhendes Lamm bezeichnet glück-lich genug den sanften Charackter, und zugleichdie Liebe für die Wissenschaften d. Verstorbenen. Nochvor Slodts Rückkehr in Frankr. kündigten verschie-dene Werke seine seltenen Talente an. So z. B. znLyon die beyden Büüten von Calchas und Jphls

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